BLKÖ:Załuski-Junosza-Thabasz, Michael Karl

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 59 (1890), ab Seite: 124. (Quelle)
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14. Michael Karl (geb. 24. Februar 1827). Der älteste Sohn des Grafen Karl Theophil und der Fürstin Amalie Kozielsk-Ogińka und Bruder des Karl Bernhard und Irenäus. In der theresianischen Ritterakademie zu Wien 1840–1846 erzogen, bildete er besonders sein Sprachtalent aus und betrieb fleißig Latein und Geschichte. Im Herbst 1846 trat er als Cadet in das Regiment Fiquelmont-Dragoner Nr. 6, wurde bald Officier und 1855 Rittmeister. 1856 kam er als Adjutant zu dem damals in Venedig weilenden Regimentsinhaber Grafen Fiquelmont, der ihn bei Abfassung seiner Memoiren in Anspruch nahm. Der Tod des Generals unterbrach leider diese wichtigen Aufzeichnungen. Nachdem Graf Załuski noch die Leiche seines Inhabers nach Teplitz gebracht hatte, rückte er 1857 zum Regimente ein und übernahm das Commando einer Schwadron. Im folgenden Jahre riefen ihn Familienverhältnisse nach Petersburg, als aber 1859 der Krieg gegen die Franco-Sarden ausbrach, kehrte er sofort zu seinem Regimente zurück. In der Schlacht bei Solferino, 24. Juni 1859, bewährte dasselbe seinen alten Ruhm. Mitten im Kampfe war Rittmeister Kamptz an der Spitze seiner Schwadron schwer verwundet und kampfunfähig geworden. Rittmeister Graf Załuski, infolge seines Urlaubs [126] überzählig und ohne Schwadron, übernahm sofort das Commando und führte die Truppe gegen den Feind. Im Verlauf des Gefechtes verlor er sein Pferd unterm Leibe. Nach abgeschlossenem Frieden trat er mit Majorscharakter aus der activen Armee und übernahm die Verwaltung seiner Güter in Galizien und Russisch-Polen. Zu diesen gehört auch das unweit Dukla in Galizien gelegene Mineralbad Iwonitz, das der Graf aus dem primitiven Zustande, in welchem er es vorgefunden, zu einem starkbesuchten Curorte hob. [Thürheim (Andreas Graf), Licht- und Schattenbilder aus dem Soldatenleben und der Gesellschaft (Prag und Teplitz 1876, Dominicus, 8°.) S. 59.] –