BLKÖ:Rebell, Joseph

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Rebiček, Joseph
Band: 25 (1873), ab Seite: 78. (Quelle)
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Rebell, Joseph (Director der k. k. Belvedere-Gemäldegallerie und Landschaftsmaler, geb. zu Wien 11. Jänner 1787, gest. zu Dresden 18. December 1828). Sein Vater war ein unbemittelter Kleidermacher in Wien. Der Sohn zeigte in früher Jugend Talent für die Kunst, besuchte auch die k. k. Akademie der bildenden Künste in Wien, arbeitete aber zunächst im Architerturfache und kam als Bauzeichner zu dem Wiener Architecten Montoyer. Jedoch sagte ihm dieses Gebiet der Kunst wenig zu und so benützte er anfänglich die Muße, später aber seine ganze Zeit, um sich seinem Lieblingsfache, der Landschaftsmalerei, zuzuwenden, und hatte das Glück, darin die Leitung eines in diesem Fache ausgezeichneten Künstlers, des Malers Wutky, zu genießen. Die französische Invasion im Jahre 1809 veranlaßte ihn zu einer Reise in die Schweiz und von dort nach Mailand, wo er einen Theil des Jahres 1810 und das Jahr 1811 zubrachte. Daselbst erhielt er mancherlei Aufträge, und deren auch von Eugen Beauharnais, damaligen Vicekönigs von Italien, und von dessen kunstsinniger Gemalin, die ihn auch später, als er nach Neapel kam, vielfach beschäftigte. In Neapel arbeitete R. während der Jahre 1813, 1814 und 1815. Die politischen Stürme, welche über das Königreich hereinbrachen, bewogen ihn, Neapel zu verlassen, und nun begab er sich nach Rom, wo er ununterbrochen und vielbeschäftigt bis zum Jahre 1824 arbeitete. Als Kaiser Franz im Jahre 1819 Italien besuchte und bei dieser Gelegenheit die in Rom anwesenden deutschen Künstler im Palazzo Caffarelli auf dem Capitol eine eigene Ausstellung veranstalteten, zogen Rebell’s Landschaften die Aufmerksamkeit des Monarchen auf sich, der nun auch bei dem Künstler einige Bestellungen machte. Der Kaiser, der, wie es bekannt, bedeutende Menschen, welche ihm auf seinem Lebenswege begegneten, nicht wieder vergaß, behielt auch den Landschaftsmaler Rebell im Gedächtnisse. Durch Füger’s schon im Jahre 1818 erfolgten Tod war die Directorstelle der kais. Belvedere-Gallerie in Wien erledigt und noch immer unbesetzt geblieben, da erhielt im Jahre 1824 Rebell, ohne sich darum beworben zu haben, dieselbe zugleich mit jener eines Schloßhauptmanns, zu welchem Posten schon Mehrere von sehr einflußreicher Seite empfohlen waren. Leider war es dem wackeren Künstler nur kurze Zeit gegönnt, [79] auf diesem Posten zu wirken, auf welchem es in der That eines ebenso tüchtigen Künstlers als eines ordnenden Geistes bedurfte. Auf einer Erholungsreise, die er im Herbst 1828 nach Dresden unternommen, überfiel ihn ein Leiden, dessen Keim er schon Jahre lang in sich getragen haben mochte und das ihn nach achtwöchentlichem Krankenlager im Alter von erst 42 Jahren dahingerafft. Was ihn als Künstler betrifft, so ist er unter den Landschaftsmalern seiner Zeit einer der bedeutendsten; sein langjähriger Aufenthalt in Italien verlieh seinem Pinsel eine seltene Gluth. Seine Marinen, seine Küstenlandschaften in verschiedenster Beleuchtung, bei Tag, bei Nacht, im goldenen Strahle der Sonne, im zaubervollen Scheine des Mondes, in der Ruhe der Natur oder bei tobenden Elementen, immer fesseln sie das Auge des Beschauers, und je länger der Blick darauf verweilt, er wird immer neue Schönheiten darin entdecken. Die Wahrheit der Natur wurde unter seinem Pinsel zum Ideale veredelt. Seine Leistungen als Galleriedirector, obwohl er zu kurze Zeit dieses Amt bekleidete, um durchgreifend wirken zu können, sind immerhin erwähnenswerth. Er sorgte zunächst für eine zweckmäßigere Aufstellung, mehrere größere Meisterwerke in den unteren Sälen, welche durch Vernachlässigung mitunter stark gelitten hatten, wurden restaurirt, in den eigentlichen Galleriesälen die Bilder mehr nach den Schulen und Meistern geordnet, durch angemessene Beseitigung störender Nachbarschaft hervorgehoben, in vorwärts bewegliche Rahmen gefaßt und durch Täfelung der Wände gesichert. Wäre in seinem Geiste von seinen Nachfolgern das von ihm Begonnene fortgesetzt worden, würden wohl nie die begründeten Klagen über eine Sammlung erhoben worden sein, welche zu den herrlichsten des Continents gehört. Schließlich sei noch bemerkt, daß, als seine Erkrankung in Dresden bekannt wurde, von dem Fürsten Metternich und dem Oberstkämmerer Grafen Czernin besondere, seine Pflege betreffende Aufträge ertheilt und die k. k. Gesandtschaft in Dresden mit eigenen Instructionen für die Bedürfnisse des Leidenden versehen worden. Hier folgt das nahezu vollständige Verzeichniß seiner Oelbilder und einiger seiner ziemlich seltenen Radirungen.

I. Uebersicht der Gemälde von Joseph Rebell (in chronologischer Folge). In den Klammern sind die jeweiligen Eigenthümer angegeben. In Wien gemalt 1810: „Ansicht von Ebersdorf“; – „Ansicht der Uebergangsbrücke der französischen Armee in die Lobau“, Nachtstück mit Mondbeleuchtung; – „Ansicht der Insel Lobau“, Tagstück; – „Ansicht der letzten Uebergangsbrücke“, alle vier Stück für den Prinzen Eugen Beauharnais in Mailand.
In Mailand 1811: „Ansicht der Stadt Como“; – „Castel Baravel auf dem Wege nach Como“; – „Code Lago bei Lugano“ alle drei für Fred. Artaria in Mailand. – „Ansicht der Stadt Como“. – „Ansicht der Stadt Lugano“.
In Rom 1812: „Ansicht von Salerno“. – „Ansicht von Baja“.
In Neapel 1813: „Der Nemi-See“. – „Palazzo reale von der Meeresseite. – „Palazzo reale, Hauptfaçade“. – „Palazzo di Portici mit dem Vesuv“. – „Palazzo la Favorita bei Portici“. – „Portici mit dem Golf von Neapel“.
1814: „Ansicht von der Chiaja gegen die Villa reale. – „Ansicht von Villa reale gegen das Castell del Uovo“. – „Strada nuova bei Posilipo“. – „Kapuzinerkloster bei Amalfi. Sturm“. – „Atrani bei Amalfi“ (die letztangeführten 13 Stück für Karoline Murat in Neapel). – „Küsten-Ansicht von Amalfi gegen Salerno“; – „Ansicht von Castel a Mare“; – „Das Kapuzinerkloster bei Amalfi. Sturm“; – „Villa reale gegen das Castell del Uovo“; – „Santa Lucia gegen das Castell del Uovo“ (für die Prinzessin von Wales nach London).
[80] 1815: „Ansicht von Neapel, Capo di monte“; – „Ansicht von Neapel, Posilipo“ (beide für Herrn Acourt, britischen Minister in Neapel). – „Ansicht von der Chiaja gegen den Vesuv“; – „Ansicht von der Chiaja gegen Posilipo (beide Eigenthum des Fürsten Jablonowski). – „Die Insel Capri, Sturm“; – „Ansicht von der Insel Capri, bei Sonnenuntergang“; – „Ansicht von der Insel Capri, bei Morgenbeleuchtung“ (beide für den russischen General Davidoff). – „Ansicht von dem Leuchtthurm zu Neapel“; – „Ansicht von der Chiaja gegen das Castell del Uovo“; – „Porto di San Lucia zu Neapel“; – „Ansicht von der Villa Reale gegen das Castell del Uovo“; – „Ansicht von der Chiaja gegen die Villa Reale“; – „Die Strada nuova in der Chiaja“ (die letzten sechs für den Fürsten Kaunitz, damals österreichischen Botschafter in Rom). – „Die Grotte Posilipo“ (für den Erzbischof Caperelatro in Neapel).
1816: „Ansicht bei Como gegen Torno“; – „Borgo di Vico bei Como“ (beide für den Grafen Schönborn nach Pommersfelden); – „Eremitage bei Como“. – „Alte Domkirche in Como“.
1817: „Ansicht von der Insel Ischia zu Lacco gegen den Vesuv“; – „Ansicht von der Insel Ischia alla Sentinella gegen Lacco“; – „Waldbach bei Piede di monte“. – „Terra di Lavoro“, zwei verschiedene Gemälde; – „Ansicht der Stadt Piede di monte“; – „Mühle zu Piede di monte“ (alle sechs Gemälde für den Herzog von Leuchtenberg). – „Kapuzinerkloster bei Amalfi. Sturm“; – „Ansicht von der Insel Capri gegen Ischia, Sonnenuntergang“ (beide für M. B. Reichl in München).
1818: „Ansicht bei la Cava gegen Monte Liberatore, Morgenbeleuchtung“; – „Ansicht von Neapel vom Capo di monte“; – „Küstenansicht bei Posilipo“; – „Scuola di Virgilio gegen den Vesuv“ (alle drei für M. B. Reichl in München). – „Ansicht von Atrani bei Amalfi, Marine“; – „Ansicht bei Porrici il forte della Granella, Sturm“; – „Wachtthurm bei Lacco auf der Insel Ischia“ (alle drei für Grafen Schönborn nach Pommersfelden). – „Ansicht von der Insel Ischia“ (für den Gall. Dir. v. Mannlich in München). – „Ansicht von der Insel Ischia bei Lacco“ (für Grafen Karl Rechberg in München). – „Hafenansicht von Portici la Granatella“ (für Herrn Klenze in München). – „La scuola di Virgilio bei Sonnenaufgang“; – „Ansicht von Amalfi. Sturm“ (beide für König Ludwig I. von Bayern).
1819: „Ansicht von der Insel Capri gegen den Vesuv“ (für den Grafen Joseph Eßterházy in Wien). – „Ansicht bei Vietri gegen Salerno, Marine“; – „Küstenansicht bei Posilipo“ (beide für die Herzogin von Devonshire). – „Torno bei Como“; – „Castel d’Ischia“ (beide für den österr. Consul Krause in St. Petersburg). – „Wasserfall bei dem Sybillentempel zu Tivoli“ (für den General Koller). – „Die Pliniana bei Como“ (für den Fürsten Grassalkowich). – „Ansicht der Insel Ischia vom Capo di Procida“ (für Professor Schaller in Wien). – „Eruption des Aetna“ (für Se. Majestät den Kaiser Franz). – „Meerbusen von Salerno mit den umschließenden Gebirgen und der Ansicht von Vietri“; – „Seesturm an der Grotte Foccia bei Neapel“; – „Portici bei Neapel mit dem rauchenden Vesuv im Hintergrunde“; – „Italienische Landschaft mit der Aussicht auf das Meer, bei Sonnenuntergang, im Vordergrunde tanzende Landleute“ (die letzten vier in der kais. Belvedere-Gallerie). – „Ansicht von dem Castell d’Ischia, Landschaft“; – „Die Insel Ischia vom Capo di Procida“; – „Ansicht der Insel gegen den Vesuv, Sturm“ (für den Fürsten Metternich). – „Eine Lavagrotte auf dem Vesuv“ (für Grafen Wrbna). – „Porta di San Giovanni gegen Frascati bei Rom“; – „Ansicht der Scuola di Virgilio, Mondschein und Sturm“ (die zwei letzten für Herrn Miesbach in Wien). – „Der Triumphbogen des Kaisers Hadrian bei Ancona, Sonnenuntergang“; – „Ansicht des Hafens bei Ancona im Mondschein“; – „Grotte bei Vietri“; – „Grotte bei Amalfi“ (die letzten vier für den Herzog von Leuchtenberg in München). – „Ansicht von Cetara an der Küste von Amalfi“; – „Ansicht der Insel Capri gegen den Vesuv“ (diese und die vorige für Herrn v. Klenze in München).
1820: „Die Scuola di Virgilio, bei Mondschein im Sturm“ (für General Davidoff in St. Petersburg). – „Ansicht der Stadt Neapel von dem Posilipo“; – „Ansicht der Stadt Neapel vom Capo di Monte“ (beide für Herrn Malzoff in Moskau). – „Der Palazzo della Regina Giovanni“ (für Herrn Sykes in London). – „Ansicht von Vietri gegen die Küste von Amalfi“; – „Ansicht der campi elisei, mare morte gegen [81] die Insel Ischia“. – „Der Arco di Foggia bei Fusaro. Sturm“; – „Die Porta la Granatella bei Portici“; – „Ansicht von Neapel della villa di Gallo“ (für die Kaiserin Karolina Augusta). – „Ansicht von Castel a mare“ (für Herrn Dr. Guldener in Wien). – „Die Scuola di Virgilio im Mondschein“ (für G. R. v. Bartoldy, preuß. Generalconsul in Rom). – „Ansicht von der Villa di Malta gegen Monte Cavallo); – „Ansicht aus der Villa di Malta gegen St. Pietro“ (beide für Herrn Byström in Rom). – „Ansicht von der Insel Capri“ (für Baron v. Brasch in Rom).
1821: „Ansicht von Neapel“ (für Frau Blum in Hamburg). – „Das Kapuzinerkloster bei Amalfi, Sturm“ (für Baron von Kniestädt in Karlsruhe). – „Ansicht von Cap Misene gegen Ischia“ (für Herrn Laboucher nach London). – „Ansicht von der Insel Capri, Sturm, Mondschein“ (für Minister Stein nach Frankfurt). – „Ansicht bei Pietri gegen Salerno, Sonnenaufgang, Sturm“; – „Ansicht von Procida, Mondschein, Sturm“; – „Der Palazzo della Regina Giovanni, Marine“ (die letzten drei für den Grafen Gourieff nach Paris). – „Grotte bei Sorrento“; – „Ansicht von der Insel Capri, Marine“ (beide für Herrn Oubril, russ. Minister in Neapel). – „Ansicht aus der Villa Testa zu Tivoli“ (für Herrn Sykes nach London). – „Ansicht von der Insel Capri gegen Ischia, Sturm“; – „Ansicht von dem Hafen von Castel a mare“ (beide für den Herzog Alba nach Paris). – „Ansicht del Fostile della Granatella a Portici, Sonnenuntergang, Sturm“; – „Ansicht bei Cap Misene gegen die Insel Ischia“; – „Ansicht der Küste a piano di Sorento, Marine“; – „Cetara an der Küste von Amalfi“; – „Scuola di Vergilio im Mondschein, Marine“; – „Ansicht von Pozzuolo mit dem Golfo di Baja und Ischia“ (die letzten vier für den Fürsten Löwenstein-Werthheim).
1822: „Ansicht von Capri gegen den Vesuv, Mondschein“ (für Franz Freih. v. Reden, hannover’schen Minister). – „Ansicht der Scuola di Virgilio, Mondschein“; – „Ansicht bei Vietri gegen Salerno, Sonnenaufgang, Sturm“ (beide für den Grafen Putbus nach Berlin). – „Ansicht von Neapel auf dem Wege zu dem Grabmale des Virgilius“; – „Ansicht von Procida“ (beide für den Geheimrath von Preuß nach Dresden). – „Ansicht von Subiaco, Regenlandschaft“; – „Die Mühle bei Subiaco“; – „Palazzo della Regina Giovanni, Marine“ (für Herrn Demidoff). – „Ponte Lupo bei Tivoli“ (für Frau Henriette v. Reden). – „Ansicht von Neapel von der Villa di Golfo“; – „Ansicht von Neapel auf dem Wege zu dem Grabmale Virgil’s“; – „Palazzo della Regina Giovanni, Marine“, verschieden von der obigen; – „Ansichten an der Küste von Posilipo“, zwei verschiedene Marinen; – „Scuola di Virgilio bei Mondlicht“; – „Scuola di Virgilio gegen die Insel Ischia, Sturm“; – „Punta di Posilipo gegen die Insel Nisida“ (die letzten acht für Freiherrn Rothschild in Neapel).
1823: „Furia d’Ischia, Marine“ (für Ritter v. Bartoldy, preuß. Generalconsul). – „Arco di Foccia an der Küste von Fusaro, Sturm“ (für die Gräfin Woronzow in St. Petersburg). – „Ansicht von Atrani bei Amalfi, Marine“; – „Scuola di Virgilio, im Hintergrunde der feuerspeiende Vesuv, Mondschein und Sturm“ (beide für den regierenden Fürsten Johann Liechtenstein nach Wien). – „Ansicht von Capri, Mondschein, Sturm“ (für Baron Paul v. Hahn nach St. Petersburg). – „Fortino della Granatella bei Portici, Sturm“; – „Ansicht des Hafens Castel a mare“; – „Hafen der Granatella bei Portici“ (beide für Herrn Sykes nach London). – „Ansicht von der Insel Capri, Landschaft“ (für den Fürsten Kinsky nach Prag). – „Ansicht von der Küste a piano di Sorento, Marine“ (für den Grafen Kinsky nach Prag). – „Küste a piano di Sorento, Marine“ (für den Oberst Peroffsky nach St. Petersburg). – „Neapel vom Capo di Monte“; – „Palazzo della Regina Giovanni, Marine“ (beide für den regierenden Herzog von Nassau). – „Der Arco di Foccia an der Küste von Fusaro, Sturm“ (für Herrn Basilewsky nach St. Petersburg).
1824: „Ansicht aus dem Golfo della Spezzia“ (für Frau Massaroni nach Rom). – „Ansicht von Neapel von dem Posilipo, Sonnenaufgang“ (für den österr. Botschaftsrath R. von Genotte). – „Ansicht der Stadt Como von der Seeseite“; – „Küste bei Castel a mare im Sturm“ (beide für Frau Karoline Fidanza in Rom). – „Ansicht der Insel Capri gegen den Vesuv, Mondschein, Sturm“ (für die Fürstin Rasumofsky in Wien). – „Ansicht aus der Villa Aldobrandini zu Frascati bei Rom“; – „Ansicht vom Comer-See [82] gegen Torno“; – „Cetara an der Küste von Amalfi im Sturm“; – „Ansicht von dem Hafen von Castel a mare gegen den Vesuv“ (die letzten vier für den Grafen Nikolaus Eßterházy nach Wien). – „Ansicht von der Insel Capri gegen den Vesuv, Mondschein und Sturm“; – „Ansicht von der Insel Capri, Sonnenaufgang, Sturm“ (beide für die Erzh. Maria Luise nach Parma).
In Wien 1825: „Ansicht von der Küste detta la Cocumella im Mondschein“; – „Capri im Sturm“ (dieses und das vorige für den Obersten Lwoff nach St. Petersburg). – „Mondscheinansicht der Küste von Sorento“ (für den Obersten Peroffsky nach St. Petersburg). – „Insel Capri gegen Ischia zu, im Sturm“ (für den Fürsten Gagarin).
1826: „Ansicht der Küste von Sorrento bei Mondbeleuchtung“. – „Ansicht von der Insel Capri. Sturm bei Sonnenaufgang“. – „Gegend von Subiaco bei Rom, im Regen“. – „Ansicht von der Insel Capri. Nächtlicher, Sturm“. – „Mühle“.
1827: „Ansicht von dem Leuchtthurm bei Neapel“, Nachtstück; – dieselbe, bei Tagessturm (beide für Alois von Miesbach in Wien). – „La Cocumella bei Sorrento, bei Nacht“. – „Der Golf von Salerno“ (für die Gräfin Starhemberg in Wien). – „Šubiaco. Regenlandschaft“ (für den Grafen Hunyadi in Wien). – „Ansicht von Victri gegen Salerno“.
1828: „Ansicht von Amalfi, im Golfo di Salerno, Sonnenaufgang“. – „Ansicht von Vico, an der Küste von Sorrento, Morgenbeleuchtung“. – „Ansicht des Arco di Foccia, an der Küste von Fusaro. Sturm bei Mondbeleuchtung. – „Ansicht bei S. Ferenzio im Golfo della Spezzia. Fischzug bei Abendbeleuchtung“. – „Ansicht an der Meeresküste zwischen Lerici und S. Ferenzio, im Golfo della Spezia. Mittagsbeleuchtung“. – „Ansicht von Atrani bei Amalfi im Golfo di Salerno. Morgenbeleuchtung“. – „Ansicht einer Capelle bei La Cava auf dem Wege nach dem Kloster della Trinita. Mittagsbeleuchtung“. – „Andere Ansicht bei La Cava. Abendbeleuchtung“.
Außerdem hat er im Auftrage Sr. Ma]. des Kaisers Franz einen Cyclus von zwölf Donaulandschaften für die kaiserlichen Schlösser Weinzierl und Persenbeug zu malen begonnen, von welchem er jedoch leider nur die Hälfte ganz vollendet hat. Der Tod vereitelte die vollständige Ausführung. Auch sind von Rebell einige sorgfältig radirte Landschaftsblätter bekannt, von denen mehrere bei F. X. Stöckl in Wien erschienen sind, darunter: „Ansicht von Mödling gegen die Herzogsburg. Mit Figuren“ (Qu. Fol.); – „Der Donaustrudl“ (Qu. Fol.); – „Der Wasserfall bei Schladming in Oberösterreich“ (Qu. Fol.); – „Monte reale presso Palermo“ (Qu. Fol.); – „Eine andere Ansicht bei Palermo“ (Qu. Fol.); – „Heroische Landschaft mit Schäfer und Schafheerde“, 1807 (Qu. Fol.); – „Berglandschaft mit einem Flusse, rechts im Vordergrunde ein liebendes Paar“ (Ou. Fol.); – „Vier italienische Landschaften“, welche Gegenstücke bilden (Qu. Fol.). Von diesen Blättern sind, jedoch selten, reine Aetzdrucke, dann Abdrücke vor der Schrift, auch Abdrücke auf blauem Papier und weiß gehöhte, vorhanden.
II. Zur Biographie Joseph Rebell’s. Abend-Zeitung. Von Theodor Hell (Dresden, 4°.) 1820, Artistisches Notizenblatt Nr. 24. – Erneuerte vaterländische Blätter für den österreichischen Kaiserstaat (Wien, 4°.) Jahrg. 1817, Intelligenzbl. Nr. 10. – (Hormayr’s) Archiv für Geschichte, Statistik, Literatur und Kunst (Wien, 4°.) XIV. Jahrg. (1823), S. 339; XX. Jahrg. (1829), Nr. 30. – Die Künstler aller Zeiten und Völker. Begonnen von Prof. Fr. Müller, fortgesetzt von Dr. Karl Klunzinger (Stuttgart 1860, Ebner u. Seubert, gr. 8°.) Bd. III, S. 320. – Kunst-Blatt (Stuttgart, Cotta, 4°.) 1820, S. 263; 1829, S. 87: „Dem Andenken des zu Dresden verstorbenen k. k. Galleriedirectors Rebell aus Wien“. – Meyer (J.), Das große Conversations-Lexikon für die gebildeten Stände (Hildburghausen, Bibliogr. Institut, gr. 8°.) Zweite Abtheilung, Bd. V, S. 590. – Morgenblatt (Stuttgart, Cotta, 4°.) Nr. 304, S. 1216: „Correspondenz aus Rom“. – Nagler (G. K.Dr.), Neues allgemeines Künstler-Lexikon (München 1839, E. A. Fleischmann, 8°.) Bd. XII, S. 331. – Neuer Nekrolog der Deutschen (Weimar, B. Fr. Voigt, kl. 8°.) VI. Jahrg. (1828), Theil II, S. 859. – Oesterreichische National-Encyklopädie von Gräffer und Czikann (Wien 1837, 8°.) Bd. IV, S. 355. – Oesterreichisches Archiv für Geschichte, Erdbeschreibung u. s. w. (Fortsetzung des Hormayr’schen). Redigirt von J. W Ridler und Veith (Wien, 4°.) II. Jahrg. (1832), Nr. 151. – Raczynski, Geschichte der neuen deutschen Kunst, Bd. II, [83] S. 627. – Wigand’s Conversations-Lexikon (Leipzig, O. Wigand, gr. 8°.) Bd. XI, S. 410. – Zuschauer, herausg. von J. S. Ebersberg (Wien, 8°.) 1837, Bd. IV, S. 1544, im „Rückblick in die Vergangenheit“ [mit der irrigen Angabe, daß er im Jahre 1823 – statt 1828 – gestorben].