BLKÖ:Mayern, Franz von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Mayr
Band: 17 (1867), ab Seite: 185. (Quelle)
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Noch ist des kais. Genie-Obersten Franz von Mayern zu gedenken, der in der Schreibung seines Namens das gleiche Los mit seinem Namensvetter, dem Hauptmanne Mayern, Verfasser von Dya-Na-Sore, theilt, dessen Lebensskizze oben mitgetheilt worden, und der auch bald mit einem a, bald mit einem e geschrieben erscheint. Oberst von Mayern war im Jahre 1848 in Wien in das deutsche Reichsparlament nach Frankfurt a. M. gewählt worden, wo er bei verschiedenen Anlässen wie über das deutsche Heerwesen, die Sicherste!lung der Nationalversammlung, die Bildung einer Centralgewalt, und anläßlich einer Dankvotirung für General Wrangel, aber immer in entschiedener männlicher Weise, sprach. „Wenn auch mehrere Oesterreicher, schreibt Laube in seinem Werke über das erste deutsche Parlament, mit dem kosmopolitischen Strome, der in der Nationalversammlung zu Tage trat, schwammen, es gab doch ihrer noch in der Paulskirche, die von irgend einem Aufgeben österreichischer Besitzung – denn eben damals wurde am Mincio um Italiens Weiterbesitz von Oesterreich gekämpft – nichts wissen wollten. Mayern zum Beispiele, ein österreichischer Oberst mit fein und schlau dreinblickendem Antlitze, hörte die stolzen Grundsätze um Nationalität ruhig an, und hatte gar nicht viel dagegen einzuwenden. als man aber vom Aufgeben der Lombardei sprach, da fuhr er zornig auf, selbst während der übelsten Zeit des Kriegszuges. Man kann weichen müssen, aber man muß nicht aufgeben! Diese österreichische Devise blitzte dann aus seinen entzündeten Augen.“ [Stenographischer Bericht über die Verhandlungen der deutschen constituirenden Nationalversammlung zu Frankfurt a. M. (Leipzig 1848 u. 1849, gr. 4°.) S. 209, 233, 542, 553, 799, 2375. – Laube (Heinrich), Das erste deutsche Parlament (Leipzig 1849, Waidmann, 8°.) Bd. II, S. 149 u. 150.]