BLKÖ:Liechtenstein, Otto (gest. 1311)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Liechtenstein, Niklas
Band: 15 (1866), ab Seite: 133. (Quelle)
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52. Otto (gest. 1311), ein Sohn des Sängers Ulrich [s. d. S. 135, Nr. 58], war steirischer Landeshauptmann und Anführer der Steirer in der denkwürdigen Marchfeldschlacht wider Ottocar von Böhmen. Rudolph ernannte nun Otto zum obersten Landrichter, Rudolph’s Nachfolger Albrecht verlieh Otto das früher von Conrad und Sybotho von Arenstein besessene, von diesen aber freiabgetretene Schloß Enzersdorf bei Mödling, welches bald nachher seinen Namen mit Veste Liechtenstein bei Mödling, wie ihn heute noch die Ruine führt, vertauschte. Jedoch wechselte diese Veste im Laufe der Jahrhunderte oftmal ihren Herrn und erst zu Anfang dieses Jahrhunderts, im December 1807, kaufte Fürst Johann Joseph die Veste Liechtenstein (das zweite Stammhaus dieses Geschlechtes) von dem Fürsten Stanislaus Poniatowski wieder zurück, wie er später das bei Judenburg befindliche erste Stammhaus Liechtenstein, das auch oft seinen Herrn gewechselt, von dem Freiherrn von Königsbrunn im Mai 1814 käuflich an sich brachte. Mit seinen beiden Söhnen Rudolph und Otto dem Jüngeren – zum Unterschiede von seinem Vater so genannt, der als Otto der Aeltere aufgeführt erscheint – stiftete er die Erbgruft zu Murau, welches schon seit 1200 ein Rudolph Otto Herr von Liechtenstein besaß. Otto der Jüngere war des Herzogs Friedrich des Schönen von Oesterreich treuer Waffengefährte. Im Jahre 1335 gab ihm Herzog Albrecht der Lahme im Kärnthnerkriege den von Friedrich von Auffenstein, einem Genossen Margarethens der Maultasche, verwirkten Theil der Burg Tresen und das kärnthnerische Marschallamt. Otto der Jüngere war mit Katharina von Bregenz, einem dem ältesten Adel Churrhätiens und Alemanniens angehörenden Edelfräulein vermält. –