BLKÖ:Natterer, Johann (I.)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Natter, Johann Joseph
Band: 20 (1869), ab Seite: 96. (Quelle)
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Natterer, Johann (I.) (Naturforscher und Reisender, geb. zu Laxenburg nächst Wien 9. November 1787, gest. zu Wien 17. Juni 1843). Der Sohn eines kaiserlichen Falkenjägers. Den ersten Unterricht erhielt er bei den Piaristen in Wien, später besuchte er die Real-Akademie und hörte bei seiner Vorliebe für die Naturgeschichte an der Universität die Vorträge über allgemeine Naturgeschichte, Botanik, Chemie und Anatomie. Diese Neigung für das naturgeschichtliche Studium flößte ihm der eigene Vater ein, der selbst ein eifriger Sammler von Vögeln und Insecten war. Ja, wie Natterer’s Schwiegersohn und Biograph schreibt, „dürfte Wenigen, welche die Säle des kais. zoologischen Cabinets durchwandeln, bekannt sein, daß die Privatsammlung eines einfachen Laxenburger Hof-Falkeniers den Krystallisationskern dieser jetzt so überaus reichen Schätze bildete“. Kaiser Franz kaufte nämlich im Jahre 1793 dessen Vogel- und Insectensammlung, ließ sie in Wien aufstellen und stellte den früheren Besitzer als Aufseher derselben an. Neben seiner Beschäftigung mit der Naturgeschichte und allem mit ihr Verwandten bildete sich der Sohn ferner in Sprachen und im Handzeichnen, worin er es zu großer Fertigkeit brachte. Dabei machte sein Vater einen tüchtigen Jäger und Ausbalger aus ihm, alles Eigenschaften, die ihm bei seiner späteren Laufbahn ganz vorzüglich zu Statten kamen. Kaum 19 Jahre alt, unternahm N. schon seine erste Reise, er ging nämlich im Jahre 1806 zuerst nach Ungarn und zwei Jahre später nach Steiermark und in’s Küstenland. Im Jahre 1809 wurde er unbesoldeter Aspirant bei dem kais. zoologischen Museum, und begleitete als solcher die vor der französischen Invasion nach Ungarn geflüchteten Natur- und Kunstschätze. Diese [97] Gelegenheit benützte N. zu Ausflügen in das Banat und nach Slavonien, im Jahre 1810 kehrte er nach Wien zurück. In den Jahren 1812–1814 unternahm er auf eigene Kosten eine Reise nach Italien, die er bis nach Calabrien ausdehnte und dabei die Küsten des adriatischen Meeres auf das Sorgfältigste untersuchte. Im Jahre 1815 wurde N. nach Paris gesendet, um bei der Zurücksendung der weggeführten Natur- und Kunstgegenstände mitzuwirken. Im folgenden Jahre rückte er zum Assistenten am kaiserlichen Naturaliencabinete vor, und im Jahre 1817 fiel auch auf ihn die Wahl, als Mitglied die Expedition zu begleiten, welche anläßlich der Vermälung der Erzherzogin Leopoldine mit Don Pedro, Kronprinzen von Brasilien, zur naturwissenschaftlichen Durchforschung dieses Landes ausersehen war. Oesterreichischer Seits bestand diese Expedition außer Natterer aus dem Professor Mikan [Bd. XVIII, S. 263] und Dr. Pohl aus Prag, aus dem Hofgärtner Schott, dem Hofleibjäger Sochor und den Malern Thomas Ender [Bd. IV, S. 40] und Buchberger. Bayern schickte die Doctoren Spix und Martius, und Toscana den Naturforscher Radi mit. Natterer mit dem Gärtner Schott und dem Jäger Sochor schiffte sich auf der kaiserlichen Fregatte „Augusta“ ein, welche, wie auch die zu dieser Expedition gehörige kais. Fregatte „Austria“, auf der sich Mikan, Ender, Spix und Martius befanden, aus dem Triester Hafen vom Stapel lief, während das kön. portugiesische Linienschiff „Dom Joao“, auf welchem die Erzherzogin-Braut, dann Dr. Pohl, Naturforscher Radi und Maler Buchberger sich befanden, aus dem Hafen von Livorno absegelte. Die „Austria“ und die „Augusta“ mit Natterer verließen im März 1817 den Hafen, aber schon nach wenigen Tagen wurde die „Augusta“ von der „Austria“ durch einen heftigen Sturm getrennt, der das Schiff so übel zurichtete, daß es mastenlos kaum den Hafen von Chioggia erreichte. wo sie sieben Wochen verweilen mußte, um ausgebessert zu werden. Natterer benützte diese unfreiwillige Muße zu Ausflügen auf der Insel. Die „Austria“‘ hatte indessen ihre Reise fortgesetzt und war im Juli 1817 in Brasilien angelangt. Die ausgebesserte Fregatte „Augusta“ setzte von Chioggia aus am 31. Mai wieder ihre Reise fort, begab sich nach Gibraltar, erwartete dort bis 1. September das portug. Linienschiff „Joao“ mit der kaiserlichen Braut, während welcher Zeit N. die Südspitze Spaniens naturwissenschaftlich durchforschte, worauf dann die Reise ununterbrochen fortgesetzt und am 5. November 1817 in der Bai von Rio Janeiro gelandet wurde. Nun war die ganze Expedition an dem Ausgangspuncte ihrer Bestimmung vereinigt. Als man nun zur eigentlichen Ausführung schritt, zeigte es sich als nothwendig und zweckmäßig, daß sich die ganze Expedition in mehrere Partien theile, um nur einigermaßen der ihr gestellten Aufgabe: das ungeheuere, zwischen dem 37. und 73. Grade westlicher Länge und 4. Grade nördlicher und 33. Grade südlicher Breite gelegene amerikanische Kaiserthum naturwissenschaftlich zu durchforschen, gerecht zu werden. Der Expedition waren anfänglich zwei Jahre Zeit zu diesem Zwecke festgesetzt worden. Professor Mikan kehrte aber schon Anfangs Juni 1818 mit den Malern Ender und Buchberger nach Europa zurück. Mikan brachte den ersten Haupttransport der bis dahin gesammelten Objecte mit, Maler Ender konnte das Klima nicht [98] vertragen, Buchberger hatte einen unglücklichen Sturz gethan, an dessen Folgen er auch bald nach seiner Rückkehr nach Europa starb. Dr. Pohl kehrte im April 1821 nach Europa zurück, und einige Wochen später folgte ihm Hofgärtner Schott, so daß nur mehr Natterer mit dem Hofjäger Sochor zurückblieben. Natterer blieb bis 1836, also noch achtzehn Jahre, in Brasilien, während welcher Zeit er dieses merkwürdige, an Naturschönheiten so reiche Land in den verschiedensten Richtungen bereiste, und eine solche Menge von den merkwürdigsten Naturobjecten zusammenbrachte, wie sie kaum ein anderer Naturforscher vor und nach ihm aufweisen dürfte. Seine Reisen in dieser Zeit lassen sich in zehn Abschnitte theilen. Die erste Reise vom November 1817 bis November 1818 beschränkte sich auf die Umgebungen von Rio Janeiro; die zweite Reise von November 1818 bis März 1820 erstreckte sich über den District von Ilha grande an der Ostküste und einen Theil der Provinz San Paulo; auf der dritten Reise, welche vom Juli 1820 bis Februar 1821 währte, besuchte er den östlichen Theil von San Paulo bis nach Curitiba. Diese Reise erlitt eine Störung, weil ihm der Gesandte bedeutete, daß er nunmehr nach Europa zurückkehren solle. Dagegen erhob N. Einwendungen, welche in der Erklärung gipfelten, im äußersten Falle auf eigene Kosten und Gefahr bleiben zu wollen, um die bereits entworfenen Pläne größerer Reisen auszuführen. Die vierte Reise begann im Februar 1821 und währte bis September 1822, auf derselben reiste N. von Ypanema aus in die noch nicht besuchten Theile der Provinzen San Paulo und Rio Janeiro. Nachdem von Wien aus mittlerweile die Bewilligung zu fernerem Verbleiben und die nöthigen Geldmittel angelangt waren, trat N. im October 1822 die fünfte Reise an und besuchte den Landstrich bis nach Cuyaba und die Provinz Mattogrosso, wo er im December 1824 eine kurze Rast machte und im Jänner 1825 die sechste Reise antrat. Auf dieser ging er von Caissara nach Villa bella Citade de Mattogrosso, machte nach längerem Aufenthalte daselbst einen Ausflug nach S. Vincente, wo der Jäger Sochor an einem bösartigen Fieber erkrankte und demselben auch erlag. Darauf wurde auch Natterer von dem Fieber ergriffen, an dem er lange litt, so daß er erst im Juli 1829 die siebente Reise antreten konnte; auf dieser mit Schwierigkeiten aller Art verbundenen Reise durchforschte N. die Ufergegenden längs dem Flusse Guaporé und Madeira bis Villa Borba. Die achte Reise unternahm N. im Juni 1830, sie währte bis zum Beginne des folgenden Jahres, N. befuhr auf derselben den Amazonenstrom und den Rio negro bis S. Jose de Marabitana, dann beschiffte er die Flüsse Xié, Icanna und Vaupé bis zu ihren Fällen und kehrte auf dem Flusse Rio negro nach Barcellos zurück. Die neunte Reise, die längste von allen – sie währte vom August 1831 bis 1834 – ging durch die brasilianische Provinz Guyana auf dem Rio Branco bis zum Fort S. Joaquim an der Grenze von Englisch-Guyana. Auf der im Jahre 1835 angetretenen zehnten Reise wollte N. noch die große Provinz Pará besuchen und seine Tour über die Provinzen Maranhan, Rio grande, Parahiba und Pernambuco ausdehnen; aber der in Pará ausgebrochene Bürgerkrieg unterbrach das Unternehmen; Natterer verlor bei der Besetzung und Plünderung der Stadt [99] Pará durch die eingebornen Insurgenten fast seine ganze Habe und ferner die bedeutende Sammlung der für die kaiserliche Menagerie bestimmten lebenden Thiere, welche von den Aufständischen getödtet und zum Theile, der darunter befindliche schöne Tapir sofort, verzehrt wurde. Am 15. September 1835 schiffte sich N. auf einem englischen Regierungsschiffe nach Europa ein und kehrte nach achtzehnjähriger Abwesenheit über London am 13. August 1836 nach Wien zurück. Um einen Begriff von der großartigen Thätigkeit, welche N. während seines Aufenthaltes in Brasilien entwickelte, zu geben, folgt hier eine numerische Uebersicht der durch ihn in den verschiedenen Transporten nach Europa geschickten Naturproducte. Sie umfassen 1146 Exemplare Säugethiere; 12.293 Ex. Vögel; 1678 Ex. Amphibien; 1621 Ex. Fische; 23.825 Ex. Insecten; 409 Ex. Crustaceen; 1024 Ex. Mollusken, darunter 73 mit Thieren in Weingeist; 1729 Gläser mit Helminten (Eingeweidewürmer); 192 Stück Schädel; 42 anatomische Präparate; 125 Eier; 242 Packete Samenproben; 430 Stück Mineralien; 216 Stück Münzen; 147 Holzproben und 1492 Stück ethnographische Gegenstände, als Gewänder, Geräthschaften, Waffen u. s. w. südamerikanischer Ureinwohner nebst etwa sechzig Sprachproben der letzteren. Nach seiner Rückkehr trat N. bei dem kaiserlichen Naturaliencabinete als Custos-Adjunct ein und erhielt eine Gehaltszulage. Nun schritt er an die Bearbeitung eines Theiles der reichen, von ihm nach Europa geschickten Materialien, und zwar zunächst an die Vorarbeiten zu einem kritischen Werke über die gesammte Ornithologie. Zu diesem Zwecke unternahm er noch zwei Reisen in Europa, die erste im Jahre 1838 durch Norddeutschland, Dänemark, Schweden und Rußland; die zweite im Jahre 1840 durch Süddeutschland, Frankreich, England und Holland, überall besuchte er die Museen und knüpfte Tauschverbindungen an. Ehe er aber sein großes ornithologisches Werk im Manuscripte vollendet, machte ein wiederholter Blutsturz seinem Leben ein plötzliches Ende. Er starb, 56 Jahre alt, zu Wien. Seine in Handschrift hinterlassenen Arbeiten, nebst seinen im kaiserlichen Naturaliencabinete aufbewahrten Privatsammlungen, Bibliothek und Tagebüchern gingen bei dem Brande des Naturaliencabinetes in den Octobertagen 1848 zum größten Theile zu Grunde. Durch seinen plötzlichen Tod unterblieb auch die im Vereine mit Professor Andreas Wagner in München beabsichtigte Bearbeitung der brasilianischen Säugethiere. So sind denn von Natterer’s Arbeiten nur zwei Abhandlungen, beide in den eingegangenen „Annalen des Wiener Museums“ abgedruckt, bekannt, und zwar eine in Gemeinschaft mit Fitzinger [Bd. IV, S. 258] bewerkstelligte Untersuchung des von Natterer in Brasilien entdeckten Ichthyodeen Lepidosiren paradoxa und eine zweite über die südamerikanischen Krokodile. Durch Natterer’s vorschnellen Tod zerfielen die Erwartungen, welche man von den österreichischen Naturforschern der brasilianischen Expedition wissenschaftlicher Seits gehegt, beinahe in Nichts. Sie beschränken sich, im Hinblicke auf das großartige Materiale, welches gesammelt worden, auf nur einige wenige Publicationen, nämlich auf vier Hefte des von Mikan herausgegebenen Werkes: „Delectus Florae et Faunae Brasiliensis“, auf nur ein Heft von Schreibers „Fauna Brasiliensis“, auf eine Beschreibung des Dr. Pohl [100] seiner brasilianischen Reise, deren wissenschaftlicher Werth jedoch von Fachmännern in Frage gestellt wird; auf eine von Heckel geschriebene Abhandlung über die von Natterer entdeckten neuen brasilianischen Fische und in jüngster Zeit auf August von Pelzeln’s „Abhandlung zur Ornithologie Brasiliens. Resultate von Natterer’s Reisen in den Jahren 1817 bis 1835“. Auch die von Natterer gesammelten ethnographischen Gegenstände sind – wenigstens bis vor kurzer Zeit – noch nicht aufgestellt, sondern in Kisten verpackt und noch ihrer für die Wissenschaft so wichtigen Verwerthung durch eine entsprechende Aufstellung entgegensehend. So sind Natterer’s bedeutende Verdienste im Vaterlande, wenige Fachmänner ausgenommen, im Dunkel geblieben. Während man in der Fremde seinen Namen als Naturforscher kannte und ehrte, war derselbe im Vaterlande nur im kleinsten Kreise bekannt. Erst in neuester Zeit, welche auch nach dieser Seite hin aufräumt, Licht in manches Dunkel bringt und manches Vergessene aus dem Staube und Moder der Vergangenheit zu neuem Leben emporzieht, kommt Natterer’s Name zu verdienten Ehren. Aus seinem wissenschaftlichen Briefwechsel, der sich in den Händen seines Schwiegersohnes befindet, erhellet aber, wie sein Name in den naturforschenden Kreisen des Auslandes zur Zeit, als er noch lebte, in Ehren gestanden. In seiner Correspondenz befinden sich Briefe von Baér, Lucien Bonaparte, Brandt, Lamarrepiquot, Liechtenstein, Menetrier, von dem Prinzen von Neuvied, Quérin-Menéville und Anderen, die in zweifelhaften Fällen an seine Autorität appelliren und ihm als dem Manne vom Fach jene Achtung bezeugen, welche die Wissenschaft nur wieder der Wissenschaft zuzuerkennen pflegt. Zum Schlusse sei noch erwähnt, daß ihm die Universität in Heidelberg noch während seines Aufenthaltes in Brasilien das philosophische Doctor-Diplom „honoris causa“ zu erkannte und daß ihn viele ausländische naturwissenschaftliche Gesellschaften, so unter anderen die Senkenberg’sche in Frankfurt am Main, jene in Berlin, die Société Cuvèrenne in Paris unter ihre Mitglieder aufnahmen, letzterer gehörte er als membre fondateur an. Natterer hatte sich in Brasilien verheirathet, und zwar zu Barcellos am Rio negro mit Maria do Rego. Jedoch die Gattin nebst zweien ihrer Kinder war bald nach ihrer Ankunft in Europa dem ungewohnten Klima erlegen. Nur die älteste, in den Wildnissen bei Barra da Rio negro geborne Tochter Gertrude blieb am Leben und ist die Gattin des Herrn Julius Schröckinger Ritter von Neudenberg, der das Andenken an seinen verewigten Schwiegervater in einer ausführlicheren Lebensskizze, aus welcher zum Theile die vorstehenden Mittheilungen geschöpft sind, auffrischte.

Wiener Zeitung (kl. Fol.) 1843, Nr. 174: „Nekrolog“. – Oesterreichische National-Encyklopädie von Gräffer und Czikann (Wien 1835, 8°.) Bd. IV, S. 24, und Bd. VI, S. 565. – Verhandlungen des zoologisch-botanischen Vereins in Wien (Wien, 8°.) V. Jahrgang (1855), Abhandlungen S. 727: „Zur Erinnerung an einen österreichischen Naturforscher“. Von Julius Schröckinger Ritter von Neudenberg [Natterer’s Schwiegersohn]. – Die Sonntagsblätter (Wien, bei Pfautsch, 8°.) II. Jahrg. (1843), S. 651. – Oesterreichischer Zuschauer, herausg. von Ebersberg (Wien, 8°.) Jahrgang 1837, S. 1352 [nach diesem geb. am 7. November 1786]. – Meyer (J.), Das große Conversations-Lexikon für die gebildeten Stände (Hildburghausen, Bibliographisches Institut, gr. 8°.) Bd. XXII, S. 1159. – Vaterländische Blätter [101] für den österreichischen Kaiserstaat (Wien, A. Strauß, 4°.) Jahrgang 1818 bis Ende 1820 [enthalten seine Reiseberichte]. – Conversationsblatt. Zeitschrift für wissenschaftliche Unterhaltung (Wien, Gerold, gr. 8°.) III. Jahrg. (1821), Bd. II, S. 506: „Bemerkungen eines reisenden Naturforschers über das k. k. Naturaliencabinet in Wien“. – Bemerkenswerth ist es, daß weder das Brockhaus’sche Conversations-Lexikon noch die von Dr. Hoefer sonst mit so viel Umsicht redigirte Nouvelle Biographie générale, die doch eines jeden noch so kleinen Franzosen gedenkt, einen Naturforscher und Reisenden von Natterer’s Bedeutung in ihre Namenreihe nicht aufgenommen hat.