BLKÖ:Klein, Johann (I.)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Klein, Hubert
Band: 12 (1864), ab Seite: 50. (Quelle)
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Klein, Johann (I.) (Maler). Zeitgenoß. Arbeitet in Wien. Aus Führich’s Schule hervorgegangen, trieb K. mit besonderer Vorliebe das Studium des Mittelalters. Auch besitzt er, wie es der Kunstzweig, dem er eben huldigt, bedingt, gründliche Kenntnisse in der Architectur und Archäologie. Ueber seine sonstigen Lebensverhältnisse und seinen Bildungsgang gibt uns der eben so wortreiche als sacharme und unverständliche Aufsatz in der unten angeführten Quelle weiter keinen Aufschluß. Von seinen Arbeiten [51] werden dort angeführt: Entwürfe zu den Glasmosaiken für die Pfarrkirche zu Kempen am Rhein; für die von Prof. F. Schmidt neuerbaute Kirche zu Niederwengen-Vovinkel; für die von dem Architekten Essenwein zu Franzdorf im Banat und vom Professor Schmidt in Gratz erbaute Lazaristenkirche; ferner eine Folge von Zeichnungen für den Altar von Pfaffenhofen, eine der ältesten Pfarren Tirols im Oberinnthale, welche in Email ausgeführt werden sollen; Cartons zu Glasgemälden für die Kirche zu Lébeny in Ungarn; und deren zu Glasmosaiken für die St. Antoniuskirche zu Padua. Noch gedenkt unsere Quelle unter K.’s Arbeiten mehrerer Nachbildungen alter Werke, darunter der schönen Glasfenster im St. Stephansdome und der merkwürdigen Wandgemälde im Gurker Dome, von welchen bemerkt wird, „daß sie eine eminente Geschicklichkeit im Nachbilden alter Formen zeigen, wobei wohl zu unterscheiden ist, ob Jemand copire, der ein Verständniß hat für figürliche und historische Kunst, oder ob Jemand copire, der bloß Empiriker ist“.

Oesterreichische Wochenschrift für Wissenschaft, Kunst und öffentliches Leben (Beilage zur kais. Wiener Zeitung) (Wien, gr. 8°.) 1863, Bd. II, S. 339: „Aus dem Wiener Kunstleben. Johann Klein“.