Beschreibung des Oberamts Saulgau/Kapitel B 24

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
« Kapitel B 23 Beschreibung des Oberamts Saulgau Kapitel B 25 »
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Für eine seitenweise Ansicht und den Vergleich mit den zugrundegelegten Scans, klicke bitte auf die entsprechende Seitenzahl (in eckigen Klammern).
|
24. Bremen.

1) Bremen, ein kath. Dorf, 3 St. westl. von Saulgau. mit 242 Einw. Die Zehnten bezieht Hohz.-Sigmaringen, einen Theil die Pfarrey, und die St. Ulrichs Caplaney in Hohen-Tengen. Sigmaringen hat auch Lehen und Gefälle, die, wie die Zehnten, von dem Kloster Habsthal herrühren.

Bremen liegt an der Ostrach und an dem Thalhange zur Linken. Es wurde theils zu der Grafschaft Friedberg und dem Amte Hohen-Tengen, theils zur Herrschaft Scheer gerechnet, liegt aber in Sigmaringischem Forst, und Sigmaringen sprach auch die Hoheit und peinliche Gerichtsbarkeit auf dem linken Ufer der Ostrach, welche die Grenze der Grafschaft Friedberg bildete, und wo fast alle Häuser stehen, an. I. J. 1799, während der Schlacht bey Ostrach, wurde Bremen zweimal ausgeplündert, und das Wirthshaus, das der Ort hat, von Kugeln durchlöchert.

2) Sägemühle, ein ansehnliches Werk, das mit einer Öhlmühle und Hanfreibe verbunden ist. Es liegt unterhalb Bremen im Thale an einem Canale der Ostrach, und ist erst vor 6 Jahren erbaut worden. S. S. 17.