Blau-weiß-roth

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Fr. Wendel
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Blau-weiß-roth
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1863
Verlag: Verlag von Ernst Keil
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[593]
Blau-weiß-roth.

Blau wie der Himmel über uns sich ziehet,
Blau wie das sanfte Veilchen auf dem Feld,
Blau wie das Auge, womit Liebchen siehet.
Ist in der Fahne unser erstes Feld.

5
Wir denken dran im blutigen Gefecht,

Denn Blau bedeutet: „Glauben an das Recht!“

Weiß wie der Schnee, den uns der Winter bringet,
Weiß wie das Bild der Unschuld uns erscheint,
Weiß wie das Lämmchen auf der Weide springet,

10
So uns’re Fahne in der Mitte scheint,

Wir harren auf Errettung mit Geduld,
Denn Weiß bedeutet: „Leiden ohne Schuld.“

Roth wie das Blut uns in den Adern rinnet,
Roth wie des Weines dunkle Purpurpracht,

15
Roth wie die Liebe, die das Herz gewinnet,

Roth ist die Farbe, die den Schluß nun macht.
Wir lassen gern für’s Vaterland das Blut,
Roth ist die Farbe, die bedeutet: „Muth!“

O, blau-weiß-roth! ihr theuren Landesfarben

20
Von Schleswig-Holstein, führt’s zum Guten nun,

Auf daß die Helden, die vor Jahren starben,
Geehrt und sanft in freiem Lande ruh’n.
Und gebt uns das, was uns annoch so fehlt:
Das „Schleswig-Holstein ewig ungedeelt!“

Rendsburg in Holstein, im Juli 1862.                    Fr. Wendel.