BLKÖ:Hegenbart, Franz (I.)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Hegedüs, Johann
Band: 8 (1862), ab Seite: 201. (Quelle)
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Hegenbart, Franz (I.) (Musikus, geb. zu Gersdorf in Böhmen 10. Mai 1818). Da er gute Anlagen für die Musik zeigte, kam er, 13 Jahre alt. 1831 in’s Conservatorium zu Prag, und lernte [202] unter Professor Hüttner das Violoncell. Im Jahre 1838 trat er in Engagement beim Theaterorchester in Gratz, später in Linz, 1844 in Lemberg, bis er 1852 als Lehrer des Violoncells an das Mozarteum nach Salzburg kam, wo er noch zur Zeit thätig ist. H. hat auch als Componist für sein Instrument mehrere Concertstücke mit Clavierbegleitung, Phantasien über Motive aus beliebten Opern mit Orchester u. dgl. m. veröffentlicht. Seine Gattin, eine treffliche Concertsängerin und Schülerin des Wiener Conservatoriums, starb in jungen Jahren am 17. December 1854. – Ein zweiter, Franz (II.) Hegenbarth (geb. zu Pensen in Böhmen im October 1710, gest. zu Prag 16. December 1780), war auch Musikus; dieser kam in seiner Jugend als Sängerknabe nach Prag, wo er die philosophischen Studien beendete, dann aber sich ausschließlich der Musik widmete. Nachdem er an mehreren Kirchen in Prag angestellt gewesen, wurde er im Jahre 1747 Choralsänger an der Metropolitankirche zu St. Veit, und bekleidete 33 Jahre, bis an seinen Tod, der im Alter von 70 Jahren erfolgte, diese Stelle. Es ist nicht bekannt, ob er mit dem noch lebenden Violoncellvirtuosen verwandt ist.

Ueber Franz (I.): Monatschrift für Theater und Musik. Redigirt von dem Verfasser der „Recensionen“ (Fürst Czartortki), Herausgegeben von Joseph Klemm (Wien, Wallishausser, 4°.) I. Jahrg. (1855), S. 263. – Ambros (Aug. Wilh. Dr.), das Conservatorium in Prag. Eine Denkschrift (Prag, 1858, Haase’s Söhne, 8°.) S. 79. – Ueber Franz (II.): Dlabacz (Gottfr. Joh.), Allgemeines historisches Künstler-Lexikon für Böhmen ... (Prag 1815, Haase, 4°.) Bd l, Sp. 585.