BLKÖ:Szabó, Johann (I.)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 41 (1880), ab Seite: 119. (Quelle)
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14. Johann (I.) Szabó (geb. in Ungarn 27. Jänner 1767, gest. am 16. März 1858). Entstammt der ungarischen Adelsfamilie Szabó von Jakabfalva. Nachdem er die theologischen Studien zu Pest beendet hatte, wurde er am 2. Jänner 1791 für Siebenbürgen zum Priester geweiht. Er trat zunächst als Hilfspriester in Maros-Vásárhely in die Seelsorge, vertauschte aber diese Stelle bald mit der eines Erziehers in der Familie des Grafen Eszterházy. Nach mehrjähriger Thätigkeit daselbst kam er als Professor des Kirchenrechtes an das Lyceum in Karlsburg, von da aber als Pfarrer nach Klausenburg, wo er später zur Domherrn, und Propstwürde aufstieg. Auch wurde er seiner priesterlichen Gediegenheit wegen im Jahre 1819 vom dortigen Gubernium zum Rath und Referenten in der katholischen Commission ernannt, und er führte in gewissenhaftester Pflichterfüllung dieses Amt 28 Jahre lang, bis 1847, wo ihm die Alters halber erbetene Enthebung von demselben gewährt wurde. Szabó, der auch als ausgezeichneter Kirchenredner gerühmt wird, war in seinem Berufe, namentlich auf homiletischem Gebiete, schriftstellerisch thätig. Mehrere seiner geistlichen Vorträge sind in dem von Emerich Szalay herausgegebenen Sammelwerke „Egyházi beszédek gyüjteménye“, d. i. Sammlung geistlicher Reden, erschienen. Seine vollständigen Kirchenreden, mit seinen Sonntags-Homilien an der Spitze, kamen in Karl Veszely’s Sammelwerk „Erdélyi katholikus hitszónak“, d. i. Siebenbürgische katholische Prediger (Klausenburg 1863, Stein, gr. 8°.) heraus. Seine übrigen kirchlichen Schriften wurden von dem Weltpriester Vitos gesammelt und zu Klausenburg durch den Druck veröffentlicht. Unter denselben befindet sich auch sein bedeutendstes Werk „Természet és Religio“, d. i. Natur und Religion. [Religio (Pesther Kirchenblatt, 4°.) 1858, Nr. 46 und 47: „Das Andenken des Johann Szabó aus Siebenbürgen“.] –