BLKÖ:Zichy-Vásonykeő, Karl II. Graf

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 60 (1891), ab Seite: 9. (Quelle)
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30. Karl II. Graf Zichy-Vásonykeő (geb. 20. Juni 1778, nach Anderen 1779, gest. zu Ofen 15. December 1834). Der zweitgeborene Sohn des Grafen Karl I. aus dessen Ehe mit Anna Maria Gräfin Khevenhüller-Metsch, erstieg er, für den Staatsdienst erzogen, unter dem omnipotenten Einfluß seines Vaters, den er nur um acht Jahre überlebte, in rascher Folge die höchsten Würden, wurde königlich ungarischer Schatzmeister, Präsident der ungarischen Hofkammer und Obergespan der Wieselburger Gespanschaft; auch erhielt er die Würde eines geheimen Rathes. Er war dreimal vermält: seit 8. September 1800 mit Francisca, geborenen Gräfin Eszterházy, die er, nachdem sie ihm einen Sohn, den Grafen Paul, am 8. August 1802 geboren, nach kaum vierjähriger Ehe durch den Tod verlor; seit 4. September 1806 mit Julie Gräfin Festetics [Nr. 28]; seit 3. August 1819 mit Maria Crescentia geborenen Gräfin Seilern (geb. 13. Mai 1799, gest. 30. Juli 1875), die ihn um 41 Jahre überlebte, sich nach seinem Tode am 4. Februar 1836 mit dem von der Nation mit dem Ehrentitel „der große Ungar“ benamseten Patrioten Stephan Grafen Széchényi wieder vermälte und auch diesen (gest. 8. April 1860) noch um fünfzehn Jahre überlebte, da sie erst im Alter von 76 Jahren starb. Seine zweite Gattin schenkte ihm sieben Kinder: zwei Töchter und fünf Söhne, seine dritte: drei Töchter und vier Söhne, sämmtlich aus der Stammtafel ersichtlich. Von den Söhnen pflanzten nur Hermann, Otto und Rudolf diesen II. Zweig der Karlsburger Linie fort und bildeten die noch heute blühenden drei Nebenzweige dieser Hauptlinie.