Bekanntmachung, betreffend den Befähigungsnachweis und die Prüfung der Maschinisten auf Seedampfschiffen der deutschen Handelsflotte. Vom 7. Januar 1909 / Anlagen

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Titel: Bekanntmachung, betreffend den Befähigungsnachweis und die Prüfung der Maschinisten auf Seedampfschiffen der deutschen Handelsflotte. – Anlagen.
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Rechtsmaterie:
Fundstelle: Deutsches Reichsgesetzblatt Band 1909, Nr. 4, Seite 225–246
Fassung vom: 7. Januar 1909
Ursprungsfassung:
Bekanntmachung: 15. Januar 1909
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Inhaltsverzeichnis


[225]

Anlage I. Gegenstände der Prüfung zum Maschinisten IV. Klasse.[Bearbeiten]

* A. Sprache.[Bearbeiten]

Deutsche Sprache: Erstattung einer Anzeige über einen Vorgang aus dem Dienstkreis eines Maschinisten IV. Klasse. Die Arbeit muß sowohl dem Inhalt als auch dem Ausdrucke nach genügen.
Die Landesregierungen können in einzelnen Fällen aus besonderen Gründen die gleiche Kenntnis einer anderen Sprache für genügend erklären.

B. Technik.[Bearbeiten]

1. Maschinenlehre.[Bearbeiten]

Benennung, Zweck und Bauart der einzelnen Kessel- und Maschinenteile und der wichtigsten Rohrleitungen.

Gebräuchlichste Schiffskessel- und Maschinenarten und ihre einzelnen Teile. Im besonderen: Kesselarmatur, Speise- und Sicherheitsvorrichtungen. Zylinder mit Garnitur. Schieber. Kolben. Kolbenstangen. Kreuzköpfe. Pleuelstangen. Wellen mit Lagern. Gebräuchlichste Kulissen- und Lenkersteuerungen. Exzenter, Kulissen, Lenker. Einfachste Umsteuerungsapparate. Kondensatoren mit Garnitur. Luft-, Zirkulations-, Speise- und Lenzpumpen. Einfache Dampfspeisepumpen. Injektoren. Ejektoren. Pulsometer. Rohrleitungen. Absperrventile. Drosselklappen. Wassersammler und Entwässerungsvorrichtungen. Propeller: Schaufelräder und Schrauben. Dampfwinden. Weg und Arbeitsweise des Dampfes.

2. Maschinenbetrieb.[Bearbeiten]

Untersuchung von Kessel und Maschine auf ihre Brauchbarkeit. Verpackungsarbeiten. Dampfaufmachen. Probieren der Kesselarmaturen. Liegen unter Dampf. Anwärmen und Anlassen der Maschine. Wasserschlag. Fahren unter Dampf. Maschinenmanöver und ihre Einwirkung auf die Höhe des Wasserstandes und den Betrieb der Kessel. Behandlung der Kesselfeuer. Messen des Salzgehalts. Verhalten bei hohem Salzgehalt und hohem Dampfdrucke. Salzabblasen. Überkochen. Verhalten bei Wassermangel. Anlassen von [226] Injektoren und Hilfspumpen. Einfluß der Schmiermaterialien auf die inneren Teile der Kessel und Maschinen. Reinigen und Instandhalten der Kessel und Maschinen.

3. Reparaturen.[Bearbeiten]

Beschreibung kleinerer Reparaturen, soweit sie mit Bordmitteln ausführbar sind: Abdichten geplatzter Feuerrohre, Auswechseln der Rohre. Abbohren von Rissen. Nachstemmen von Nähten und Nieten. Umlegen von Schellen um Flanschen. Nachpassen von Lagern und Gleitflächen. Nachschleifen von Ventilen und Hähnen. Auswechselung der Kuppelungsbolzen. Aufräumungs- und Instandsetzungsarbeiten bei leichten Maschinenschäden. Behandlung eingefrorener Rohrleitungen und Maschinenteile. Einstellung der Maschine auf den Totpunkt und Regulieren des Schiebers auf bestimmtes Voröffnen.

4. Gesetzliche Bestimmungen.[Bearbeiten]

Gesetzliche Bestimmungen und Revisionsvorschriften, welche zur Sicherheit des Betriebs der Schiffsdampfkessel erlassen sind.
Unfallverhütungsvorschriften der Seeberufsgenossenschaft, soweit sie sich auf Kessel und Maschinen beziehen. [227]


Anlage II. Gegenstände der Prüfung zum Maschinisten III. Klasse.[Bearbeiten]

* A. Sprache.[Bearbeiten]

Deutsche Sprache: Erstattung einer Anzeige über einen Vorgang aus dem Dienstkreis eines Maschinisten III. Klasse. Die Arbeit muß sowohl dem Inhalt als dem Ausdrucke nach genügen.

* B. Rechnen.[Bearbeiten]

Grundrechnungsarten mit gewöhnlichen und Dezimalbrüchen. Einfache Regeldetri. Prozentrechnung. Berechnung des Inhalts einfachster Flüchen und Körper nach gegebenen Formeln.

* C. Skizzieren.[Bearbeiten]

Aufmessen und Skizzieren ganz einfacher Kessel- und Maschinenteile.

D. Technik.[Bearbeiten]

1. Maschinenlehre.[Bearbeiten]

Benennung, Zweck und Bauart der einzelnen Kessel- und Maschinenteile, einschließlich der Hilfsmaschinen. Rohrleitungen.

Gebräuchlichste Schiffskessel- und Maschinenarten und ihre einzelnen Teile. Im besonderen: Kesselarmatur. Speise- und Sicherheitsvorrichtungen. Befestigung der Kessel und Maschinen im Schiffe. Zylinder mit Garnitur. Schieber. Kolben. Kolbenstangen. Kreuzköpfe. Pleuelstangen. Wellen mit Lagern. Gebräuchlichste Kulissen- und Lenkersteuerungen. Exzenter, Kulissen, Lenker, Umsteuerungsapparate. Kondensatoren mit Garnitur. Luft-, Zirkulations-, Speise- und Lenzpumpen. Einfache Dampfspeisepumpen. Injektoren. Ejektoren. Pulsometer. Rohrleitungen. Absperrventile. Drosselklappen. Wassersammler und Entwässerungsvorrichtungen. Propeller: Schaufelräder und Schrauben. Hilfsmaschinen: Dampfwinden. Verdampfer. Speisewassererzeuger und -Vorwärmer. Dampfumsteuermaschinen und Handsteuerapparate. Weg und Arbeitsweise des Dampfes.

2. Maschinenbetrieb.[Bearbeiten]

Untersuchung von Kessel und Maschine auf ihre Brauchbarkeit. Verpackungsarbeiten. Dampfaufmachen. Probieren der Kesselarmaturen. Liegen unter Dampf. Einfluß der Schiffsschwankungen und des dauernden Überliegens auf den Wasserstand. Anwärmen und Anlassen der Maschine. Wasserschlag. Fahren unter Dampf. Maschinenmanöver und ihre Einwirkung auf die Höhe des Wasserstandes [228] und auf den Betrieb der Kessel. Behandlung der Kesselfeuer. Messen des Salzgehalts. Verhalten bei hohem Salzgehalt und hohem Dampfdrucke. Salzabblasen. Überkochen. Anlassen von Injektoren und Hilfspumpen. Einfluß der Schmiermaterialien auf die inneren Teile der Kessel und Maschinen. Reinigen und Instandhalten der Kessel und Maschinen. Verhalten bei Betriebsstörungen z. B. Wassermangel. Fahren mit beschädigten Kesseln und Maschinen. Behandlung der Hilfsmaschinen: Verdampfer, Speisewassererzeuger, Speisewasservorwärmer, Dampfumsteuermaschinen, Dampfwinden.

3. Reparaturen.[Bearbeiten]

Beschreibung von Reparaturen, soweit sie mit Bordmitteln ausführbar sind: Abdichten geplatzter Feuerrohre und Siederohre. Auswechseln der Rohre. Abbohren von Rissen. Nachstemmen von Nähten und Nieten. Aufsetzen von Flicken. Absteifen von Beulen. Umlegen von Schellen um Rohre und Flanschen. Nachpassen von Lagern und Gleitflächen. Nachschleifen von Ventilen und Hähnen. Auswechseln der Kuppelungsbolzen. Aufräumungs- und Instandsetzungsarbeiten bei Maschinenschäden. Behandlung eingefrorener Rohrleitungen und Maschinenteile. Einstellung der Maschine auf den Totpunkt und Regulieren des Schiebers auf bestimmtes Voröffnen. Einfachere Reparaturen gebrochener Maschinenteile z. B. Exzenterstangen, Kurbeln, Wellen. Ausschalten einzelner Zylinder. Aufsetzen von Schrauben und Schraubenflügeln.

4. Elektrischer Betrieb.[Bearbeiten]

Benennung und Zweck der Teile der Dynamomaschinen, des Schaltbretts und der Lampen. Zweck des Volt- und Amperemeters. Behandlung der an Bord vorkommenden elektrischen Beleuchtungsanlagen z. B. Anlassen der Dynamomaschinen, Ein- und Ausschalten des Leitungsnetzes und der Beleuchtungskörper, Einsetzen von Sicherungen, Auswechseln der Glühlampen, Einsetzen von Kohlenstiften in Bogenlampen.

5. Technologie.[Bearbeiten]

Heiz- und Schmiermaterialien. Unterbringung und Behandlung der Kohlen an Bord.

6. Gesetzliche Bestimmungen.[Bearbeiten]

Gesetzliche Bestimmungen und Revisionsvorschriften, welche zur Sicherheit des Betriebs der Schiffsdampfkessel erlassen sind. Unfallverhütungsvorschriften der Seeberufsgenossenschaft, soweit sie auf Kessel und Maschinen Bezug haben. Führen des Maschinentagebuchs. [229]


Anlage III. Gegenstände der Prüfung zum Maschinisten II. Klasse.[Bearbeiten]

* A. Sprachen.[Bearbeiten]

* 1. Deutsche Sprache.[Bearbeiten]

Beantwortung einer gegebenen Frage aus dem Gebiete der Berufstätigkeit eines Maschinisten II. Klasse. Die Arbeit muß sowohl dem Inhalt als auch dem Ausdrucke nach genügen.

2. Englische Sprache.[Bearbeiten]

Übersetzen leichter englischer Lesestücke technischen Inhalts ins Deutsche.

B. Mathematik.[Bearbeiten]

* 1. Arithmetik.[Bearbeiten]

a) Grundrechnungsarten mit gewöhnlichen Brüchen, Dezimalbrüchen und Buchstaben. Rechnen mit Klammergrößen, positiven und negativen Zahlen.
b) Proportionslehre. Einfache Gleichungen I. Grades mit einer Unbekannten. Prozent- und Zinsrechnung.
c) Lehre von den Potenzen, Wurzeln und Logarithmen. Ausziehen von Quadratwurzeln. Berechnung von Zahlenwerten nach einer gegebenen Formel.

* 2. Planimetrie.[Bearbeiten]

a) Lehrsätze von den Winkeln, vom Dreieck, Viereck und Kreis. Kongruenz und Ähnlichkeit der Dreiecke und gradlinig begrenzter Figuren. Pythagoreischer Lehrsatz. Einfache Konstruktionen.
b) Gleichmäßiges und einseitiges Vergrößern und Verkleinern von Figuren in verschiedenen Maßstäben.
c) Flächenberechnung des Dreiecks, Parallelogramms, Trapezes, Kreises, Kreissektors und Kreissegments. Berechnung des Flächeninhalts beliebig begrenzter Flächen nach der Trapezformel.
d) Graphische Darstellung von Tafelwerten.

* 3. Stereometrie.[Bearbeiten]

a) Gegenseitige Lage von Geraden und Ebenen. Winkel zwischen Ebenen.
b) Berechnung der Oberfläche, des Inhalts und des Gewichts von Prisma, Zylinder, Pyramide, Kegel, Pyramiden- und Kegelstumpf, Kugel. Erklärung von Kalotte und Zone. Gewichtsberechnung einfacher Maschinenteile. [230]
c) Inhaltsberechnung beliebig begrenzter Räume mittels der Trapezformel. Guldinsche Regel in einfacher Anwendung.

* 4. Trigonometrie.[Bearbeiten]

Goniometrische Grundbegriffe. Grad- und Bogenmaß. Berechnung rechtwinkliger Dreiecke.

* C. Mechanik.[Bearbeiten]

Gleichförmige Bewegung auf gerader und kreisförmiger Bahn. Gleichmäßig beschleunigte Bewegung, Fallgesetze. Kraft, Arbeit, Leistung, Nutzeffekt, Arbeitsfähigkeit bewegter Massen (lebendige Kraft), Zusammensetzung und Zerlegung der Kräfte, Anwendung auf das Kurbelgetriebe. Kräftepolygon. Statisches Moment, Schwerpunkt. Auflagerdruck. Spezifischer Druck.
Schiefe Ebene. Keil. Schraube. Hebel. Rolle. Rollen- und Räderverbindungen. Wellrad. Schnecke. Schneckenrad. Reibungskoeffizient und Reibungswinkel, Anwendung auf einfache Fälle.
Druck-, Zug- und Scherfestigkeit. Festigkeitsberechnung der wichtigsten Maschinen- und Kesselteile nach den Vorschriften der Klassifikationsgesellschaften auf Grund gegebener Formeln.

* D. Physik.[Bearbeiten]

Raumerfüllung, Undurchdringbarkeit, Trägheit, Schwere, Porosität, Teilbarkeit, Kohäsion, Adhäsion, Elastizität und Festigkeit.
Dichte und spezifisches Gewicht fester, flüssiger und luftförmiger Körper, Aräometer und Salinometer.
Kommunizierende Gefäße. Fortpflanzung des Druckes in Flüssigkeiten, Bodendruck, Seitendruck, Auftrieb.
Messung des Luftdrucks. Barometer. Mariottesches Gesetz. Manometer. Saug-, Druck- und Zentrifugalpumpen. Heber. Hydraulischer Widder.
Ausdehnung der Körper durch die Wärme. Temperatur, Thermometer. Gay-Lussacsches Gesetz. Wärmeeinheit, Wärmemenge. Änderung des Aggregatzustandes. Verdampfung. Schmelzwärme und Verdampfungswärme. Veränderung des Siedepunkts durch den Druck. Siedeverzug. Leidenfrostscher Tropfen. Gesättigte und überhitzte Dämpfe. Flüssigkeitswärme, Dampfwärme. Gesamtwärme. Benutzung der Fliegnerschen Dampftabellen. Beziehung zwischen Wärme und Arbeit. Fortpflanzung der Wärme. Brechung und Zurückwerfung der Wärmestrahlen.
Eigenschaften der Magnete. Begriff des magnetischen Feldes.
Wirkungen des elektrischen Stromes mit besonderer Berücksichtigung der praktischen Anwendungen:
Wärmewirkungen, Joules Gesetz, Glühlicht und Bogenlicht.
Chemische Wirkungen, Erklärung der Einheit der Stromstärke. [231]
Magnetische Wirkungen, Rechte-Hand-Regel. Konstruktion der gebräuchlichsten Strom- und Spannungsmesser.
Induktionswirkungen, Ohmsches Gesetz, Stromverzweigung, Elektrische Arbeit, Mechanisches Äquivalent der Elektrizität, Nutzeffekt.

E. Zeichnen.[Bearbeiten]

* 1. Projektion von Punkten, Geraden, krummen Linien, begrenzten Flächen und einfachen Körpern in rechtwinkliger und Parallelprojektion. Einfachste Durchdringungen und Abwickelungen von Mänteln, soweit sie im Maschinenzeichnen Verwendung finden.
* 2. Skizzieren eines einfachen Kessel- oder Maschinenteils, so daß auf Grund der Skizze die Neuanfertigung möglich ist.

F. Technik.[Bearbeiten]

1. Beschreibende Maschinenlehre.[Bearbeiten]

Benennung, Bauart, Zweck und Wirkungsweise der einzelnen Kessel- und Maschinenteile, einschließlich der Hilfsmaschinen. Eingehende Kenntnis der Rohrleitungen.

Schiffskessel: Arten der Schiffskessel: Zylinder-, Lokomotiv- und Wasserrohrkessel, Hilfs- und Bootskessel. Die einzelnen Kesselteile und deren Zusammenbau. Verankerung, Vernietung und Schweißung. Kesselarmatur, einschließlich Vorrichtung zum Zirkulieren und Anwärmen des Kesselwassers. Befestigung und Fundamentierung der Kessel im Schiffe. Kesselbekleidung. Feuerungsanlagen. Rauchfang, Schornstein und Befestigung dieser Teile. Natürlicher und künstlicher Zug. Überhitzer und Dampftrockner.
Heiz- und Rostfläche. Verdampfungsfläche und ihr Einfluß auf das Überkochen. Ventilation der Heizräume. Aschheißmaschinen. Aschejektoren. Heizvorrichtungen für flüssige Brennstoffe.
Schiffsmaschinen: Schrauben- und Radschiffsmaschinen. Auspuff- und Kondensationsmaschinen. Stehende, liegende und oszillierende Maschinen. Ein-, Zwei- und Mehrfachexpansionsmaschinen. Prinzip der Dampfturbinen. Befestigung und Fundamentierung der Maschine im Schiffe.
Konstruktion der einzelnen Maschinenteile und ihre Garnitur: Zylinder und Schieberkasten, Stopfbüchsen, Ständer und Gleitbahnen, Grundplatte mit Lagern, Kolben, Kolbenstangen, Kreuzköpfe, Pleuelstangen, Kurbelwellen, Drucklager und Druckwellen, Tunnel- und Schraubenwellen. Stevenrohr. Radschiffsmaschinenwellen und ihre Lager. Kolben- und Flachschieber für einen oder mehrere Kanäle. Schieberentlastung.
Steuerungen: Stephensonsche Kulissensteuerung, Klug- und Marshall-Steuerung, Joy-Steuerung, Heusinger von Waldegg-Steuerung. Steuerung oszillierender Maschinen. Hand- und Dampfumsteuerungsapparate. [232]
Kondensatoren und Pumpen: Haupt- und Hilfskondensatoren. Luftpumpen. Zirkulationspumpen. Speise- und Lenzpumpen. Windkessel. Pulsometer, Injektoren, Ejektoren, Duplex-, Weirs- und Blakepumpen.
Hilfsapparate und Hilfsmaschinen: Speisewasservorwärmer und -reiniger. Verdampfer. Maschinendrehvorrichtungen. Dampfwinden. Ankerlichtmaschinen. Dampfsteuerapparate. Hydraulische Akkumulatoren. Kräne. Destillierapparate für Trinkwasser, Eis- und Kühlmaschinen.
Propeller: Schrauben mit festen aufgesetzten und beweglichen Flügeln. Räder mit festen und beweglichen Schaufeln.
Ausstattungsstücke: Maschinentelegraphen, Sprachrohre, Hubzähler, Schmier- und Kühlvorrichtungen. Dampfdruckreduzierventile, Regulatoren, Indikatoren.
Einrichtungen zum Lenzen und Feuerlöschen: Lenzpumpen und Lenzrohrleitungen, Feuerlöscheinrichtungen. Dampfheizungen.

2. Theoretische Maschinenlehre.[Bearbeiten]

* a) Verhältnis der Rostfläche zur Heizfläche und den Feuerzugquerschnitten.

Kohlenverbrauch für das Quadratmeter Rostfläche und die Stunde. Verdampfung für das Kilogramm Kohle. Kohlen- und Wasserverbrauch für die indizierte Pferdestärke und Stunde. Verhältnis zwischen Pferdestärke, Kohlenverbrauch und Schiffsgeschwindigkeit. Kohlen- beziehungsweise Dampfverbrauch beim Expandieren oder Drosseln. Kühlwassermenge. Normalschieber. Innere und äußere Überdeckung. Voreilwinkel, lineares Voreilen und Voröffnen. Innen- und Außenkantenabschluß des Schiebers und Aufkeilung der Exzenter. Einfluß der Einschaltung eines Hebels. Einfluß der Abweichung bei Schubrichtung der Exzenterstange von der der Pleuelstange.
Das Dampfdruckdiagramm und die einzelnen Dampfperioden.
Änderung des Indikatordiagramms durch Verstellen des Exzenters sowie durch Höher- und Niedrigerbringen des Schiebers, Einfluß undichter Hochdruckschieber und Kolben auf das Dampfdruckdiagramm und den Druck in den nachfolgenden Receivern.
Wirkungsweise des Dampfes in Mehrfachexpansionsmaschinen. Einfluß der Füllungsänderung bei Mehrfachexpansionsmaschinen auf die Verteilung der Pferdestärken auf die verschiedenen Zylinder, Berechnung des Rücklaufs. Aufmessen der Schraubensteigung.

* b) Berechnung der indizierten Pferdestärken aus dem Dampfdruckdiagramm eines Zylinders.

3. Maschinenbetrieb.[Bearbeiten]

Untersuchung von Kessel und Maschine auf ihre Brauchbarkeit. Verpackungsarbeiten. Dampfaufmachen, Probieren der Kesselarmaturen. Liegen unter Dampf. Einfluß der Schiffsschwankungen und des dauernden Überliegens auf den Wasserstand. Anwärmen und [233] Anlassen der Maschine. Wasserschlag. Fahren unter Dampf. Maschinenmanöver und ihre Einwirkung auf die Höhe des Wasserstandes und auf den Betrieb der Kessel. Beaufsichtigung der Kohlenbunker. Verhalten bei Selbstentzündung der Kohle. Behandlung der Kesselfeuer.
Messen des Salzgehalts. Gebrauch des Salinometers. Verhalten bei hohem Salzgehalt und hohem Dampfdrucke. Salzabblasen.
Überkochen. Verhütung von Anfressungen im Kessel. Einfluß der Schmiermaterialien auf die inneren Teile der Kessel und Maschine. Anlassen von Injektoren und Hilfspumpen. Aufsuchen von Fehlern am Kondensator.
Fahren mit beschädigten Kesseln und Maschinen. Verhalten bei Betriebsstörungen, z.B. Wassermangel, Einbeulen der Flammrohre, Platzen von Feuer- und Siederohren, Reißen von Ankern und Stehbolzen, undichten Nieten und Nähten. Reduzieren des Dampfdrucks bei beschädigter Maschine.
Behandlung der Hilfsmaschinen: Verdampfer, Speisewassererzeuger, -vorwärmer und -reiniger. Dampfumsteuermaschinen. Dampfsteuerapparate. Dampfwinden und Ankerlichtmaschinen.
Außerbetriebsetzung von Kesseln und Maschinen und ihre Behandlung beim Aufliegen des Schiffes.
Einstellen der Steuerung auf bestimmte Füllung. Behandlung und Verwendung des Indikators. Nehmen von Diagrammen.

4. Reparaturen.[Bearbeiten]

Beschreibung von Reparaturen, soweit diese mit Bordmitteln ausführbar sind: Abdichten geplatzter Feuerrohre und Siederohre, Auswechseln der Rohre und Stehbolzen, Abbohren von Rissen, Nachstemmen von Nähten und Nieten, Aufsetzen von Flicken, Absteifen und Zurückbringen von Beulen, Umlegen von Schellen um Rohre und Flanschen, Nachpassen von Lagern und Gleitflächen, Nachschleifen von Ventilen und Hähnen. Auswechseln der Kuppelungsbolzen. Aufräumungs- und Instandsetzungsarbeiten bei Maschinenschaden. Behandlung eingefrorener Rohrleitungen und Maschinenteile.
Einstellen der Maschine auf den Totpunkt und Regulieren des Schiebers auf bestimmtes Voröffnen.
Reparaturen gebrochener Maschinenteile, z. B. Exzenterstangen, Kurbeln, Wellen, Deckel. Ausschalten einzelner Zylinder. Auswechseln gebrochener Maschinenteile. Ausrichten von Lagern und Wellen. Aufsetzen von Schrauben und Schraubenflügeln. Reparaturen von Rohrbrüchen. Arbeiten im Trockendock. [234]

5. Elektrotechnik.[Bearbeiten]

Benennung und Bauart der Dynamos und Motoren sowie ihrer Teile; Reinigung und Behandlung, Inbetriebsetzen und Abstellen, Regulierung der Antriebsmaschinen. Einstellen der Bürsten. Behandlung des Kollektors. Beseitigung von Störungen an den Dynamos und Motoren sowie im Leitungsnetze. Einrichtung und Behandlung einfacher Schaltbretter und ihrer Teile. Verbindung der Dynamos mit dem Schaltbrett und die gebräuchlichste Verteilung der elektrischen Energie an Bord. Auswechseln von Lampen und Sicherungen. Ausbessern der Leitungen. Herstellung einfacher Anschlüsse.

6. Technologie.[Bearbeiten]

Die im Kessel- und Maschinenbau verwendeten Metalle und hauptsächlichsten Legierungen. Verpackungsmaterialien. Untersuchung des Kesselwassers auf Säuren. Feste und flüssige Heizmaterialien und ihre Unterbringung. Verbrennungsvorgang. Schmiermaterialien.

Behandlung und Verwendung der an Bord üblichen Werkzeuge. Schweißen, Löten und Verzinnen.

7. Schiffbau.[Bearbeiten]

Zweck und Benennung der wichtigsten Bauteile eines Schiffes.
Wasserdichte Schotten und Türen. Doppelböden. Ballasttanks, ihr Probieren, Füllen und Leeren. Luft- und Peilrohre.

8. Gesetzliche und sonstige Bestimmungen.[Bearbeiten]

Kessel- und Kesselrevisionsgesetze, soweit sie auf Schiffskessel Bezug haben. Führen des Maschinentagebuchs. Kesselrevisionsbuch. Unfallverhütungsvorschriften der Seeberufsgenossenschaft. Sicherheitsvorschriften für elektrische Niederspannungsanlagen. [235]


Anlage IV. Gegenstände der Prüfung zum Maschinisten I. Klasse und der Vorprüfung zum Schiffsingenieur.[Bearbeiten]

* A. Sprachen.[Bearbeiten]

1. Deutsche Sprache.[Bearbeiten]

* a) Maschinist I. Klasse: Beantwortung einer gegebenen Frage aus dem Gebiete der Berufstätigkeit eines Maschinisten I. Klasse. Die Arbeit muß sowohl dem Inhalt als auch dem Ausdrucke nach genügen.
* b) Vorprüfung zum Schiffsingenieur: Deutscher Aufsatz über ein technisches Thema, welcher dem Inhalt, Ausdruck und der Rechtschreibung nach genügend ist.

2. Englische Sprache.[Bearbeiten]

a) Maschinist I. Klasse: Übersetzung leichter englischer Lesestücke technischen Inhalts ins Deutsche.
Übersetzung kurzer Mittellungen geschäftlichen Inhalts ins Englische.
* b) Vorprüfung zum Schiffsingenieur: Übersetzung leichter englischer Lesestücke technischen Inhalts ins Deutsche und kurzer Mitteilungen geschäftlichen Inhalts ins Englische.
Leichte Unterhaltung in englischer Sprache über technische Fragen.

B. Mathematik.[Bearbeiten]

* 1. Arithmetik.[Bearbeiten]

a) Proportionslehre. Einfache Gleichungen I. und II. Grades mit einer Unbekannten. Einfache Gleichungen I. Grades mit zwei Unbekannten. Prozent- und Zinsrechnung.
b) Lehre von den Potenzen, Wurzeln und Logarithmen. Binomisches Ausziehen von Quadratwurzeln. Berechnung von Zahlenwerten nach einer gegebenen Formel. [236]

* 2. Planimetrie.[Bearbeiten]

a) Lehrsätze von den Winkeln, vom Dreieck, Viereck und Kreis, Kongruenz der Dreiecke und geradlinig begrenzter Figuren. Pythagoreischer Lehrsatz. Einfache Konstruktionen.
b) Proportionalität gerader Linien. Ähnlichkeit der Dreiecke und geradlinig begrenzter Figuren. Gleichmäßiges und einseitiges Vergrößern und Verkleinern von Figuren in verschiedenen Maßstäben.
c) Flächenberechnung des Dreiecks, Parallelogramms, Trapezes, geradlinig begrenzter Flächen, des Kreises, Kreissektors und Kreissegments. Berechnung des Flächeninhalts beliebig begrenzter Flächen mittels der Trapezregel, der Simpsonschen Regel, sowie mit Hilfe des Planimeters. Integralkurven.
d) Konstruktion der Kegelschnitte und ihre Inhaltsberechnung. Gleichseitige Hyperbel.
e) Graphische Darstellung von Tafelwerten.

* 3. Stereometrie.[Bearbeiten]

a) Gegenseitige Lage von Geraden und Ebenen. Winkel zwischen Ebenen.
b) Berechnung der Oberfläche, des Inhalts und des Gewichts von Prisma, Zylinder, Pyramide, Kegel, Pyramiden- und Kegelstumpf, Kugel, Kalotte und Zone. Gewichtsberechnung einfacher Maschinenteile.
c) Guldinsche Regel. Inhaltsberechnung beliebig begrenzter Räume mittels der Trapezregel, der Simpsonschen Regel sowie mit Hilfe des Planimeters. Lastenmaßstab.

* 4. Trigonometrie.[Bearbeiten]

Goniometrische Grundbegriffe. Grad- und Bogenmaß.
Berechnung rechtwinkliger und schiefwinkliger Dreiecke. Berechnung des Dreiecksinhalts, des Kreissektors und Kreissegments.

* C. Mechanik.[Bearbeiten]

Grundgesetze der Mechanik. Kraft, Masse, Beschleunigung, Arbeit, Leistung, Nutzeffekt, Arbeitsfähigkeit bewegter Massen (lebendige Kraft).
Hebel, statisches Moment, Auflagerdruck, Schwerpunkt, Arten des Gleichgewichts.
Zusammensetzung und Zerlegung der Kräfte, Kräfte- und Seilpolygon, Anwendung auf das Kurbelgetriebe, Ausbalanzierung der Maschinen.
Schiefe Ebene, Keil, Schraube, Rolle, Rollen- und Räderverbindungen. Wellrad, Schnecke, Schneckenrad.
Bewegungswiderstände (Seilsteifigkeit und Reibung), Reibungskoeffizient und Reibungswinkel.
Pronyscher Zaum, mechanischer Wirkungsgrad der Maschinen.
Gleichförmige Bewegung auf gerader und kreisförmiger Bahn. Zentrifugalkraft. Gleichmäßig beschleunigte und verzögerte Bewegung. Freier Fall. [237]

* D. Festigkeitslehre.[Bearbeiten]

Formänderung, Spannung, Dehnung, Dehnungskoeffizient, Gütezahlen, Elastizitätsmodul. Proportionalitätsgrenze. Fließgrenze. Bruchbelastung. Kontraktion. Zugfestigkeit. Stangen, Ketten, Seile. Rohrwandungen und Kesselwandungen mit innerem Drucke. Druckfestigkeit. Schubfestigkeit.
Nietverbindungen. Einfachste Fälle der Biegungsfestigkeit. Einfachste Trägheits-, Widerstands- und Biegungsmomente. Gefährliche Querschnitte. Graphische Darstellung der Momente. Körper von gleicher Biegungsfestigkeit. Knickfestigkeit, Torsionsfestigkeit. Einfache Fälle der zusammengesetzten Festigkeit. Berechnung der Festigkeit von Kessel- und Maschinenteilen im allgemeinen und nach den Formeln der Klassifikationsgesellschaften.

* E. Physik.[Bearbeiten]

Raumerfüllung, Undurchdringlichkeit, Trägheit, Schwere, Porosität, Teilbarkeit, Kohäsion, Adhäsion, Elastizität und Festigkeit.
Dichte und spezifisches Gewicht fester, flüssiger und luftförmiger Körper. Aräometer und Salinometer.
Kommunizierende Gefäße. Fortpflanzung des Druckes in Flüssigkeiten. Bodendruck, Seitendruck. Hydraulische Presse. Auftrieb. Gleichgewicht schwimmender Körper. Metazentrum. Stoß des Wassers. Kontraktion des Flüssigkeitsstrahls. Ausflußgeschwindigkeit und Ausflußmenge.
Messung des Luftdrucks. Barometer. Mariottesches Gesetz. Manometer. Saug-, Druck- und Zentrifugalpumpen. Heber. Hydraulischer Widder.
Ausdehnung der Körper durch Wärme. Temperatur. Thermometer. Pyrometer. Gay-Lussacsches Gesetz. Absolute Temperatur. Kombination der Gesetze von Mariotte und Gay-Lussac. Wärmemenge. Wärmeeinheit. Spezifische Wärme. Änderung des Aggregatzustandes. Schmelzen. Schmelzpunkt und Schmelzwärme. Verdampfung. Siedepunkt. Verdampfungswärme. Veränderung des Siedepunktes durch den Druck. Siedeverzug. Leidenfrostscher Tropfen. Gesättigte und überhitzte Dämpfe. Flüssigkeitswärme. Dampfwärme. Gesamtwärme. Gebrauch der Fliegnerschen Dampftabellen. Verflüssigung der Gase und der Dämpfe. Kritische Temperatur. Wirkungsweise der Eis- und Kühlmaschinen. Fortpflanzung der Wärme. Quellen der Wärme. Beziehung zwischen Wärme und Arbeit. Mechanisches Äquivalent der Wärmeeinheit.
Einfache Sätze aus der Wellenlehre. Erklärung der Schallwirkung der Sirene, der Dampfpfeife, des Nebelhorns und der Glocke. Messung der Lichtstärken. Spiegelungs- und Brechungsgesetz für Schall, Licht, Wärme und Elektrizität.
Eigenschaften der Magnete. Gesetz der Anziehung und Abstoßung. Magnetische Kraftlinien und Felder. Feldstärke. Richtung der magnetischen Felder. [238]
Wirkungen des elektrischen Stromes mit besonderer Berücksichtigung der praktischen Anwendungen, und zwar:
Wärmewirkungen, Joules Gesetz, Glühlicht und Bogenlicht.
Chemische Wirkungen. Erklärung der Einheit der Stromstärke.
Magnetische Wirkungen. Elektromagnet. Galvanometer. Rechte -Hand-Regel und Ampères Schwimmregel. Konstruktion der gebräuchlichsten Strom- und Spannungsmesser.
Induktionswirkungen. Selbstinduktion. Wirbelströme. Ohmsches Gesetz und seine Anwendung. Stromverzweigung. Elektrische Arbeit. Mechanisches Äquivalent der Elektrizität Nutzeffekt.

* F. Chemie.[Bearbeiten]

Die wichtigsten chemischen Elemente und ihre Verbindungen. Untersuchung des Kesselwassers und der Schmiermaterialien auf Säure. Verbrennungsvorgang.

* G. Zeichnen.[Bearbeiten]

  • 1. Zeichnen einer einfachen Durchdringung und Abwickelung.
  • 2. Skizzieren eines Kessel- oder Maschinenteils und Anfertigung einer maßstäblichen Zeichnung nach der Skizze.

H. Technik.[Bearbeiten]

1. Beschreibende Maschinenlehre.[Bearbeiten]

Benennung, Bauart, Zweck und Wirkungsweise der einzelnen Kessel- und Maschinenteile, einschließlich der Hilfsmaschinen. Eingehende Kenntnis der Rohrleitungen.

Schiffskessel: Arten der Schiffskessel: Zylinder-, Lokomotiv- und Wasserrohrkessel, Hilfs- und Bootskessel. Die einzelnen Kesselteile und deren Zusammenbau. Verankerung, Vernietung und Schweißung. Kesselarmatur, einschließlich Vorrichtung zum Zirkulieren und Anwärmen des Kesselwassers. Befestigung und Fundamentierung der Kessel im Schiffe. Kesselbekleidung. Feuerungsanlagen. Rauchfang, Schornstein und Befestigung dieser Teile. Natürlicher und künstlicher Zug. Überhitzer und Dampftrockner.
Heiz- und Rostfläche. Verdampfungsfläche und ihr Einfluß auf das Überkochen. Ventilation der Heizräume. Aschheißmaschinen. Aschejektoren. Heizvorrichtungen für flüssige Brennstoffe.
Schiffsmaschinen: Schrauben- und Radschiffsmaschinen. Auspuff- und Kondensationsmaschinen. Stehende, liegende und oszillierende Maschinen. Ein-, Zwei- und Mehrfachexpansionsmaschinen. Prinzip der Dampfturbinen. Befestigung und Fundamentierung der Maschine im Schiffe. [239]
Konstruktion der einzelnen Maschinenteile und ihre Garnitur: Zylinder und Schieberkasten, Stopfbüchsen, Ständer und Gleitbahnen, Grundplatte mit Lagern, Kolben, Kolbenstangen, Kreuzköpfe, Pleuelstangen, Kurbelwellen, Drucklager und Druckwellen, Tunnel- und Schraubenwellen. Stevenrohr. Radschiffsmaschinenwellen und ihre Lager. Kolben- und Flachschieber für einen oder mehrere Kanäle. Schieberentlastung.
Steuerungen: Stephensonsche Kulissensteuerung, Klug- und Marshall-Steuerung, Joy-Steuerung, Heusinger von Waldegg-Steuerung. Steuerung oszillierender Maschinen. Hand- und Dampfumsteuerungsapparate.
Kondensatoren und Pumpen: Haupt- und Hilfskondensatoren. Luftpumpen. Zirkulationspumpen. Speise- und Lenzpumpen. Windkessel. Pulsometer, Injektoren, Ejektoren. Duplex-, Weirs- und Blakepumpen.
Hilfsapparate und Hilfsmaschinen: Speisewasservorwärmer und -reiniger. Verdampfer. Maschinendrehvorrichtungen. Dampfwinden. Ankerlichtmaschinen. Dampfsteuerapparate. Hydraulische Akkumulatoren. Kräne. Destillierapparate für Trinkwasser, Eis- und Kühlmaschinen.
Propeller: Schrauben mit festen aufgesetzten und beweglichen Flügeln. Räder mit festen und beweglichen Schaufeln.
Ausstattungsstücke: Maschinentelegraphen, Sprachrohre, Hubzähler, Schmierun- Kühlvorrichtungen. Dampfdruckreduzierventile, Regulatoren, Indikatoren.
Einrichtungen zum Lenzen und Feuerlöschen: Lenzpumpen und Lenzrohrleitungen, Feuerlöscheinrichtungen. Dampfheizungen. Freihändiges Skizzieren einfacher Kessel- und Maschinenanordnungen und ihrer Teile.

2. Theoretische Maschinenlehre.[Bearbeiten]

* a) Verhältnis zwischen Rostfläche, Heizfläche, Rohr- und Schornsteinquerschnitt. Kohlenverbrauch für das Quadratmeter Rostfläche und die Stunde. Verdampfung für das Kilogramm Kohle. Kohlen- und Wasserverbrauch für die indizierte Pferdestärke und Stunde. Verhältnis zwischen Pferdestärke, Kohlenverbrauch und Schiffsgeschwindigkeit.

Kohlen- beziehungsweise Dampfverbrauch beim Expandieren oder Drosseln.
Normalschieber. Innere und äußere Überdeckung. Voreilwinkel. Lineares Voreilen und Voröffnen. Innen- und Außenkantenabschluß des Schiebers. Aufkeilung der Exzenter. Einfluß der Einschaltung eines Hebels. Einfluß der Abweichung der Schubrichtung der Exzenterstange von der der Pleuelstange. Schieberdiagramme. Kinematische Darstellung des Gerippes der Stephensonschen Kulissensteuerung, Klug- und Marshall-Steuerung, Joy-Steuerung, Heusinger von Waldegg-Steuerung.

* b) Dampfdruckdiagramm. Ermittelung der Dampfperioden aus dem Diagramm.

Berechnung der indizierten Maschinenleistung nach dem Diagramm eines Zylinders mittels des Planimeters oder durch Aufmessen. [240]
Änderung des Indikatordiagramms durch Verstellen des Exzenters und des Schiebers. Einfluß undichter Hochdruckschieber und Kolben auf das Dampfdruckdiagramm und den Druck in den nachfolgenden Receivern. Beurteilen fehlerhafter Diagramme.
Wirkungsweise des Dampfes in einer Mehrfachexpansionsmaschine und Zusammenlegen ihrer Diagramme. Zweck und Einfluß der Receiver auf die Gestalt der Diagramme. Kurbelfolge. Einfluß der Füllungsänderung bei Mehrfachexpansionsmaschinen auf die Verteilung der Pferdestärken auf die verschiedenen Zylinder. Schieberregulierung. Einfluß von Steuerungsänderungen auf das Diagramm.
Berechnung des Rücklaufs. Aufmessen der Schraubensteigung. Konstante und variable Steigung.

3. Maschinenbetrieb.[Bearbeiten]

Untersuchung von Kessel und Maschine auf ihre Brauchbarkeit. Verpackungsarbeiten. Dampfaufmachen. Probieren der Kesselarmaturen. Liegen unter Dampf. Einfluß der Schiffsschwankungen und des dauernden Überliegens auf den Wasserstand. Anwärmen und Anlassen der Maschine. Wasserschlag. Fahren unter Dampf. Maschinenmanöver und ihre Einwirkung auf die Höhe des Wasserstandes und auf den Betrieb der Kessel. Beaufsichtigung der Kohlenbunker. Verhalten bei Selbstentzündung der Kohle. Behandlung der Kesselfeuer.
Messen des Salzgehalts. Gebrauch des Salinometers. Verhalten bei hohem Salzgehalt und hohem Dampfdrucke. Salzabblasen.
Überkochen. Verhütung von Anfressungen im Kessel. Einfluß der Schmiermaterialien auf die inneren Teile der Kessel und Maschine. Anlassen von Injektoren und Hilfspumpen. Aufsuchen von Fehlern am Kondensator.
Fahren mit beschädigten Kesseln und Maschinen. Verhalten bei Betriebsstörungen, z. B. Wassermangel, Einbeulen der Flammrohre, Platzen von Feuer- und Siederohren, Reißen von Ankern und Stehbolzen, undichten Nieten und Nähten. Reduzieren des Dampfdrucks bei beschädigter Maschine.
Behandlung der Hilfsmaschinen: Verdampfer, Speisewassererzeuger, Vorwärmer und -reiniger. Dampfumsteuermaschinen. Dampfsteuerapparate. Dampfwinden und Ankerlichtmaschinen.
Außerbetriebsetzung von Kesseln und Maschinen und ihre Behandlung beim Aufliegen des Schiffes.
Einstellen der Steuerung auf bestimmte Füllung. Behandlung und Verwendung des Indikators. Nehmen von Diagrammen. [241]

4. Reparaturen.[Bearbeiten]

Beschreibung von Reparaturen, soweit diese mit Bordmitteln ausführbar sind: Abdichten geplatzter Feuerrohre und Siederohre, Auswechseln der Rohre und Stehbolzen, Abbohren von Rissen, Nachstemmen von Nähten und Nieten, Aufsetzen von Flicken, Absteifen und Zurückbringen von Beulen, Umlegen von Schellen um Rohre und Flanschen, Nachpassen von Lagern und Gleitflächen, Nachschleifen von Ventilen und Zähnen. Auswechseln der Kuppelungsbolzen. Aufräumungs- und Instandsetzungsarbeiten bei Maschinenschäden. Behandlung eingefrorener Rohrleitungen und Maschinenteile.
Einstellen der Maschine auf den Totpunkt und Regulieren des Schiebers auf bestimmtes Voröffnen.
Reparaturen gebrochener Maschinenteile, z. B. Exzenterstangen, Kurbeln, Wellen, Deckel. Ausschalten einzelner Zylinder. Auswechseln gebrochener Maschinenteile. Ausrichten von Lagern und Wellen. Aufsetzen von Schrauben und Schraubenflügeln. Reparaturen von Rohrbrüchen.
Havariefälle an Maschine und Schiff. Arbeiten im Trockendock.

5. Elektrotechnik.[Bearbeiten]

Benennung, Zweck und Bauart der Dynamos und ihrer Teile. Regulierung der Antriebsmaschinen. Einstellen der Bürsten. Behandlung des Kollektors. Reinigung, Behandlung, Inbetriebsetzen und Abstellen. Verwendung der verschiedenen Dynamos und ihr Verhalten bei wechselnder Belastung und Kurzschlüssen. Regulierung der Polklemmenspannung. Verluste in den Dynamos und ihre Wirkungsweise. Wartung des Schaltbretts. Parallelschalten der Dynamos. Abstellen von Störungen während des Betriebs. Verbindung der Dynamos mit dem Schaltbrett und die gebräuchlichsten Arten der Energieverteilung an Bord. Auswechseln von Lampen und Sicherungen. Ermittelung von Fehlern im Leitungsnetze. Ausbessern der Leitung. Herstellung einfacher Anschlüsse. Glühlampen, Bogenlampen und Scheinwerfer.
Bauart, Wirkungsweise und Verhalten der verschiedenen Motoren. Anlassen, Abstellen und Wartung der Motoren. Wirkungsgrad und Grenzen ihrer Belastung. Regulieren der Umdrehungszahl.

6. Technologie.[Bearbeiten]

Die im Kessel- und Maschinenbau verwendeten Metalle und wichtigsten Legierungen. Verpackungsmaterialien. Die festen und flüssigen Heizmaterialien und ihr Heizwert. Unterbringung der Heizmaterialien. Beaufsichtigung der [242] Kohlenbunker. Verhalten bei Selbstentzündung der Kohle. Schmiermaterialien. Strukturänderung der Metalle durch Belastung und Wärme.

Behandlung und Verwendung der an Bord üblichen Werkzeuge. Schweißen, Löten und Verzinnen.

7. Schiffbau.[Bearbeiten]

Wasserdichte Schotten und Türen. Doppelböden. Ballasttanks, ihr Probieren, Füllen und Leeren. Luft- und Peilrohre.
Allgemeine Kenntnisse vom Bau, der Einrichtung, Ausrüstung und Konservierung von Dampfschiffen.

8. Gesetzliche und sonstige Bestimmungen.[Bearbeiten]

Kessel- und Kesselrevisionsgesetze, soweit sie auf Schiffskessel Bezug haben. Führen des Maschinentagebuchs. Kesselrevisionsbuch. Unfallverhütungsvorschriften der Seeberufsgenossenschaft. Sicherheitsvorschriften für elektrische Niederspannungsanlagen. [243]


Anlage V. Gegenstände der Hauptprüfung zum Schiffsingenieur.[Bearbeiten]

A. Sprachen.[Bearbeiten]

* 1. Deutsche Sprache.[Bearbeiten]

Deutscher Aufsatz über ein technisches Thema, welcher dem Inhalt, Ausdruck und der Rechtschreibung nach genügend ist.

* 2. Englische Sprache.[Bearbeiten]

Übersetzung geschäftlicher Mitteilungen ins Englische. Mündliche Übersetzung aus englischen Fachzeitschriften. Leichte Unterhaltung in englischer Sprache über technische Fragen.

B. Mathematik.[Bearbeiten]

* 1. Analytische Geometrie der Ebene.[Bearbeiten]

Rechtwinklige und Polarkoordinaten. Begriff einer Funktion und ihre graphische Darstellung. Gleichung der Geraden, des Kreises und der Kegelschnitte. Berechnung des Inhalts der Ellipse sowie des Parabel- und Hyperbelsegments. Parabeln und Hyperbeln höherer Ordnung, Völligkeitsgrade, Integralkurven, Graphisches Interpolieren. Auftragen von Tafelwerten, Betriebs- und Beobachtungsresultaten. Einfache Beurteilung solcher Kurven.

C. Technik.[Bearbeiten]

* 1. Berechnung der Hauptabmessungen eines Dampfers von gegebenem Deplacement, der indizierten Pferdestärken für diesen Dampfer bei einer gegebenen Geschwindigkeit, des Schraubendurchmessers, der Steigung, der Flügelfläche und der Hauptabmessungen der Maschine.
* 2. Berechnung und Reinzeichnung in vorgeschriebenen Maßstäben von
a) dem theoretischen zusammengelegten Diagramm einer Schiffsmaschine, oder
b) dem theoretischen Schieberdiagramm, oder
c) der Steuerung mit zugehörigem Schieberdiagramm, oder
d) dem Tangentialdruckdiagramm unter Berücksichtigung des Beschleunigungsdrucks nach gegebenen Indikatordiagrammen. [244]
* 3. Berechnung und Reinzeichnung in vorgeschriebenen Maßstäben von
a) einem Dampfzylinder mit Schieberkasten und Schieber, oder
b) den übertragenden Maschinenteilen und ihren Lagern.
* 4. Berechnung und Reinzeichnung eines Schiffskessels in vorgeschriebenem Maßstabe.
* 5. Berechnung der Übertragungswellen und Schraubenwellen mit Kuppelungen und Bolzen.
Drucklagerfläche.
* 6. Berechnung und Reinzeichnung einer
a) Luftpumpe, oder
b) Zirkulationspumpe, oder
c) Speisepumpe.
* 7. Berechnung der Querschnitte und Wandstärken der Hauptrohrleitungen.
* 8. Lösung einer einfachen Aufgabe aus dem Gebiete der an Bord gebräuchlichen Hebezeuge, als Ladewinden, Ankerlichtmaschinen, hydraulische Kräne. Bestimmung von Zylinderdurchmesser, Kolbenhub und Umdrehungszahl für die Antriebsmaschinen von Zentrifugalpumpen, Gebläsen, Rudermaschinen.

9. Beschreibende Maschinenlehre.[Bearbeiten]

Kenntnis der Maschinenanlagen von Schnelldampfern, im speziellen eingehende Kenntnis der allgemeinen Konstruktion und der einzelnen Teile. Wasserrohrkessel, Dampfturbinen. Genaue Kenntnis der auf Schnelldampfern gebräuchlichen Hilfsmaschinen einschließlich der Lösch- und Ladeeinrichtungen. Schotten. Schließvorrichtungen und mechanische Signalapparate.

10. Reparaturen.[Bearbeiten]

Schwere Havariefälle an Maschine und Schiff und deren Erläuterung eventuell durch freie Skizzen.

11. Schiffsmaschinenbau.[Bearbeiten]

Theoretische und praktische Diagramme von Mehrfachexpansionsmaschinen, deren Einteilung nach gleichen Pferdestärken, gleichen Temperaturgefällen, gleichen Füllungen, gleichen Anfangsdrucken, Änderungen des Diagramms durch Ändern des Kesseldrucks, der Gesamt- und der Einzelfüllungen durch Ausfallen einzelner Zylinder. Einfluß der Receivergröße und der Kurbelfolge auf die Form der Diagramme. Untersuchung und Beurteilung von Diagrammen. Völligkeitsgrade. Mechanischer und thermischer Nutzeffekt. Kolbendruckdiagramm mit Berücksichtigung des Gestängegewichts. Mechanik des Kurbelgetriebes, Schalendruckwechsel und dessen Veränderlichkeit. Tangentialdruckdiagramm (zusammengelegt für mehrere Kurbeln). Gleichförmigkeitsgrad. Beschleunigungsdruck und Ausbalanzierung der Maschinen. Theoretisches Schieberdiagramm, Zeuner, Müller-Reuleaux und Sinoiden-Diagramm. [245] Berechnung der Hauptabmessungen der Maschine. Wahl der Zylinderverhältnisse und Kolbengeschwindigkeit. Berechnung der Wandstärken und Querschnitte der einzelnen Maschinenteile nach allgemeinen Festigkeitsregeln und nach den Vorschriften der Klassifikationsgesellschaften, der Kanal- und Rohrquerschnitte und der Lagerflächen. Berechnung der Größe der Kondensatorkühlfläche, der Luft-, Zirkulations- und Speisepumpen. Berechnung der Kesselgröße, speziell der Heiz-und Rostfläche, der Zugquerschnitte, der Kesselwandstärken und Verankerungen, des Wasser- und Dampfraums. Theorie der Propeller. Berechnung der Hauptabmessungen und des Kraftverbrauchs der Hilfsmaschinen. Untersuchung von Maschinen- und Kesselanlagen. Analysieren von Probefahrtsresultaten. Einrichtung und Behandlung von Explosionsmotoren- und Motorbooten.

12. Elektrotechnik.[Bearbeiten]

Wirkungsweise der Gleichstromdynamos. Ankerwicklungen und Konstruktion des Ankers und des Kollektors. Erregung der Dynamos. Verluste in denselben. Wirkungsgrad, Antriebsleistung und Nutzleistung. Verhalten der Nebenschlußdynamos mit wechselnder Belastung. Regulierung der Polklemmenspannung. Verwendung der Nebenschluß- und Gleichspannungsdynamos.
Wirkungsweise der Motoren mit Nebenschluß- und Hauptstromwickelung, insbesondere die Eigenschaften und das Verhalten beider Arten. Regulierung der Tourenzahl bei konstanter Betriebsspannung. Anlassen der Motoren und Umkehrung der Drehungsrichtung. Verluste in den Motoren und Bestimmung ihrer Leerlaufsarbeit. Bremsen und Verbindung derselben mit den anzutreibenden Maschinen.
Elektrische Beleuchtung: Wirkungsweise, Energieverbrauch, Behandlung der Glüh- und Bogenlampen. Scheinwerfer. Schaltung der Lampen. Isolierung und Verlegung der Leitungen. Bestimmung des Leitungsquerschnitts. Verteilung der elektrischen Energie und Verbindung der Dynamos mit dem Schaltbrette. Wartung des Schaltbretts und der Dynamos. Konstruktion der Strom- und Spannungsmesser.
Sicherheitsvorschriften für Niederspannungsanlagen. Isolationsmessungen am Leitungsnetze. Erdschlußprüfer.
Wirkungsweise und Aufbau der Dynamos für ein- und mehrphasigen Wechselstrom. Verhalten und Behandlung der Drehstrommotoren.
Elektrische Signalapparate, Wecker-Tableau, Telephon.
Prinzip der Funkentelegraphie.

13. Technologie.[Bearbeiten]

Gewinnung der für den Schiffsmaschinenbau wichtigen Materialien. Materialprüfung. Untersuchung von Wasser, Schmiermaterialien und Heizstoffen. Rauchanalysen.
Kenntnis der auf den Werften gebräuchlichen Werkzeugmaschinen. [246]

14. Schiffbau.[Bearbeiten]

Bedeutung der Bezeichnungen: Länge, Breite, Seitenhöhe, Raumtiefe, Tiefgang, Deplacement, Tragfähigkeit, Registertonnengehalt. Sprung, Bucht, Freibord. Verhältniswerte. Formkoeffizienten. Schiffswiderstand. Berechnung der Maschinenleistung für gegebene Geschwindigkeiten nach einfachen Formeln.
Die verschiedenen Bauformen der Dampfer. Allgemeine Kenntnis folgender Begriffe: Berechnung des Deplacements und seines Schwerpunktes, Lastenmaßstab, Systemschwerpunkt, Schiffseigengewicht. Trimmberechnung: Verschieben und Fortschaffen sowie Hinzufügen von Gewichten, Leckrechnung. Metazentrum und Stabilität. Ruderdrehmoment. Schiffsvermessung. Vorschriften der Klassifikationsgesellschaften. Allgemeine Kenntnisse über den Bau, die Einrichtungen, die Ausrüstung und Konservierung von Dampfschiffen.


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NB. Die mit * bezeichneten Fächer werden schriftlich geprüft.