BLKÖ:Hromatka, Franz Seraphin

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Hruschauer, Franz
Band: 9 (1863), ab Seite: 361. (Quelle)
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Hromatka, Franz Seraphin (Alterthumsforscher, geb. zu Pesth in Ungarn 29. März 1798, gest. zu Liegnitz in Preußisch-Schlesien 16. März 1831). Erhielt seine erste Erziehung im Vaterlande. Nach, 1814, zu Ofen beendetem Gymnasialcursus besuchte er die Universitäten zu Pesth und Wien und war in letzterer Stadt als Lehrer im Löwenburgischen Convicte thätig. Sich in seiner Stellung beengt fühlend, verließ er nach längerem Kampfe sein Vaterland und begab sich, 1823, nach Breslau, wo er später zur evangelischen Kirche übertrat. An der Breslauer Hochschule setzte er auch seine Studien bis 1827 fort; und als er [362] seine Absicht, die philosophische Doctorwürde zu erlangen, nicht verwirklichen konnte, bestand er bei der kön. Prüfungscommission die Prüfung pro facultate docendi. Nun hielt er ein halbes Jahr Vorträge am Friedrichsgymnasium in Breslau, wurde alsdann Hilfslehrer und 1828 ordentlicher Lehrer am Gymnasium zu Liegnitz, starb aber jung im Alter von 33 Jahren. H. war literarisch thätig und ist von ihm eine Uebersetzung des von Bruzelius und Rääf 1816 zu Lund herausgegebenen „Specimen antiquitatum borealium“ unter dem Titel „Von nordischen Alterthümern. Aus dem Lateinischen übersetzt durch … und mit einer Vorrede so wie Anmerkungen herausgegeben von Büsching“ (Breslau 1827, 8°., mit 11 Abbild, in Steindr.) vorhanden. Auch hat er eine Geschichte der Stadt Liegnitz in Handschrift vollendet; die Herausgabe derselben wurde durch seinen frühen Tod vereitelt.

Novak (Karl Gabriel), Schlesisches Schriftsteller-Lexikon oder bio-bibliographisches Verzeichniß der im zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts lebenden schlesischen Schriftsteller (Breslau 1836, W. G. Korn, kl. 8°.) Fünftes Heft. S. 77.