Briefe an Matthias Mulich, geschrieben im Jahre 1523

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Textdaten
Autor: Verschiedene: Nicolaus Marschalk, Matthias Scharpenberg, Hans Castorp, Catharina Mulich, Hermann Meyer, Anna Lüneburg, Berend Johannssen, Heinrich Kerckrinck, Hans Karl, Magnus I., Hermann Moller, Marcus Helmich
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Titel: Briefe an Matthias Mulich, geschrieben im Jahre 1523
Untertitel:
aus: ZVLGA 2, 1867, S. 296–347
Herausgeber: Carl Friedrich Wehrmann
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Entstehungsdatum: 1521/23
Erscheinungsdatum: 1867
Verlag: Friedrich Asschenfeldt
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Erscheinungsort: Lübeck
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Mathias Mulich (1470-1528), Merchant in Lübeck, by Jacob Claesz van Utrecht.jpg
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[296]
XI.
Briefe an Matthias Mulich, geschrieben im Jahre 1523.
(Vom Staatsarchivar Wehrmann.)

Die folgenden Briefe sind, mit Ausnahme der beiden ersten, sämmtlich im Jahre 1523 und sämmtlich an den Lübeckischen Bürger und Patrizier Matthias Mulich geschrieben, dessen Name noch jetzt fortlebt, da eine von ihm gegründete milde Stiftung noch besteht. Dieser Mann stammte aus einer angesehenen Familie in Nürnberg. Seinem Vater, Conrad Mulich, hatte Kaiser Friedrich III. ein Wappen verliehen: „einen weißen Schild, darin in der Mit ein nackend Mornbild mit ausgerachten (ausgereckten) Armen, habend in jeder Hand einen swartzen Stamen (Baumstamm) mit vier abgeschrotten (abgesägten) Aesten, oben an dem Stamm brennende, und auf dem Schild einen Helm mit einer rotten und weißen Helmdecke geziert, darauf auch ein nackend Mornbild mit Stamm und Farben geschicket als in dem Schild.“ Matthias Mulich wurde in Nürnberg geboren und gewann auch dort das Bürgerrecht, gab es aber 1514 wieder auf und siedelte nach Lübeck über. Er muß schon früher Verbindungen nach dem Norden gehabt haben, denn 1515 schenkte ihm Christian II., König von Dänemark, zur Belohnung der Dienste, die er ihm und seinem Vater, dem 1513 gestorbenen König Johann, erwiesen habe, ein Grundstück bei Oldesloe an der Beste, einem sich in die Trave ergießenden Flüßchen, als Erblehen, mit allen Freiheiten und Gerechtsamen, welche die Besitzer adeliger Güter damals zu haben pflegten, und sogar noch größeren. Er durfte über die auf dem Grundstücke angesessenen, in seinem Dienste befindlichen Leute selbst Recht sprechen und die eingehenden Geldbußen behalten, genoß Freiheit von allen Abgaben und allen Kriegsleistungen, durfte für seine Leute selbst [297] backen und brauen, auch fremdes Bier, Hamburger, Eimbecker und anderes, so wie auch Wein, accisefrei einlegen. Auf dem Grundstücke bestand damals schon ein Kupferhammer, dessen Betrieb Mulich fortsetzte und erweiterte. Auch trieb er anderweitige kaufmännische Geschäfte, war ferner Schiffsrheder und stand mit den benachbarten Fürsten, namentlich dem Herzog von Holstein und einem großen Theile des Holsteinischen Adels in Geldverkehr. In Geldanleihen haben auch vermutlich die Verdienste bestanden, die er sich um den König Christian II. und dessen Vater, König Johann, erworben hatte. Mulich war zweimal verheirathet, zuerst, nur kurze Zeit, mit einer gebornen von Stiten, nach deren Tode zum zweiten Male seit 1520 mit Catharina Kortsack, der Tochter Friedrich Kortsack’s, dessen Frau eine Tochter des Bürgermeisters Heinrich Castorp war. Durch beide Ehen, die übrigens beide kinderlos blieben, trat er in verwandtschaftliche Verhältnisse zu den angesehensten Familien der Stadt, außer den Stiten und Castorp auch den Höveln, Wickede, Lüneburg, Kerkrinck, Meyer, die alle vielfach mit einander verschwägert waren. Auch wurde er schon 1515, also wahrscheinlich sogleich bei seiner Niederlassung hieselbst, in die Junker-Compagnie aufgenommen. Daher wird er in den Briefen häufig als Junker angeredet. Der Name Matthias wurde häufig in Matz zusammengezogen. Im Winter von 1522 auf 1523 hielt er sich längere Zeit in Nürnberg auf; es ergiebt sich nicht, aus welchen Gründen, doch waren es jedenfalls Privatangelegenheiten, die ihn dahin geführt hatten, während gleichzeitig der Protonotarius des Raths, Magister Henning Osthusen, in öffentlichen Angelegenheiten dort verweilte. An den städtischen und staatlichen Verhältnissen scheint er überall wenig thätigen Antheil genommen zu haben, sein Name wird selten genannt. Auch erreichte er kein hohes Alter. Er starb am 2. December 1528. Sein, jedoch nicht sehr bedeutendes Vermögen bestimmte er in seinem am 4. April 1527 errichteten Testamente zu Vermächtnissen an Verwandte und Freunde und den Rest zu Wohlthätigkeitszwecken.

Es giebt keine Art der Darstellung von Lebensverhältnissen, welche das Leben selbst so unmittelbar zur Quelle hat, als Briefe. Darin liegt es, daß sie eben diese Verhältnisse so anschaulich und lebendig hinstellen, daß man sie immer mit Interesse liest und daß sie, wenn sie aus einer Zeit herrühren, die man hauptsächlich nur durch Urkunden und Chroniken kennen lernt, einen werthvollen Beitrag zur Kenntniß dieser Zeit geben. Zwar wird immer Manches [298] in ihnen unverständlich bleiben, weil es sich auf Dinge bezieht, die nur dem Schreiber und dem Empfänger des Briefes bekannt sind. Aber das ist doch nur Einzelnes, im Allgemeinen construiren die Verhältnisse sich leicht aus den angeführten Thatsachen. Eine größere Schwierigkeit ergiebt sich für das Verständniß der hier vorliegenden Briefe aus ihrer Handschrift und ihrer Sprache, die sowohl hinsichtlich der Orthographie als hinsichtlich der Satzbildung gänzlich regellos ist. Diese Schwierigkeiten haben sich zwar größtentheils, doch nicht gänzlich überwinden lassen.

Ein erhöhtes Interesse gewinnen Briefe immer, wenn sie in einer Zeit geschrieben sind, in welcher große, das ganze Leben bewegende und ergreifende Ereignisse vorgehen, nicht blos weil sie dann eine Menge von characteristischen Einzelheiten enthalten, die der Geschichtschreiber kaum Gelegenheit findet zu erwähnen, die nicht einmal zu seiner Kunde gelangen, sondern auch, weil sie allgemeine, sachliche Begebenheiten unter dem Gesichtspunkte persönlicher Verhältnisse auffassen und sie uns dadurch gewissermaßen näher bringen. Es war aber das Jahr 1523 ein Wendepunkt in der nordischen Geschichte und, da Lübeck sowohl zu Dänemark als zu Schweden in vielfachen commerciellen und politischen Beziehungen stand, auch für die Geschichte dieser Stadt ungemein wichtig. Es wird nöthig sein, die damalige politische Situation kurz zu bezeichnen.

Christian II., seit 1513 König von Dänemark, hatte mit der Dänischen Krone zugleich Ansprüche auf die Herrschaft in Norwegen und Schweden überkommen, denn die drei Länder waren seit 1397 durch die Calmarsche Union zu Einem Staate verbunden. Aber die Union stand, was Schweden betrifft, nur auf dem Papier, die Dänischen Könige hatten sie nur, so lange und so weit sie es durch Waffengewalt vermochten, aufrecht halten können. Zur Zeit der Thronbesteigung Christian’s führte ein Mann, Namens Sture, unter dem Titel eines Reichsverwesers die Regierung. Christian machte zuerst 1518 einen Versuch, Schweden zu erobern, jedoch ohne Erfolg. Sein Landheer wurde geschlagen und seine Flotte erreichte den Zweck, Stockholm von der Seeseite zu erobern, ebenfalls nicht. Auf der Flotte befand er sich selbst. Er knüpfte nun Unterhandlungen an und erbot sich, selbst ans Land zu kommen, wenn die Schweden ihm, als Bürgschaft für seine persönliche Sicherheit, Geißeln auf seine Schiffe senden wollten. Aber als er diese an Bord hatte, ging er nicht ans Land, sondern führte die Geißeln, vornehme Schweden, [299] hinterlistiger Weise mit sich nach Dänemark. Unter ihnen befand sich Gustav Wasa. Ein zweiter Feldzug im Jahre 1520 hatte besseren Erfolg. Der tapfere und kluge Reichsverweser wurde in einem Gefechte getödtet und nun gewann Christian durch Waffenglück und Unterhandlungen Stockholm und den größten Theil des Landes. Aber er verdarb seine Stellung völlig durch eine entsetzliche That, welche er in der Meinung verübte, sie dadurch recht zu befestigen, die unter dem Namen des Stockholmer Blutbades in der Geschichte bekannte Hinrichtung von 94 Personen, größtentheils vornehmen Standes, an einem Tage, dem 8. November. Durch Schrecken läßt eine Herrschaft sich nicht befestigen. Gustav Wasa, der Gelegenheit gefunden hatte, über Lübeck nach Schweden zurückzukehren, wurde der Rächer der Hingerichteten und der Befreier seines Vaterlandes.

Außerordentlichen Einfluß auf den König hatte eine Frau, Namens Siegbrit Willums, Holländerin von Geburt. (Sie kommt in den Briefen mehrmals unter dem Namen Syborch vor.) Sie betrieb anfangs einen Kleinhandel in Amsterdam, später eine Gastwirthschaft in Bergen. Dort sah Christian noch als Kronprinz ihre Tochter Düweke, das Täubchen, und faßte eine innige Zuneigung zu ihr. Nach seiner Thronbesteigung ließ er Mutter und Tochter nach Copenhagen kommen. Die Düweke starb 1517, wahrscheinlich vergiftet, die Mutter aber hatte sich längst dem Könige unentbehrlich zu machen gewußt und behielt ihren Einfluß auch nach der Tochter Tode. Ihre Rathschläge galten viel bei ihm. Namentlich bewirkte sie durch ihre Erzählungen von der Wohlhabenheit und Macht, zu der Holland durch die Blüthe seiner Städte gelangt sei, und durch ihre Darstellung von der Freiheit der Gewerbe und des Verkehrs als der Grundlage aller Blüthe eines Landes, daß der König eine Erbitterung gegen den Adel empfand, dessen Privilegien eine solche Entwickelung verhinderten, überdies ihn vielfach in seiner Regierungsgewalt beschränkten. Und diese Stimmung benutzte sie, um ihn in einzelnen Fällen zu ungerechtem und grausamem Verfahren gegen ihr mißliebige Personen zu verleiten, was bei Christian’s zur Gewaltthätigkeit geneigtem Character nicht schwer war. Sie war daher, ohnehin schon als Emporkömmling und unbefugte Rathgeberin, gehaßt und gefürchtet. Denn wenn Einer sie erzürnte, sagt Reimar Kock, so mußte er mit dem Kopfe büßen, er mochte von edelm oder unedelm Stande sein.

Das Stockholmer Blutbad erregte nicht blos in Schweden, sondern auch in Dänemark allgemeine Bestürzung und Erbitterung. Was [300] war von einem Könige zu erwarten, der zu einer solchen Maßregel schreiten konnte? Christian mußte es bald bemerken, daß seine Stellung anfing unsicher zu werden. Um sich nun den Bürger- und Bauernstand geneigt zu machen, gab er Verordnungen, die den Zweck hatten, ihn zu heben und die Privilegien des Adels zu beschränken, aber er führte sie nicht durch, als der Adel widerstrebte, und verdarb es darüber mit Allen. Er machte Versuche, die Reformation einzuführen, und verfeindete sich dadurch die Geistlichkeit, aber auch dabei war er nicht consequent, sondern gab seine Versuche auf, als sie nicht sogleich gelangen und er für sein Interesse besser durch Erhaltung der Freundschaft mit dem Papste zu sorgen glaubte. So verlor er alles Vertrauen, dazu kamen Beschwerden über einzelne Grausamkeiten und über den Einfluß der Siegbrit.

Gegen die Hansestädte hatte Christian beständig ein feindseliges Verhalten beobachtet. Er beschränkte ihren Handel in seinem eignen Reiche und untersagte ihnen allen Verkehr mit Schweden, so lange er sich in Krieg mit diesem Lande befand. Lübeck suchte er durch eine List ganz in seine Gewalt zu bekommen. Er stellte nemlich bei einem Besuche, den er im Sommer 1521 dem mit den deutschen Verhältnissen damals noch nicht genau bekannten Kaiser Karl V., seinem Schwager, machte, diesem die Stadt als eine kleine und unbedeutende, für ihn aber bequem gelegene dar und bat ihn, sie ihm zu überlassen. Vielleicht wäre der Plan geglückt, wenn nicht ein ebenfalls anwesender Bürgermeister von Cöln dem Kaiser eine richtigere Darstellung gegeben hätte. Lübeck hatte also mehr als einen Grund, offenen Kampf mit Christian einzugehen. Im Jahre 1522 rüstete der Rath zwei Flotten aus, eine um Seeland anzugreifen, eine andere unter der Anführung der Rathsherren Berend Bomhower und Hermann Plönnies, um Gustav Wasa zu unterstützen. Dieser war unterdessen in seinem Kampfe glücklich gewesen, war von den Schweden auf einem Reichstage zu Watstena im August 1521 zum Reichsvorsteher erwählt und hatte die Herrschaft in dem größten Theile des Landes gewonnen. Aber Stockholm war noch im Besitz der Dänen, Gustav Wasa konnte es nicht erobern, weil es ihm an Schiffen fehlte und weil Severin Norby, auch Sören Norby genannt, Dänischer Armiral, ein tüchtiger Seemann und treuer Diener seines Königs, die Stadt mit Soldaten, mit Lebensmitteln, die er selbst hauptsächlich aus Finnland herbeiführen ließ, und mit Munition versorgte. Ihn daran zu verhintern und Gustav Wasa zum Besitz von Stockholm zu verhelfen, war die [301] Aufgabe der Lübeckischen Flotte. Die Kosten dieser Flotte versprach Gustav Wasa zu ersetzen, nämlich für jedes Schiff monatlich 150 Mark Lübisch außerdem jedem Schiffer für sich selbst monatlich 18 Mark Lübisch und für jeden Mann, den er an Bord hatte, wöchentlich 12 Schilling Kostgeld zu geben.

Im December 1522 faßten die Jüten den Entschluß, sich von dem Könige loszusagen, und setzten sich mit seinem Vaterbruder, dem Herzog Friedrich von Holstein, in Verbindung. Das erste Zeichen ihrer Stimmung gaben sie dadurch, daß sie auf einem nach Callundborg ausgeschriebenen Reichstage nicht erschienen. Die Gefährlichkeit der Seefahrt bei so später Jahreszeit gab den Vorwand. Der König erschrack. Um dem angegebenen Vorwande zu begegnen, schrieb er für die Jüten eine neue Versammlung auf den 25. Januar nach Aarhus aus, wohin er selbst kommen wollte. Am 20. Januar aber beschlossen die Jüten, dem Könige einen förmlichen Absagebrief zu schicken und den Herzog Friedrich zu ihrem Könige zu erwählen. Der Mann, der den gefährlichen Auftrag erhielt, Christian den Brief zu überbringen, – er hieß Magnus Munk – entledigte sich desselben in kluger Weise. Er traf den König auf dem Wege nach Aarhus in Veile, machte ihm einen Besuch und wurde zum Abendessen eingeladen. Beim Abschied ließ er, wie aus Versehen, seinen Handschuh zurück, in welchen er den Absagebrief hineingesteckt hatte. Das zeigte sich erst am folgenden Morgen, aber da war Munk längst weiter zum Herzog Friedrich gereist. Dieser war geneigt, die dargebotene Krone anzunehmen, glaubte aber vorher sich des Beistandes der Stadt Lübeck versichern zu müssen. Er kam in Begleitung seines Kanzlers Wulf von Uttenhofen am 2. Februar selbst hieher, unterhandelte mit dem Rath und schon am 5. Februar wurde ein Vertrag geschlossen, in welchem der Rath, gegen das Versprechen, daß den Hansestädten die früheren Privilegien in Dänemark wieder zugestanden werden sollten, sich verpflichtete, ihm 4000 Mark Lübisch auszuzahlen, eine Last Büchsenkraut, d. h. Schießpulver, zu liefern und ihm 200 Soldaten zu Pferde und 4000 zu Fuß zu stellen und zu unterhalten. Zur Erfüllung dieser letztern Verpflichtung nahm der Rath den Grafen Johann von Hoya in Dienst, der eben mit einer Anzahl Söldner nach Holstein gekommen war, eigentlich um für den König zu fechten, in dessen Diensten sein Bruder, Graf Erich, schon stand. Darauf nahm Friedrich die dargebotene Krone an und empfing am 26. März die Huldigung der Jütschen Stände. Christian aber wählte unter allen Auswegen, die [302] er nun einschlagen konnte, auf den Rath der Siegbrit denjenigen, der ihn am sichersten der Herrschaft für immer berauben mußte. Er rüstete seine Schiffe aus, lud hinein, was er Werthvolles in Besitz hatte, und verließ mit seiner Gemahlin, seinen Kindern und der Siegbrit am 13. April Copenhagen, um in den Niederlanden bei seinem Schwager, dem Kaiser Karl, Hülfe zu suchen.

Das sind die Ereignisse, auf welche in den Briefen vielfach Bezug genommen wird.

Die Beförderung der Correspondenz war damals nicht so bequem, als jetzt. Posten waren erst im Entstehen begriffen, in Lübeck gab es keine. Indessen fehlte es doch nicht an Gelegenheiten, Briefe zu befördern, auch nicht an sicheren und ziemlich häufigen. Alle größeren Städte, und so auch Lübeck, die in häufigem geschäftlichen Verkehr mit einander standen, unterhielten zu diesem Zwecke eigne Boten, deren Dienst vollständig organisirt war. Der Bote legte jeden Weg zu Fuße in einer bestimmten Anzahl von Tagen zurück, übergab sein Schreiben und nahm die Antwort wieder mit sich. Zugleich erhielt er von dem Rathe der Stadt, in die er gesandt war, eine schriftliche Bescheinigung darüber, an welchem Tage er angekommen und an welchem er wieder expedirt sei. Solche Boten waren auch Vermittler von Privatcorrespondenzen und ließen sich gewiß gern dazu gebrauchen, indem sie dafür besondere Vergütung empfingen. Es scheint, daß sie unter der Unsicherheit der Wege wenig zu leiden hatten, denn wir erfahren aus mehreren Angaben, daß die Beförderung der Briefe regelmäßig und in verhältnißmäßig kurzer Zeit geschah. Ein am 7. Januar in Nürnberg geschriebener Brief kam am 23. hier an, ein anderer vom 31. Januar am 14. Februar, einer vom 1. März am 12. desselben Monats, einmal freilich ein am 6. December geschriebener erst nach dem 6. Januar. Noch sicherer als sie reisten bis zur Zeit der Reformation Geistliche, deren sich daher auch Fürsten und Privatpersonen häufig bedienten, um Geschäfte an fremden Orten zu besorgen. Zugleich hatte man dann mehrentheils sachverständige und geschäftskundige Boten. Indessen erforderte das immer größere Kosten; Geistliche mußten höher bezahlt werden, als gewöhnliche Boten.

Geschlossen wurden die Briefe im Jahre 1523 noch nicht mit Siegellack, sondern man legte sie zusammen, band einen Faden darum, zog die beiden Enden desselben mitten durch den Brief, machte einen Knoten und legte dann über diesen eine Schicht Wachs, darüber ein [303] kleines Blatt Papier und drückte darauf das Pettschaft. Die Briefe wurden also „zugestochen.“ Sollten mehrere zusammen befördert werden, so wurden sie „beigebunden.“ Beide Ausdrücke kommen in den Briefen vor.

Unter den Personen, welche die Briefe geschrieben haben, ist zuerst die Ehefrau, Catharina, zu nennen. Sie schreibt an ihren „alder levesten Mattes,“ unterzeichnet sich Catharina Mulich j. a. l. f., d. h. juwe aller leveste fru, und es spricht sich in ihren Briefen eine rührende und liebenswürdige Zärtlichkeit aus, verbunden mit weiblicher Sorge für Schmuck, Kleidung und Speisekammer. Die rein menschlichen Verhältnisse sind zu allen Zeiten dieselben. Sie schreibt über persönliche Verhältnisse ohne Rücksicht auf die Politik, außer wo diese ihre häuslichen Verhältnisse berührt. Das war freilich der Fall. Wir erfahren aus ihren Briefen, daß der Rath, um die Ausrüstung der Schiffe zu bezahlen, eine außerordentliche Steuer erhob; so ist es zu verstehen, wenn sie schreibt, daß sie Geld habe „in die Kiste“ bringen müssen. Wir sehen ferner, daß der Rath auch die Schiffe der Kaufleute für kriegerische Zwecke benutzte, sogar, wie es scheint, in Nothfällen, ohne dafür zu bezahlen. Der Zweite, der schreibt, ist Mulich’s Handlungsdiener, Matthias Scharpenberg. Seine Briefe betreffen zunächst Geschäfte. Es waren 50 Sch. ßl. Kupfer an Heinrich Kerckrinck verkauft, die aber die Oldesloer Mühle nur nach und nach liefern konnte. Außerdem hat er viel zu thun, um die Gelder wieder einzufordern, die Mulich den Fürsten und den holsteinischen Adeligen geliehen hatte. Aber das gelang ihm sehr wenig, die Herren waren sämmtlich schlechte Zahler, die Briefe sind voll von Klagen darüber. Er meldet auch die Nachrichten, die er über die Kriegsereignisse erfahren hat, und zugleich Stadtneuigkeiten, namentlich Verlobungen, und zwar nicht blos die wirklich geschehenen, sondern auch solche, die nur vermuthet wurden. Außer seinem Handlungsdiener hatte Mulich noch, wahrscheinlich nur für die Zeit seiner Abwesenheit, einen Factor, d. h. einen Agenten oder Bevollmächtigten, Hans Castorp, der ihm ebenfalls häufig Berichte sendete. Er war ein naher Verwandter der Catharina Mulich, entweder ihr Mutterbruder oder ihr Mutterbrudersohn; dem Namen nach kann er sowohl das Eine als das Andere gewesen sein. Ferner schreibt ein anderer Verwandter, der eben genannte Heinrich Kerckrinck, ein leiblicher Vetter der Catharina Mulich, da seine Mutter ebenfalls eine Tochter des Bürgermeisters Castorp war, Mitglied der Junker-Compagnie, der über die Fastnachtslustbarkeiten dieser Compagnie einige höchst interessante Aufschlüsse [304] giebt. Er war es, der die große Parthei Kupfer empfing, offenbar, um sie wieder zu verkaufen. Wir sehen hieraus, so wie aus mehreren andern Erwähnungen in den Briefen, daß damals die Mitglieder der Junker-Compagnie ihres Standes und ihrer Würde unbeschadet kaufmännische Geschäfte betrieben. Andere Correspondenten bedürfen hier keiner Erwähnung. Die Männer schreiben alle auch über Politik, welche damals in alle Lebensverhältnisse hineingriff. Was sie berichten, ist zum Theil nicht richtig, und das kann nicht Wunder nehmen, da Nachrichten sich nicht anders als durch Erzählungen verbreiten konnten. Bisweilen kann man an den Nachrichten das Wahre und das Hinzugefügte von einander scheiden, z. B. bei übrigens richtigen Thatsachen die Übertreibung in Zahlen. Manche Nachrichten haben sich aber wirklich ganz recht von Stockholm oder Copenhagen hieher erzählt, und es ist wohl merkwürdig, daß Heinr. Kerckring seinem Freunde schon am 15. März meldet, König Christian habe die Absicht, mit seiner Familie und seinen Schätzen Copenhagen zu verlassen und nach Holland zu gehen, da dies doch erst am 13. April wirklich geschah. Was hier in der Stadt selbst vorging, konnte zum Theil kein Geheimniß bleiben, z. B. die Anwesenheit des Herzogs Friedrich und des Grafen von Hoya; über die Verhandlungen des Raths aber wurde, so lange sie dauerten, Schweigen beobachtet und das Publikum erfuhr nichts davon. In dieser Beziehung ist insbesondere ein Brief des Rathsherrn Hermann Meyer (No. 6) interessant.

Die Datirung der Briefe geschah im Jahre 1523 zum Theil schon, wie sie jetzt geschieht, indem man die Monatstage zählt, zum Theil aber geschah sie noch so, wie es im fünfzehnten Jahrhundert und früher ausschließlich üblich war, indem man die Tage mit denjenigen Namen benannte, die ihnen im Kalender beigelegt sind, d. h. mit den Namen des Heiligen oder der kirchlichen Feste, denen sie gewidmet sind. Manche dieser Namen waren allgemein bekannt, sind es ja zum Theil noch jetzt, z. B. im Januar der 6te der Drei Königs-Tag, der 17te Antonius, der 20ste Fabian Sebastian, der 25te Pauli Bekehrung, im Februar der 2te Mariä Reinigung oder Lichtmesse, der 10te Scholastika, der 14te Valentin, der 22ste Petri Stuhlfeier, der 24ste Matthias und so weiter. Für die dazwischen liegenden Tage setzte man z. B. Montag nach Lichtmesse, Freitag vor Pauli Bekehrung. Oder man benannte auch die Tage nach den kirchlichen Namen des vorhergehenden oder nachfolgenden Sonntags.

[305]
No. 1. Von Dr. Nicolaus Marschalk.[1]
1521, Septbr. 7.

Minen freundlichen dienst zuvor. Erbarer gunstiger freund vnnd forderer. Ich hab vf heute vigilia nativitatis Marie[2] zu Gustrouw enwern boden mit euwrer suplication vnd des raths schriffte, von stunt als er komen, an minen gnedigen herren, herzog Heinrich gefordert, auch vmb euwer willen ylend[3] gnedig antwort erlanget vnd vorschrifft,[4] dermassen das yr von eurem kegenteyle Jochim Buchwold vor gewaltsam vngeborlichem furnehmen wol beschuttzet vnnd sicher seyt. Ich hab auch mit seiner furstlichen gnaden vnterteniclich angehalten vnnd erlangt, das sein f. g. in dessem euwerm anligen vnnd auch sust euwer gnediger her sein will, auch ob yr des begeret, euch mit geleyte[5] gnediclichen versorgen vnnd sust was euch weiter anligendes[6] gnediclich zu beschirmen angenohmen. Vnnd so euch an geleyte oder sust etwas weiter mangelt, muget yr mich als einen, der ytzo by seiner f. g. stetes wessens,[7] lassen antogen,[8] solt yr schleunige trost vnd hulfe bekomen. Weiter, lieber Mattes, hat sein furstlich gnaden zu Lubec bey einem, gnant meister Hans, Buchbinder oder presse mecher, wonend hinder vnser lieben frouwen kirchen oder dem rathause in der wame strate bestellen lassen zwu spinnell[9] mit zweyen heubtern,[10] die wolte sein f. g. gerne auf das ylendeste haben, mir befolen euch derhalb zu schryben, das yr die selbige woltet mit euwer darlegung[11] auf das neheste dingend[12] erlosen vnnd wol verwaret auf dem furwagen gegen der Wismar in des kirchherren haus zu Sanct Georgii, her Jochim Gysman genennet, ylend schicken, dar siner gnaden daran etlicher brief halb lassen zu drucken mergelich gelegen. Vnnd was yr derhalb vmb die zwu spinneln myt yren houbten ausgebet, sol euch vff Sanct Michelstag zur Wismer von dem forstlichen tage vnvertzuglich [306] vnd gutlich entrichtet werden vnd zugeschicket. Sin gnad werdt auch das mit gnaden vnnd ich in aller freundschafft vergleichen vnnd verdinen. Datum Gustro am afent nativitatis Marie anno etc. xxj.

Doctor Nicolaus Marschalk. 


No. 2. Von Matthias Scharpenberg.
1522, Decbr. 17.

Minen getrwen vnde wylligen denst stedes to voren. Weth, leve Juncker Matz, dat wy noch alle fryss vnde gesundt sint van de gnade Gades, der gheliken horen wy ock alle tyt gern van jw vnde allen jwen guden frunden etc. Furder so weth, leve juncker, dat my Tylle[13] van dage[14] hefft gesecht, dat hir sy ein bargerfarer kamen van Kopenhagen vnde ys dar vencklyck[15] gewessen, vnde hir schall jo ock ein gefangen sin vth Dennemarken vnde schall ein burmesters sone[16] wessen, den sulven schall he lossen oder weder inholden. De sulve bargerfarer schall gesecht hebben, dat se noch nein tydyng[17] van des k(oninges) schepen hebben, offt se bleven syn oder nycht, vnde sint in groter moge[18] to Kopenhagen der scheppe halven, offt se bleven sin oder nycht, vnde dar hadden syck velle knecht wech steken, de jn dem frost nycht hadden mede vth wyllen; do de schepe wege[19] west weren, do weren se weder her fur gekamen, do hadt se de k(oning) in dren schuten myt profandi noch gesant,[20] de sulven weren vordrenket by Valsterbuden etc. Item leve juncker, de frow buth ju tho.[21] dat hir velle brutlacht[22] werden, gy schollen ju spuden,[23] dat gy in kort to huss kamen, se wyll ock anders[24] einen anderen man nemen. Hans Stotebruge krycht Anneken Horensee, Godert van Hovelen krycht Anneken Werbeken (l. Warmböke), Kurt Koster krycht Frossels dochter, ock geith de sage, Hans Stryck schall Kattrin hebben, dat ys my van dage gesecht. Leve juncker, yck wet jw vp dyt pass[25] in sunderheith nycht to scryven [307] mer, dan alle tyth in godt bevallen vnde de frow vnde moder vnde yck laten jw vnde Hans Huter[26] vnde syner frowen alle velle guder nacht seggen etc. Datum Lubeke des mydtwekens in der quatertemper anno 1522.

Matthias Scharpenberch 
j(uwe) w(illige) dener. 


No. 3. Von Matthias Scharpenberg.
1523, Jan. 8.

Mynen getruwen vnde wylligen denst stedes to voren.[27] Weth leve Juncker Matz, dat my ein toreff van jw geworden ys am nygen jars avende by des radts baden van Lubeke, dar ys nein datum in, dar in gy scryven, leve Juncker, dat yck Otte Rattlow schall anspreken, de dun dat sylberen stück[28] myt jw van m(ines) g(nedigen) h(ern) wegen bostelt hefft vnde ock de sack myt der Wyttorpesken[29] vnde ander dyng mer, so de breff mede brynget, dem sulven na wyll yck gern allen flyt[30] an keren vnde myt dem besten vorvorderen;[31] wo yck dan myt in allen far, wen yck wylt Got weder to hus vam vmmslag kam, de menyng myt der ersten bodeskop scryven etc.[32] Sust so weth, leve Juncker, dat vnse heren, als her Clawes Bromse vnde her Hermen Valck nu vor den hyllgen dagen to Hamborch weren vnde dar was m(in) g(nedige) h(er) van Holsten ock gewesen vnde als men secht de Dyttmersken vnde de van Bremen vnde Stade ock; wes se aver gehandelt hebben, kan yck jw vor nein warde[33] scryven, sunder men sacht, dat de besluth ys, dat se dem k(oning) neyn volck mer tostaden[34]fürchtet sich.</ref> wyllen vnde m(in) g(nedige) h(er) van Holsten nympt ock knecht an; so men secht, schall s(ine) g(naden) wol by 2000 hebben vnde befrucht syck[35] ock vor dem konig, vnde vnse heren brochten myt syck van Hamborch ein greven van der Heiuwge[36] vnde was hir wol [308] by acht dagen vnde ys nu weder wech vnde men meint, dat he etlyck reisich tuch[37] her bryngen werth vnde sin bruder vnde de anderen reiseners als 400 perde, de schollen noch lyggen to Flensborch vnde Oppenrade[38] vnde dar vmme her, vnde wyllen nycht aver,[39] er se vor wyssing[40] hebben vnde Clawes Hermelin yst nach dem k(oninge), dar waren[41] se vp, wath he en vor antwert brynge, dar werden se syck nach richten etc. Furder so mogy[42] ock weten, leve juncker, dat yck hebbe vornomen van luden, de dat ock wol weten, dat ein ersame rath van Lubeke noch nein worafftige tydyng[43] hebben van den schepen gehadt, syder[44] dat se van hir aff gelopen sin, sunder alle de tyding, de hir noch beth her to gewessen sin vth Sweden vnde van den schepen, sint alle floch mer.[45]

Item mer so weth, leve juncker Matz, dat yk vp dato hebbe gelevert nach jwen scryven her Hinrick Kerckryng an dack kopper[46] XXI schippund XVII lispund myn II markpund etc. Sust, leve juncker, weth yk jw vp dyth pass in sunderheith nycht to scryven, dan yck wyl wylt Godt morgen noch deme Kyll[47] vnde de sack dar vth rychten, wylt Godt, dem yck jw bovelle[48] in langer sundtheith vnde wolvart vnde grutt my Hans Huter vnde sin frow vnde Frederyck etc. Datum myt hast to Lubeke am dunnersdag noch der hillgen drekonig anno 1523.

Matthias Scharpenberch 
j. w. dener. 


No. 4. Von Hans Castorp.
1523, Jan. 8.

Mynen wyllyghen denst, ersame leve swager. Ich wet juw nycht sunderges to scryffende, as ich kortes vorhen gescreffen hebbe, als fan der tydynge, de fan Telte cwam,[49] dat vnse scheppe de schuten[50] vt Fynlant genamen hebben myt der [309] fyttalge,[51] sus[52] is hir sent[53] gen[54] tydynge fan dar gewest; et wert morn[55] XIII weken, dat se fan hyr leppen vnde hebben vnse heren nycht en breff fan her Ber(n)t Bomhower hat, dat al man forwundert, wo et dar vmme is; hadde wy nycht dat schyp fan Telte hyr kregen, so waste wy nycht, dat vnse scheppo for dem holm[56] weren, wy vormoden vns aldage tydynge fan dem holm, Got gefe wat gudes; hyr is tydynge vt dem lande to Holsten gekamen, de fan Koppenhagen dar[57] sal gescreffen syn, dat vnse scheppe vnde Seferryns[58] scheppe sych solen to hope geslagen hebben vnde Seferin sal III scheppe forlaren hebben, de em in de grunt geschaten synt, mer ich geffe em nenen loffen,[59] der logen kumpt hyr so fel,[60] ich loffe nycht hastich, er ich breffe se.[61] Sus nycht nyges,[62] als ich juw lates[63] schref, dat her Clawes Bromse to Hamborch was vnde de junge hertych fan Holsten was dar och; wat se dar handelt hebben myt den Detmersken, en wet men noch nicht, wat et in sich hefft, dar was de greffe fan der Hoje och, de myddelste het juncker Johan, de cwam hyr myt vnsen heren in ryden vnde hadde III kapteyne mede reysegen, de legen hyr VIII dage vnde weren tvemal myt vnsen rade vp der scryferyge;[64] men secht, dat se en myt IIIIc perden hebben bospraken, offt[65] se en behoff hebben, wat se em geffen[66] solt, vnde of se syner nycht behoff hebben, so sal he for syn vt rustynge so fel[67] hebben, als he des ens is myt vnsen heren,[68] se cwyteden vt der herberge[69] myt dem goden mans[70] vnde ret[71] wedder van hyr mit haste; dar synt schryffte twyschen en vnde dem rade gemaket, men kan noch nycht to weten krygen, wo et steyt, wyl ich juw myt den ersten wol schryffen;[72] syn broder de jun(g)ste [310] lycht noch by Flensborch vp der grensse van Jütlant myt dem reyssegen tuge, se wylt ander stelbreffe[73] hebben vnde och gelt; Clawes Hermelyn is an den konynch getagen, dar lyggen se nu vnde tofen,[74] se wylt enen anderen stelbreff hebben vnde X gulden op de hant, so is hyr et ruchte.[75] Och cwemen dar nu V boslüde fan Kopenhagen, der weren XXV gewest vnde weren van dem sunde[76] vnde weren by Kokke gebleffen, vnde worden dar gefangen vnde to Koppenhagen in den torn gesat, wol III weken, sus worden se los gelaten, dat se vp loffn[77] fryg gyngen; sus hebben sych erer V affgestalen vnde hebben by dem strande en bot gekregen vnde so by de Wissmer an lant gekamen; de sulfen synt hyr, de seggen, dat to Koppenhagen noch gen tydynge hebben van Seferyn gehat, et is III weken, dat se fan Koppenhagen seggelden, mer se seggen, dat Syborch[78] hefft XV bosslude hangen laten fan Rostke,[79] de tor se wert roffet hadden.[80] Och segen se,[81] dat mester Jasper Hake vnde mester Johann Wenke, de en was kenseler, de ander scryffer,[82] de synt beyde far den haren gebrocht;[83] is de sake, Jacop Mygelsen hadde en recht gant van enem arfe[84] vnde for krech[85] en breff fan der k(oniglichen) w(erde), dat he et antasten solde, vnde tot affer[86] in Schone, he brochte den breff dar hen, do wolden se em noch nycht insteden,[87] went et galt jo der stat dar an, de schychkeden to Syborch in des konges affwesen vnde forwerfen[88] enen breff, dat ment[89] Jacop Mychkelsen [311] nycht to leferen[90] sol, sus nympt Jacop synen breff vnde tot wedder tom konge vnde secht dat, dat Syborch sulken breff geffen heff,[91] he sent dem kenseler boden, vnde den scryffer och, vnde fraget en, wol[92] en den breff hefft vorsegelen heten; seden se Syborch, do sande he to Syborch vnde fragede er, do sede se, se logen[93] er affer, et weren forreders; sus let se de konynch in den torn setten de beyde, vnde se mochten nycht war seggen, sus wol se de frunde to Koppenhagen vt borgen,[94] als se dar beyde baren synt, men se mochten se nycht los krygen, dat bermelych is,[95] vnde san[96] se fort van Koppenhagen an den bisschop, de hefft se vmme bryngen laten, vnde al er gut is forgeffen;[97] dyt secht men och vt dem lande to Holsten her, dat et war wessen sal. Sus nycht mer, den ich hebbe her Hinrich Kerchrynch so lange angespraken, dat he fan dage[98] hefft den kopper entfangen, so fel in juwen hus was geslagens kopper, he mende, he wolde so lange getoffet[99] hebben, bet dat he wol en XXX offt XL schyppund to lyke[100] entfangen hadde, dat wer syn fordel gewest, dar lurde he na,[101] mer[102] ich sede em hor morgen[103] so fel, dat he dyt sulfe nu entfangen hefft, nu kumpt juw tyt so fel er vmme,[104] he heft aldus entfangen in VII wychten XXI schyppund XVII lyspund myn II markpund; wo fele stüchke dar synt gewest, schryft juw Matyas wol, he telde et in dem huse vp de kar,[105] ick was myt her Hynrich vp der wage vnde let wegen, wen dar nu mer kumpt fan Oldeslo, wyl ick em fort to lefferen;[106] so gy er to lefferen, so juw tyt er vmme kumpt. Sus nycht mer, de bade wyl recht fort wech; mester Gast de berber sent juw hyr en mate[107] vnde let juw ser bidden, dat gy em doch en waterbechken laten maken [312] fan desser brede myt rande myt alle[108] als desse faden lanck is, he wylt fordenen. Sus nycht mer vp dyt mal, dan gebedet affer my[109] als juw dener; alle gude frunde beden juw gude nacht. Scryffet my doch och ens en brefeken. Gescreffen in hast in Lubeke des donredages na der III konge dage 1523.

Hans Kastorp 
j(uwe) w(illige) d(ener). 


No. 5. Von Catharina Mulich.
1523, Jan. 8.

Frvntlike leve to voren. Wetet, myn alderleveste Mattes, dat wi, got sy gelawet, wol to passe synt;[110] des geliken begere wi van jw to horende. Item, leve Mattes, wi laten jw frvntliken danken vor juwe ringe, wi kregen se recht vp nyjares awent vnde wi gingen to des ommes[111] her Hermen hvs to gaste vnde yck wisede em mynen rinck, de behageden em so wol. So sede he my van deme handel, so sede he my, dat se dat hvs bi Svnte Kattrinen gerne hadden, so hadde de oem secht, he woste wol, dat gi dat nycht en deden, so begerden se men, dat see dat rechschop[112] krigen mochten. So hebbe yk deme oem secht, dat rechschop, dat dar ys, dat hebbe gi Hans Karle to secht vnde ik hebbe dat beste dar af namen, so steit dat so, vnde de oem vortellede my alle wort, wot was to gegan,[113] vnde he haddet en so wol gesecht,[114] dat he yo nycht[115] myt er kregen hadde vnde wot to gan were, dat wuste men ok yo wol. Men her Tomes[116] hadde dar nycht to secht, he wolde den hafeluden[117] nycht ser entgegen seggen, dat merkede de oem wol. Item, leve Mattes, yk wil jw dat nyjar wedder bakken, wer gi men[118] to hus, gi maken my grawe har, dat gi so lange van my synt. Got gewe, dat wi men myt leve wedder to hope kamen. Item, leve Mattes, wi weren en hilgen dre konynge awent myt me oem,[119] [313] dar drvnke wi jwe schalen[120] myt ypecras[121] vnde win vnde hamborger ber. Hir mede syt gode befalen vnde de mome vnde de svster vnde vele gode frvnde beden jw fele gode nacht vnde segget mester Hennynges[122] ok fele goder nacht. Geschrewen yn Lubeke des dvnnerdages na der hilgen dre koninge dage anno XXIII.

Kattrine Mvlich 
j(uwe) a(ller) l(eveste) f(ruw).     


No. 6. Von Hermann Meyer.
1523, Jan. 23.
Jesus Maria.

Minen vruntliken grut myt vormoge vele leves vnde guden tovorn. Ersame leve swager vnde besunder gunstige gude vrund. Ic hebbe van Juwer leve enen breff. in Nurenberg gescreven, wor Ic genen datum en vynde, villichte vorseen, vp den dach sancti Anthonii confessoris[123] in Lubeck entfangen, worinne Ic juwer leve gesuntheit Gade to lave vormerke vnde den sulven bidde Ic, juw darinne lange to vristende,[124] my to ener groten vroude van Juwer leve to horende myt allen vrunden, de Gade to lave ok noch alle, Got gunne lange, gesunt syn etc.

Item vorder, leve swager, asse gi my denne vorhen hebben gescreven vmme ene vorschrifft[125] van enem ersamen rade to Lubeke to Juwen besten an enen erbaren raed to Nurenbarg to irlangende lut enes concepts van mester Hennynges hant, so Ic in deme sulven juweme breve hebbe gevunden, leve swager, dem sulven juwem begerte na hebbe Ic sodane schrifft irlanget vnde Juwer leve to geschikket, hope ok, gi de wol hebben entfangen. De wile Ic nu vt Juwem breve vormerke, gi noch ene clausule dem handel ton besten in deme breve gerne gehat hedden, so hebbe Ic Juw na demsulven concepte noch enen breff vam ersamen rade to Lubeke an den erbarn raed tho Nurenbarg irlanget myt der begerten clausulen, so gi in der copien, [314] welke Ic Juwer Leve myt den vorsegelden myssiven[126] bi jegenwardigen[127] to schikke, werden vornemende etc. Vorder, leve swager, bedanke Ic Juwer leve ser vruntliken der tydynge halven, so gi my hebben gescreven. Ic wer wol geneget, Juw ok tydynge van hir to schrivende, dan[128] eyn ersame rad hir en hefft vp desen dach noch gene tydynge van eren geschikkeden, de se in Sweden hebben, gekregen, sind[129] se dar gewest syn, dan hir is vaste vele tydinge van Suderkopinge dorch koplude her gescreven, de vns al mede is,[130] ok de gemene man geloven gifft,[131] der geliken van Coppenhaven. Ic vormode my, Hans Castorp vnde Mathias werden Juwer leve dat sulve wol schrivende, wente id hir ruchtich[132] vnde apenbar is; wenner wy ens tydinge van vnsen geschikeden vt Sweden, Got geve myt leve, krigen vnde my boren wil[133] to schrivende, sal Juwer leve vnvormeldet nycht blyven.

Item, ersame leve swager, alse Ic desen breff to steken[134] wolde, is my eyn breff van Juwer leve vp den 7 dach Januarii in Nurenberch gescreven an her Thomas van Wikden[135] vnd my ludende, behandet, den Ic ok vort hern Thomas hebbe lesen laten, wor vt wy de menynge allenthalven wol hebben vorstan vnde willen den vrunden vp er anregent, so vele to deme handele Juwer leve ton besten denet, vnvorwitliket nicht laten; wes vns denne van den sulven bejegent,[136] sal Juw myt den ersten wol to wetende werden. Item Ic hebbe ok Juwer leve in mynem vorbreve gescreven, oft gi in menynge weren, dersulven Juwes vrundes nagelatenen wedewen baven dat genne,[137] so wes en van vns gebaden is, des gi, wo Ic in Juwer leve breve vormerke, gesedyget[138] syn, mer to keren[139] wolden, dat gi my dat allene vpt hemelikeste to schriven wolden, so wolde Ic dat so vorvogen,[140] dat gi dar vmme, so vele alse mogelik wer, dat meste dar van beholden solden; wes Juwer leve hir nu inne to donde vnde to latende is, stelle Ic al to Juwer leve gevallen, dan Ic [315] sege[141] gantz gerne vmme levendes vnde stervendes willen, dat de sake mochte vordragen wesen. Hir mede bevele Ic juw Gade dem hern sund vnde salich to ewigen tyden, aver my als aver Juwen guden vrund to bedende.[142] Gescreven in Lubeke 23 Januarij anno 1523.

Herman Meyer. 


No. 7. Von Anna Lüneburg.[143]
1523, Jan. 23.

Mynen früntliken groet to foren. Weten schole gy, myn alder leveste bole,[144] dat ick sunt vnde wol to passe byn; der ghelyken begere ick stedes[145] van jw to horen to langer tyt. Vortmer, leve bole, so late ick jw früntlyken danken vor juwen gulden rynck, ick wolde, dat ick et men wedder vordenen konde, se syn vns so wol to mate,[146] eft[147] wy dar sulven by west hadden. Myn leve bole, my vorlanget ser na jw, ick hape gy wyllen jo drade[148] wedder to hus kamen. Nych mer vp des tydt, men c. m.[149] gode nacht. Hans but jw ock fele goder nacht. Jw sone Jeronymvs[150] but jw ock fele goder nacht. Ghescreven in Lubeke des frygdages na Sunte Fabian Sebastian anno XXIII.

Anneke Lunborch. 


No. 8. Von Berend Johannssen.
1523, Jan. 24.

Mynen denst myt erbedynghe alles guden. Ersamen Mattes, gunstyge vrunt, ik hebbe jwe breve entfangen vnde de menynge vorstan; konde ik jw denst vnde wyllen bewysen, des byn ik gans geneget. Vnse schypp lycht in der Traven, ik vorse my,[151] wy motten vpp dat vorjar[152] wedder in de se, over ik vorhappe,[153] de vnwylle sal gheendeget werden, wy sollen van deme rade [316] hebben solt[154] van deme scheppe, ock kostgelt, so ik my vorse,[155] it sal syn acht hundert mark; offte[156] se betallen, so sal ik dat jwer vrowen hantrecken. Alse jwe leve schryfft an jwen dener Mattyas des geldes halven, so jw is bewust, dat sulve is gevordert van konyncklike werde, men it mochte em nycht volgen, so it nu tor tyt steyt; so ik vorvor,[157] dat dar mer vpp gevordert wert, so wyl ik myt her Hermen[158] vnde her Tomas[159] spreken, vnde wyllen to sen,[160] dat jwe schade nycht worde ghesocht; vortekent my ens jwen summa, wat ghy van konyncklike werde to achter synt,[161] dar na mach men rat nemen. Velle[162] scheppe hebben de Sweden nomen, so ghy wol in schryfften[163] hebben. Gade bevalen to langen dagen. Geschreven den sonavend vor sunte Pawel syner bekerynge[164] anno XXIII.

Bernd Johanssen. 


No. 9. Von Heinrich Kerckrinck.
1523, Jan. 24.

Myne frundtlike willighe denste syn jw voran boreyth. Ersame ghunsteghe leve swaegher. jw breffeken, welk datereth Nicolay[165] is my erst behandeth nu na trium regum, dar vth de menynghe allenthalffen wol vorstanden: de wyle [my] jw factoer Hans Castorp myt sampt juwer erbaren fruwen vnde jwem dener Mattes my ghewillighet idliken[166] kopper, welk vor der hant rede[167] in juwem huse gheleghen, offerbodich[168] vppe vnse for woerde[169] to lefferen, welk ik ock nu na wynachten by de XXII schippunt entfangen, vnde wen se mere werden bringhende van Oldeslo, willen my den ock lefferen, welk ik kan wol irdulden,[170] wen he kumpt, vnde werde den ock entfangen beth tho den foftich schippund tho. So vormerke ik doch vth den juwen schrifften, dat ik so daen gelt zal an my holden, besundergen[171] offt jw erbare fruwe, [317] myn modder, wes bogherde, zal ik ere gudtwillich folgen laten; hyr vp foghe ik juwer ersambeit frundtlik weten, wo ik deme so nakamende werde, vnde hebbe der halffen jwer erbaren husfrouwen vorher, ere ik den kopper entfangen, faken[172] by[173] Hans Castorp ock ere sulven[174] ghesecht, hadde se eyn hundert mark, dre offt veer boderff, solde my anspreken, wolde id ere gherne senden, wy standen vnder vns alse frunde, wolde my alle tydt mit jw wol vorliken; aldus hebbe ik ere laten werden na erem boghere vppe den entfangenen kopper ver hundert mark lüb.; offt se affers[175] mere boghert, werde ere wol sendende, alle were schoen[176] de kopper nicht entfangen, vnde twiffele nicht, wes se van my boghert, gj es eyn gud behach draghen,[177] twiffele ock nicht, wes gi dar desser guden stadt to gude mit heren vnde frunden konen to den besten int fortsettinghe irtoghen,[178] werde gi mit hulpe des almechtigen nicht sparen, vppe dat wy muchten vth dessem bedrucke kamen, dar wy noch idsunder[179] inne syn, wo wol wy beth her van vnsem fiande[180] noch in nenen groten affbroke werden irfunden, des Godt almechtich wil fordan vns bewaren, affers he[181] wert nicht slapende vnde vnser mit den besten nicht ghedenken etc. Item wes forlopich[182] is vth Sweden, wor[183] de vnsen dar noch mit ghelucksamighef factorye[184] werden irfunden, wert juwe leve wol van mester Hennyngo irsporende.[185] Item van des ko. ma. schepen syn wedder to Kopenhagen vppe des hilligen Carstens affent[186] ghekamen, negen in dem talle, nie secht, dre dar van;[187] her Sefferin Norbj zal to Calmer ghekamen syn, se syn sere alle to schaten vnde hebben den Holm nicht konen entsetten; vppe nige jars dach solde syn eyn grot dach[188] in Sweden to Watstena, dar de vnse heren [318] ock weren, vnde me solde dar vorsegeln vns van dem rike,[189] wes wi bogherden, vnde de kopman schrifft,[190] van dem daghe wolde me van dar mit swarem folke na Schoens syde slaen, dar id nu de wynter wol na is; vnse heren mit sampt den wendesken, pomerschen ock dansche stede syn nu uppe Anthoni to daghe, dar ock de rede[191] der Sweden solden wesen, oft se konen; Godt geve, se sluten[192] wes vor id ghemene beste. Item hir ghaet starke flochmere, wo de Juten, ock mere andere inghesetene Dennemarken sick irstreffen tegen[193] ko. ma., welk muchte eyn entschop desser feyde helpen[194] etc.; ko. ma. hadde ock to dem Kile to dem vmmeslage Mester Andreas Golop[195] gheferdeget,[196] vmme idlike dusende dar vp to nemende, affers he hefft dar nicht gekregen, id betenghet[197] in dem orde, so me secht, ock to brekende,[198] dar id mennigen ane ghebrickt, dat wol were eyn sake, to guder entschop kamende etc. Item so gi affers van vnsen olden ghehoeghe der mummenkanse[199] schriffen vor jw to holdende,[200] wil fillichte dit jar wol na blyffen,[201] so noch beth her ghescheen is, vnde de oldesten dar nicht ghewesen: mach jw dat sulffighe dar dessen fastelaffent boffelen,[202] gi jw dar mede frolick maken; wil affers juwe erbare fruwe mit my eyn twintich gulden desser tokamenden fastelaffent wagen, so werde wy to her Thomas vnde in andere ende ghaen, wilt godt, vnde wylle gi lange vth wesen, wy werden seen, wo wy andere boelschop irwerffen,[203] dar weset to fordacht[204] etc. vnd willet dyt myu schriffent int beste vpnemen etc. Ik vorsta ock, dat gy dar kore[205] van guden duffen[206] nu hebben; myne frundtlike bede [319] is, wylleth doch dar na seen offt dar wat gudes ghebloemedes wyt floewel[207] queme, willet mi doch eyn ele V offt VI senden, zal jw offt juwer husfrouwen to dancke offt wem gy es boffeel schriven, ghegeven werden; wolde gy mi ock doch dar vth senden eyn ele V efft VI roet sammyt vor my sulvest, dat neen karmesyn were, dan sustes guden roet floeweel to enen wamboyse,[208] den besten gi bekamen koenen. zal jw to dancke offt wen gy wyllen boffeel dar van geven, tor stundt wedder geven. Myne fruwe js ok begherende, ere to gude wolden vor en half offt en ort[209] majoraens zaet[210] an Katherinen senden vnde bydde derhalffen, gy mynes feles anligghendes nicht willen bosweren. Wuste ik sustes jw offte juwer erbaren husfrouwen denst vnde willen to irtogende, do ik van harten gherne, wylt Godt, deme ik juwer ersamheit in ghelanckwyligher wolffart myt ghesundem lyffe to entholden wyl beffalen hebben. Schreven Lubeck an dem affende Pauli Bokeringhe anno XVcXXIII.

Hinrick Kerckrinck. 


No. 10. Von Matthias Scharpenberch.
1523, Jan. 25.

Mynen getruwen vnde wylligen denst alle tyt. Weth, leve juncker Matz, dat yk sy tom Kylle gewessen tom vmslag vnde nam myt my vp ein warning[211] van Clawes Ludinghussen, dat he jw lende an graven geldt, 400 Mark Lübisch vnde hebbe dar myt betalt de Wyttorp vnde den breff[212] weder, so gy weten etc. Furder so weth, leve juncker Matz, dat my ein breff tom Kylle worden ys by mines heren platner,[213] dar in gy scryuen, gy m(inen) g(nedigen) h(ern) dar gelent hebben 40 gulden, hebbe yk by m(ines) g(nedigen) h(ern) rekenskop geseth vnde dar myt to Gottorp gereden vnde s(ine) g(naden) de rekenskop gesandt by Clawes van Anevelt, de Tunderen plack to hebben;[214] so leth my [320] s(ine) g(naden) seggen, yck scholt den kensler vnde Hinrich Schulten tom Kylle an spreken, dar worde yck myn beschet krygen. Yck reth weder hen nam[215] Kylle, do bogejende[216] my de kentzeler vor dem Kylle vnde woldt noch Godttorp, den sprack yck an, so sede he my, he wost[217] noch nycht darvan vnde hedde noch nein bovell.[218] so sprack ick Hinrich an, de sede my ja, m(in) g(nedige) h(er) hadde em bevalen. he scholdt myt my reken vnde sin g(naden) den scriven, wes he den vor antwert weder krege, so woldt he my gudtlick entrychten; des wolt yck nycht don, dat yck my wolt laten aff breken[219] vnde sede, idt were meist vthgelecht gelt, als de rekenskop mede brocht, wolt s(ine) g(naden) jw wes affkorten, dat most yck laten schen, sunder yck woltet nycht, don[220] so toch Hinrich hen nach Godttorp vnde wolt m. g. h. vnderrychten; do Hinrich weder kam, do wast na als vor,[221] he scholt myt my reken vnd den scholt yk to s. g. kamen to Godttorp, dar scholt yck betalyng krygen; dess yck my dun beclaget tegen Hinrich, jwen halven vnde ock myner hallven nycht egede[222] so hen vnde her to wyssen, vnde yck scholt so myn lyff vnde jw gelt so spellen furen, vnde ander luden worde er gelt tom Kylle vnde wol to Lubeke gesandt, als Hermen Schutt to jar[223] schach; do sede he my, yck scholt to vreden sin. he wolt s. g. vnderrychten vnde sin best don, wes he van s. g. erlangen konde, wolt he my to Lubeke schaffen, men yck most my lyden[224] noch ein vertein dage, s. g. hadde nu to schicken etc. Sust, leve juncker, hebbe yck van nemant konnen gelt krygen, dat yst ein slym vmslag gewessen; Hinrich Ransow was dar nycht vnde Henneke van Buckwoldt; Henneke Ransow wyl syck myt jw wol vordragen, her Jorgen van der Wysck meindt, he wylle noch gelt van jw hebben, wen gy mit ein ander reken, wer dan dem andern (schuldig) yst, dat he den andern betalle; he hefft ock vorlofft[225] geven den oldesloern, to vysken bett an vnse mollen,[226] dar [321] fragede yck em vmme, off[227] he dat gedan hadde oder nycht, dar wolt he my nycht grodt vp antwerden, sunder he sede. he woste nycht, he most noch sulven myt jw spreken; so kan yck vornemen,[228] dat idt idel schalckheith vnde boverige myt em ys. Hans Ransow vnde ein van sinen sonen schollen de tyt eres levendes hebben van Segeberg 100 gulden, de holt he en ock for.[229] vnde hebben an ein ander entsecht,[230] so dat idt nu ser selsen to gadt[231] in de werlt. Furder, leve juncker, so gy scryven des koppers halven. hebbe yck her Hinrick Kerckrinck gelevert des dunnerdages noch den hilgen 3 konig dag, an dackkopper 21 schippund 17 lyspund myn 2 mark pund vth dem huse. so ys noch vp der mollen, dat gesmedet ys van einem fatte: so frow[232] dat water vp kumpt, wyl yck em dat ock leveren; so ys hir noch dat fath loss kopper, (dat) gy vp slugen; wyl yck ock don[233] vp de mollen senden; so ys hir nein kopper mer, dan[234] de runden kugeln; dar weth jw noch to rychten, ock offt gy kopper her senden mochten, gy vp Hamborch vorscryven, dan yck moth hyr vele wonder hebben loss to bydden vnde yst dat yck holde nu beter, kopper dar to senden, als doch de wagen to Lunborch nu gemeinlyck dar aff laden, dar gy myt dem besten wol wyllen to gedenken. Item mer, leve juncker, so gy scryven. offt se to Oldeslow wes bedarff hetten van sagebleteren vnde hamer vnde ander tuch,[235] byn yck erst gystern vam Kyll kamen vnde wyl dat vorhoren[236] vnde jw dan wylt Godt myt den ersten scryven etc. Furder, leve juncker, weth, dat my en breff geworden ys an Baltzer rentmester m. g. h. van Mekelenborch vnde my dar boven[237] gescreven, gy m. g. h. dar gelent hebben 200 gulden, dat sulve to vor vorderen by Clawes Ludynckhusen weder vth schaffen, dem sulven yck myt allem flyt gern don wylle etc. Item de 400 Mark Lübisch, my Clawes lende noch dem Kylle, hebbe yck en vorwysset vp her Hinrick Kerckrinck, so dat he dar betalt ys. Item mer so hebbe wy der [322] Swinsken geven 13 Mark Lübisch 5 ß, dat ys de vadem 6 ß 6 , dat se ock betalt ys, so hadden Hans Powys vnde Hertych Mestorp werdert.[238] Item myt dem gelt van des dom prawestes[239] wegen hebbe yck do fort Clawes aver antwerdet vnde he hefft my gesecht, he hebbet jw aver screven etc. Item myt Berndt Johanssen des gelts halven hefft he noch by syck vnde secht my, idt schall nein nodt hebben, he wylle jwer wol gedenken vnde eth blyve noch wol hir so lange, dat dyt spyll ein ende hebbe; ock wyll he vns wol to seggen, er he dat van syck don wylle etc. Furder so weth, leve juncker, dat mester Andres myt synen lovers[240] tom Kyll lyggen in gemant van des koniges wegen, vnde se hebben both[241] na s. g.; yck mande mester Andres ock, he claget, he hadde nu nein gelt, yck sege vnde horde woll, wo idt nu to gynge, gy musten nu myt em to vreden sin. Keige van Annenvelde[242] wort gemalt vp ein sogen[243] vnde druckt der sogen dat segel fur den stert vnde wort so vp den kaek genagelt; dat hadde Borgert Hoken den laten, de to Hamborch im denst ys; men[244] he was des avendes wech gereden, als dyt des morgens schach; do sin frunde dat horden des morgens, kam Syvert van der Wysck vnde reth den breff aff[245] vnde lep hastygen nach der holsten straten vnde krech dar sinen broder Dyryck Hoken vnde wolt em hebben doth slagen, men he entspranck em dar in en huss vnde hefft syck entschuldygeth, dat he dar nein weten van gehadt hebbe, so dat idt dar myt in dag stath[246] beth na vastelavende, men se sint so dorde[247] vp den, de to Hamborch ys, vnd wyllen vorscryven an de van Hamborch vnde Lubeke vnde Lunborch, den sulven Borgert nycht in erer stat to [323] lyden, se willent sust myt en to donde hebben, vnde Clawes van Annevelde hir, des byskopes vagt, schall gesecht hebben, idt schall gewraken[248] werden, he wylle gein Annevelde geboren sin etc. Item mer so kam de tyding nu am donnersdage tom Kylle, dat de konyg to Rypen wer vnde hefft geschut[249] laten aver bryngen vnde men ment, et gelt vp de Jüden,[250] de wyllen em ock yo nycht recht horsam sin; he krech nu wol 1500 knecht vnde men secht. em kamen noch 800 vnde 500 perde, dat dar noch, Godt betert, ein euenturs spyll mach van werden; men secht dat he nem de drydt klock vnde den drytten kelck[251] im lande vnde leth velle bussen[252] geten; wes des ys, mach Godt wethen. Leve juncker, yck weth jw sust vp dyt pass yn sunderheit nycht to scryven, dan alle tyt in Godt bevallen[253] vnde spar jw gesundt her wedder, vnde grutet Hans Huter vnde syn husfrow vnde Frederyck vnde allen guden frunden velle guder nacht. Datum myt hast to Lubeke am dage Pawlus bekering in 1523.

Mathias Scharpenberch. 
j. w. dener. 


No. 11. Von Catharina Mulich.
1523, Jan. 25.

Frvntlike leve to voren. Wetet myn alderleveste Mattes, dat wi Got sy gelawet wol to passe synt, des geliken begere wi van jw to horende. Item, leve Mattes, als gi schriwen van den parlen vnde van der keden, dat wil yk jw gerne senden, men yk wilt noch wat an sen, dat yk wisse fore krige.[254] Hir stan noch de scinken,[255] de jw Hans Lvneborch senden wolde, yk kan se dar nycht hen krigen, ik mende gi hadden den drogen fisk lange al hat, so hebben gi en noch nicht kregen. Item, leve Mattes, eft gi ene groter keden maken laten wolden, de ik hebben scholde, dat dorfe gi nycht don. Item yk hebbe X merk kregen van Elseben Berken vor dat gele floewel,[256] vor de elen IIII merk, [324] se wolde my yo wat af breken,[257] so sede yk er, gi hadden my so befalen, yk scholdet nycht anders gewen. Item als gi schriwen, dat gi en nyiar awent[258] hadden yvncfrovwen vnde frovwen yn jwen hvse, dat ys my lef, dat gi jw frolick maken, yt ys dar noch ane,[259] dat yk yn den sorgen bin; my ys nen dyncs frovde, nv yk nycht bi jw bin, yt ys hir doch so bedrvckket, welk Got betert. Item vor[260] Anne Hoolgersen eren breff hebbe yk er sent, den gi mi senden. Item als gi schriwen van deme haferen, dar wil yk to denken dat erste dat hir wat kvmt; vnde gi schrewen Mattiges, dat wi jw welke negenogen svlten[261] scholden; leve Mattes, dat wolde yk gerne don, men se hebben dar wor[262] II stige fangen, so hebben se wor settet;[263] vnde yk scholde Mattiges ok seggen, dat he jw de kökken[264] besorgede. Leve Mattes, yk wolde wol, dat gi genoch hadden, men me kant hir nv ok so nycht krigen, vnde wen me denne al wat heft, so kan men nene fore krigen.[265] Hir mede syt gode befalen vnde de mome bvt[266] jw ok fele gode nacht vnde segget Hans Hoter vnde syner frovwen vnde mester Henniges en gode nacht. Geschrewen yn Lvbeke vp svnte Pawel dach anno XXIII.

Kattrine Mvlich. 
j. a. l. f. 


No. 12. Von Hans Karl.
Laus deo 1523 jar adi 26 Januarij. In Jesus Maria.

Mein freuntlichen gruss vnd wielligen denest zuuor mit wunsch und heyl eines gelückseligen neuen jars zu nuecz und hayl des leybs vnd der sel salickeyt amen, vnd so jr wey[267] gesundheit seyt vnd euch in aller hanlung[268] wol zu stet, ist mir ein frewdt zu horen; dermassen wiest eure liebe hausfrawen vnd die meinen vnd her Herman vnd vns alle noch in einem zymlicken wessen, Got hab lob etc. Item so wist, lieber Junckher, das ich euch 2 tag vor dato hab gechickt auf Meytburg[269] ein thunnen, an Jorg Wesler verschrieben, sol sie euch zusenden mit [325] dem esten,[270] ich wolt sie euch langst gern gesandt haben, so kumbt kein for[271] nicht her, vnd dar in sende ich euch 12 schincken, schenckt euch eur schwager Hans Luneburch, mher[272] 150 riegesche pueten,[273] etlich weine gallen (?) vnd etlich negenaugen,[274] die schieck ich euch, mügt jr mit Hans Hueter vnd Sebastian Melber auff essen, ich het ir auch nicht mer. Mher wist, lieber Junckher, das mir ein prieff von euch ist wol zukummen, dar in ir schreibt, wie das euch das ander vas noch nicht worden sey, verwundert mych ser, es mus abgelecht sein. Andres Reich hat auch guet derpey,[275] hat auch schriefft,[276] das noch nicht hinaus kummen ist, ich hab geschrieben nach Meytburg vnd erfurt,[277] ob es dar abgeladen wer, das vort dan kummen meicht.[278] Mher als ir schreibt, das ir noch kein gelt von Michel Grunboldt von Wirczperg habt aufgenummen; so schreibt ir herein, so ich kein gelt hinaus gemacht het, solt ich hir wehalten,[279] ich wolt euch anders[280] lengst golt oder was hinausgeschieckt haben, do man gelt het von machen kunen; ich hab mit Paul Westler auch geret, so Michel keins gelts zu don[281] het hir, so das er mir 100 fl. wol[282] dar aus reensten,[283] hat er mir gelobt, er vorseich[284] sich, es sol in gelt dar weren, wol er euch 100 fl. ausriechten. Mher als ir schreibt des salpeters halben, das keiner sey dar zu wekummen[285] vnd sey auch deur,[286] ich het in anders wol verkaufft gelassen den tun für 13 fl., wenns guet pruusch guet[287] wer; so man nicht kriegen kan, mues man lassen an stan, vnd was ich euch in solchen vnd andern kundt zu willen sein, solt ir mich alle zeyt wiellig zu finden. Item ich solt euch auch viel neuer zietung schreiben von den kriegsleufften; so weyss ich auch sunders nicht zu schreiben, denn zietung is hir kummen, das warhafftig sein sol, das die vnsern die vietalle schip haben gewunnen, die den holm wolten speyssen,[288] [326] sein pey[289] 64 klein vnd gros vnd sein seeder[290] myt Seve Norby zu bergck gewest[291] in den scheeren von Holm; vnser schep liegen vor dem Holm vnd haben sie so jemmerlicken geschossen vnd geschlagen, das Seve Norby hat gescheychen (?) das sie so stark sein kunnen, vnd vber die hant gewest, hat er die ancker gehauen vnd hat die flucht geben vnd sein 9 schip in Kopenhafen ankummen, sein so ser zuschossen, das sies naue poven wasser wehalten haben,[292] vnd Seve Norby weis niemant, wo er hin is, myt 4 schepen myssen sie in,[293] vnd ein schep von des kunich schepen heten die vnsern feuer ein geschossen, das was in das pussen kruet[294] kummen, das verprun[295] miet man vnd dal, vnd da haben sie gros guet in gefunden von silber vnd gelt, das sie in Finlandt geschatzt[296] heten, dat wert geporgen.[297] Darmit seyt Got wefohlen[298] vnd mein wirt[299] Luetke Mantel vnd sein haus frawe lasten euch viel gueter nacht sagen. Dar mit was euch lieb vnd dienst ist, vnd nembt mit meinem possen schreiben[300] vor guet; was ich weiter neues höre, schreib ich euch. Geschrieben mit der hast. Datum vt supra 1523 jar.

Hans Karl. 
E. w. d. 


No. 13. Von Magnus, Herzog von Lauenburg.
1523, Jan. 26.

Magnus von gots gnaden to Sassen. Enngern vnd Westphalen hertog etc.

Unnsern grudt thuvorn. Ersamer, lever, besunder. Wie du itzundt der vastelkost halven by vns anregest, weren wir gar wol geneigt, vnserm vorigen vertrostinge na dy gnediglick damit to bedencken. Es ist aver dat jar weinich vischwercks by vns gefangen, idoch schicken wy dy ein ferndel vull gesolteden stor vnd einen drogen las,[301] welchs du itzundt to gefallen von vns [327] annhemen willest. Wir hebben dy aver hie thovorn gescreven, etliken damasthen atlas[302] vnd geslagen tennen vate[303] vns to kopen, ock folgende vakemals[304] darumme angereget vnd sunt doch dar mit beth anher vpgeholden. Als ist vnser gutlich boger,[305] du wollest daran sein, dat sulvige nochmals tom forderlichsten bestalt[306] vnd an vns kamen moge. Daran beweistu besundern gefallen, neven gutliker betaling, mit gnaden to bedenken geneigt. Datum Lovenborg mandages na Pauli conversionis anno XXIIIo.


No. 14. Von Hans Castorp.
1523, Jan. 27.

Mynen wyllighen denst. Ersame leve swager, juwer leve wet ich nycht sunderges to scryffen, den jw gesuntheyt vnde wolfart is my en leff horen. Als gy my scryffen, dat gy dar wol dre finger dicker worden syt als hyr, dat haget[307] her Hermen gans wol, dat gy dar so wol to passe syt vnde don juw wat to gude; gy solt dar nycht mer aff hebben vnde is juw juwer dage sur worden. Got sy gelaffet, dat gy dar syt, dar hebbe gy doch genochte[308] vnde frowde. Ich hebbe her Gottschalck fan Wychkede fan juwer wegen gude nacht gesecht vnde den junckfrowen och, vnde hebbe en dar by gesecht, dat gy en elk[309] enen jungen man tom nygen jar wünschen, des se juw hochlych bedanken for juwen gunst vnde se hebben my so hertlych befalen, dat ich juw fel dusent guder nacht enbeyden[310] sal vnde dat gy juw jo frolick maken vnde don juw wat to gude; dyt hebben se my befalen, dat ich dyt dem framen Mates jo toscryffen sal, de moder, her Gotschalk vnde de junckfrowen vnde Hans Luneborch. Och hebbe ich Riken Stangen fel guder nacht gesecht in der peters groffen,[311] de let juw fel goder nacht to enbeden vnde se wet nycht, wor se et mede fordent hefft, dat gy erer denken, se but juw dusent guder nacht. Och entbut juw her Wulff de kenseler[312] fel guder nacht fan Holsten vnde dede[313] my [328] desse brefe, dat ich de an juw besturen[314] wolde. Och heft my Hynrych Kerchrynch enen breff gedan, den ich juw hyr by sende. Och hefft he my ver hundert mrk aferwiset[315] an Hans Scheppensteden, de ich fort Clawes Ludenkusen aferwysede, de Mattyas fan em nam, do he na dem Kyl ret,[316] an grafen[317] gelde. Sus is Claves Ludenkusen fornoget[318] myt de ver hundert mark, de my Hynrych Kerckrynch afferwysede an Scheppensteden van dem kopper; wen dar mer geslagen wert, mach he fort entfangen; jo he er entfanget, jo de tyt er vmme kumpt. Konde gi es mer wat slan, gy soldent hastig forkopen. My is fan twen gescreffen fan Revel, de es by vertig schypp[pfund] hebben wolden. Wert mer frede,[319] so solde et en lustych handel werden, wente de lude leren juwen kopper nu kennen, dat he gut is; al scryven se, van Mates Mulich synem kopper, de vp siner molen slagen is, den wylt se nu al hebben. Got geffe, dat et mer frede werde, ich happe, gy solt my dar och noch mede by helpen. Och als gy scryfen, vmme juw de kokke[320] to besorgen, ich hebbe Kattrynen dar sust aff secht.[321] Kan ich en halffe tunne las krygen, wil ich juw senden. Dar is las to Danske[322] kamen, men secht, es sal hyr en last offt dre[323] kamen, so wyl ich juw en halfe tunne senden. Got geffe, dat he mer kame. My wundert, dat gy den kesse[324] vnde fyssche nycht gekregen hebben vnde Hans Luneborch syne schyncken. Sus, leve swager, wet ich juw nycht sunderges to scryffen, den hyr cwemen nu twe gefangene fan Koppenhagen, de seggen, dat dar IX scheppe to hus gekamen synt fan des konges scheppen,[325] vnde Seferin[326] sal myt ver scheppen na Kalmeren[327] geloppen syn, se hebben to hope gewest myt vnsen scheppen, wente[328] se hebben fast gewundet folk[329] to Koppenhagen gebracht, mer men mot dar nycht seggen,[330] wo se faren synt myt den fynschen scheppen: [329] dat de genamen synt, is war, als ich juw gescreffen hebbe. Vnse heren kamen van dage to hus van Sunde, dar syn se to dage[331] myt den Dansker vnde och ander stede, dar toffe ich na,[332] so wyl ich juw beter boschet scryffen, ich men,[333] de bade toffet so lange nicht mer. Aller leffeste swager, Got geffe juw dusent guder vnde dot juw wat to gude, gy solt dar nicht mer aff bebben. Her Hermens breff sande wy gysteren[334] Kattrynen vnde Hynrych Kerchrynch synen breff ich toffe.[335] Ich happe, ich wyl juw noch tydynge scryven, myt dessem boden nycht mer den mynen denst. Gescreven in hast des dynxtedages na Sunte Pawel in Lubeke 1523.

Hans Kastorp. 
j. w. d. 


No. 15. Von Hans Castorp.
1523, Jan. 29.

Mynen wyllyghen denst. Ersame leve swager, ich wet juwer leve nycht sunderges to scryffen, den als ich juw for gescreffen hebbe, dat vnse heren synt to hus gekamen fan Sunde,[336] als her Hermen Falke vnde Doctor Pakebusk, vnde dar hebben gewesen twe bormester[337] fan Danske vnde de pamerschen stede, mer wat se dar handelt hebben, mach men hir negest horen. Sus is dar nycht nyges vt Sweden, sedder[338] dat desse tydynge fan Söderkoppynge cwam, de ich juw hyr sende, de Hans Salegen syn geselle gescreffen heft, Hans Nigebur, de to Söderkoppynge is; och hebbent wol VI effte VIII in breffen, de dar och geschreffen synt, vnde beden mest allens, so juw desse schrift vormelden wert. Sus synt hyr twe gesellen kamen fan Koppenhagen, de dar gefangen weren, als Jurgen fan Gotland, hir gebaren, vnde noch en geselle, is by Hans Mensynch, den er pasport gefen wert,[339] dat se hyr twe denen, gefangen vp den jachten,[340] de se wedder frygen solen, de seggen, dat des konges, scheppe negen to hus gekamen synt myt fel gewundedem folke, dar Tyle Gyseler mede gekamen is vnde Hinrich Trummensleger, de is dor den [330] knaken schaten. Vnde Seferin de is myt ver scheppen na Kalmeren gelopen vnde hefft al de lantzknechte myt sych na Kalmeren genomen, went de Sweden lyggen dar myt twintich dusent man for Kalmeren to lande. Sus weten se nycht nyges. went de trumme wert to Koppenhagen geslagen,[341] dat men gen tydynge seggen mochte van nemande. Sus hebben vnse scheppe to hope west myt Seferin; wol[342] den mesten schaden hefft, wet man noch nycht, mach men hyr negest horen, sal juw wol to weten werden. Sus nycht nyges, den Hans Henges wert gysteren Hinrich Kerchrynch syn suster laffet,[343] dat mengen frowde gyfft, dat he se em gyfft, he heft et gelt spart. Sus nycht mer, den ich wyl juw in kort scryffen, de knechte liggen noch to Flensborch vnde er reyssetuch to Oldense in Funen. Hyr mede ich juw gade befel vnde mynen wylgen denst vnde fel dusent guder nacht, vnde dot juw wat to gode. Ich sende juw en let,[344] hefft en eddelman gedycht, is to Koppenhagen by dem konge, de to jar im Holm lach vnde cwam in samer[345] myt Seferin vt dem Holm to Koppenhagen, mer he wolde dar nycht wedder hen, wo schalk[346] sych de borger in dem Holm myt den knechten[347] hat hebben. Hyr mede dusent gude nacht. Gescreffen in Lubeke des donredages na sunte Pawel 1523.

Hans Kastorp. 
j. w. d. 


No. 16. Von Hans Castorp.
1523, Febr. 2.

Mynen wyllyghen denst. Ersame leve swager, juwer leve wet ich nycht sunderges to scryffen, den juw gesuntheyt wolfart hor ich fan harten gern. Sus wet ich juw nycht to scryffen, den als ich juw by den baden al gescreffen hebbe. Sus is hyr nycht nyges den et olde, dat vnse scheppe to hoppe west hebben myt Seferyn synen scheppen vnde dat he to Kalmeren wesen sal vnde sal gewunt syn,[348] mer em schat tom lyffe nycht.[349] Vnde de scheppe als negen,[350] de to Koppenhagen gekomen synt, synt [331] ser toschaten,[351] men me secht to Koppenhagen nergen[352] af, dat is dar forbaden.[353] Dat folck is dar bedruckket, went se hebben fel vorwundet folkes mede to hus[354] gebrocht, mer van vnsen heren heft men noch gen boschet, men secht dat de Sweden in Schone bernen[355] vnde de Holm vp sunte Niclawes sal vpgeffen syn. De konyng is in Jütlant vnde dat reyssetuch[356] lycht noch to Oldense vnde de knechte lyggen noch to Flensborch, se wylt nycht fort, se wylt gelt vp de hant hebben. De hertych fan Holsten nympt och knechte an, he heft er rede[357] sos hundert, de olde hertych fan Holsten, hertych Frederych, de cwam hyr hor morgen to feren[358] in myt XXV perden vnde is myt Schorhar to hus. Vnse heren werden em grote er don[359] Wat se handeln, wert men hyr negest to weten krygen. Et reyssegetuch als de grefe van der Hoije wert desse weke myt ver hundert perden hyr kamen. Hyr is wat hemelkes[360] forhanden, et mot drade vt breken,[361] sus salt juw to weten werden so fro et lut wert.[362] Ich hape aldynch[363] sal noch gut werden. Sus nicht mer, den mynen wyllygen denst vnde gebedet affer my.[364] Hyrmede fel dusent gude nacht. Gescreffen in hast in Lubeke vp vnser leven fruwen dach lychtmyssen 1523.

Hans Kastorpp. 
j. w. d. 


No. 17. Von Hans Castorp.
1523, Febr. 4.

Mynen fruntliken grot; ersame leve swager, ich wet juw nycht to scryffen, den als ich juw egistern schreff by Krystoffer, dat de hertych fan Holsten hyr in cwam myt acht van synen reden vnde hebben nu in den dorden dach gehandelt myt dem rade; wat et beduden wert, mach men hyr negest horen; de reder[365] gan vp de schryferye vnde handelen myt dem rade, so gan vnse bormester[366] wedder to den olden hern in Schorhars [332] hus, vnde handelen dar; wat et in hefft,[367] sal juw hyr negest to weten werden; men secht, dat de Jutten aff fallen synt vnde lyggen wol dertich dusent sterck to felde vnd wylt den heren van Holsten huldegen; wat hyr aff wert, sal juw vnforwytlikket nycht blyffen. Tonges Ransow, her Wulff fan Vttenhoff, kenseler, but juw fel guder nacht; Tonges Ransouw is marschalk, er is er wol sös,[368] de my recht fort seggen, ich sal juw gude nacht scryffen, als Otte Ratlouw, Wulff Ransouw vnde der mer. Hyr mede gude nacht. Gescreffen in hast in Lubeke des dages na sunte Blasii 1523.

Hans Kastorpp. 
j. w. d. 


No. 18. Von Wulf von Uttenhofen.
1523, Febr. 4.

Mein willige dinst zuvorn. Erbar besunder guter freund. Ich bitte fruntlich. woldet beigebunden briff an ire orter bestellen lassen. Ewr hausfraw hat durch mich m. g. h. von Holsten den eldern, welcher itzund vier tage zw Lubeck gewesen, vmb gelt lassen ansprechen, aber s. f. g. hatten nicht bei sich, ich wil ir aber zwm Kile was vorschaffen. Ich wolde es vff den vmbschlach gethan haben, szo bin ich nicht zwm vmbschlage gewesen. Von neue zeitung werdet ir in kurze seltzam spil erfaren. Darmit got bevolen. Grusset mir mester Henningen Osthausen vnd alle gute freunde. Datum Lubeck freitag nach purificacionis Marie anno etc. XXIII.

Wolff von Utenhoff canzler. 


No. 19. Von Jürgen Wesler in Magdeburg.
1523, Febr. 12.
Jesus.

Mein willichenn dienst myt vermogen. Erbarer gunstiger Juncker Mats, ich fur euch wyssenn, das ich entpfannen habe vff heutt dato von Hans Karll von Lubeck ein thun mit dyssem merck Briefe an Matthias Mulich 332a.jpg vnd mir dar bey geschrybenn, ann euch genn [333] Nurburge zu ferdygenn.[369] Der halbenn fuge ich euch wyssenn, das ich euch schick mit zeger dyssenn[370] furman Peter Dussel solchenn thun; gebent dem furman dar von zu lonn drey ortt. Dar mit habt ir dyssen meyninge. Euch dinst vnd wyllenn zu erzegenn findt ir mich wyllychenn. Datum Meydeburch vff donerstage nach Scholastica anno 23.

Jorge Wesler burger zu Meydeburch. 
e. w. 


No. 20. Von Hermann Moller.
1523, Febr. 14.

Mynenn fruntlyken grudt vnde beretwyllyge denste etc. Erbaer gunstyghe lieve Matthes Mulych, gude frundt, ich geve juver lieve gutlykenn tho erkennen, wo dat all vnsse guden frunde noych woll tho frede vnde passe synth, des ych my oick genslykenn van jw vorhope vormytdelst gnade des almechtyghen. Vorth,[371] lieve Matthes, nye tydynghe en weyth ych jw nycht sunders[372] tho scryven, dan wo idt eyn gestalt hefft mydt den Juthenn, hebbe gi allenthalven vth anderen scryfften woll vormercketh. Ich was nu yn vorgangen dre weken by Benedictus van Alefelt to Hadersleve, do was konyncklyke werde tho Odensee myt deme graven van der Hoye[373] myt verdehalf hundert perdenn vnde de bysschop vnde rydderschop vth Jutlant weren vorscreven tho Odensee, dar en quam nemant vth Jutlant tho Odensee dan her Magnus Goyge, de sulve moyste myt k(onynklycker) w(erde) yn egener personen thom dyssche sytten vnde k. w. gaff em verba honorabilia vnd blandede[374] seer myt em,[375] wo woll idt all nycht geholpen hefft; dar na kortes schaych de tumultus yn Jutlant vnde de archiepisscopus van Vpsall, her Erik Trullen soene reyth[376] myt my vth Jutlant kortes vor purificationis vnde [334] ys vellychte der menynghe, he wyl na Nurenborch vnde na Rome. Ych vorsee my, he ys vp data tho Hamborch. Gy schollen off godt wyll yn kort nye selsemer tydynge horen, de ych jw vp dyt mall so nycht schryven kan. Hyr mydt sydt gode almechtich tho langen tyden gesunth bevalenn. Gescreven mydt der hast tho Lubec anno 1523 Sonavendes vor fastelavent.

Herman Moller. 


No 21. Von Catharina Mulich.
1523, Febr. 14.

Frvntlike leve to voren. Wetet my alder leveste Mattes, dat wi, got sy gelawet, wol to passe synt, des geliken begere wi van jw to horende. Item, leve Mattes, yk hebbe Hans Karel dat tvch[377] gedan, als gi my schrewen, vnde hebbe dat alle wegen laten. He let syck hir vorlvden, gi hebben em dat hvs gewen, dat ys my van andern luden secht. Leve Mattes, dat helt em wol to der frige.[378] Segget dit yo nemende, dat he yo nicht to weten krige. Item so mot yk nv noch XXV merk to deme scepe gewen, dat bvt my Bernt Johansen to, vnde yk mot nv ecter[379] yn de kisten bringen, so mach yk dat gelt van her Hinrick Karkrinck nemen, yk wet anders nenen rath; so bin yk des synnes, yk wil dar so fele nycht bringen, als yk dan hebbe; dat hir ys, wert yo myen, de rentenere willen so fele nycht gewen als se dan hebben, de Ivde don ere hvse vor half gelt vt, dat se se nycht woste[380] stan laten willen; got gewe dat alle goth werde, wi moten dat bat mede vt baden. Item, leve Mattes, als de hartich van Holsten hir was, so bat ik den kenseler, dat he syne gnade wolde seggen, dat yk dat gelt mochte krigen, dat gi vor em vt lecht hebben, so sede he, he hadde hir nen gelt, so bat yk en, he scholde myner doch denken, wen syn gnade to hvs qveme, so heft he my lawet,[381] he wil myner wol denken, yk salt[382] wol krigen; wat nv schvt,[383] werde yk en war, men yk frvchte, dat ik nycht en kryge. Item, leve Mattes, als gi schriwen van jwen handel, dat gi en leveren scholen, wat se hebben scholen, vp svnte Filippes vnde Yacop dach, leve Mattes, dat [335] bestelt Hans Hoter wol, yk hape, gi bliwen dar yo so lange nycht. Item, leve Mattes, hebbe gi den drogen fisk noch nycht kregen, yk sende jw wol wat, men me kant dar so owel hen krigen.[384] Item, leves Mattes, wen gi Hans Hagenow schriwen, so moge gi em nycht schriwen, dat gi nycht na secht hebben willen,[385] wente he secht na alle man, wat gi em schriwen; he ys en selsen mynske.[386] Item, myn alderleveste Mattes, yck wolde, dat yk dissen fastelawent bi jw were, dar gewe yk wol wat vmme, mer als gi my to lowen; al[387] hebben my gode frvnde to gaste beden, noch were yk lever bi jw; doch dyt wil nv nycht syn, dar mach yk my sulwen yn trosten; dar ys nen tit so lanck, yt nymt yo enen ende; yk hape, dat wi yo noch ens wedder to hope kamen. Hir mede syt gode befalen vnde segget allen goden frvnden gode nacht vnde de mome vnde de svster beden jw fele ghode nacht. Geschrewen yn Lubeke vp svnte Falentines dach anno XXIII.

Kattrine Mvlich. 
j. a. l. f. 


No. 22. Von Matthias Scharpenberg.
1523, Febr. 15.

Mynen getruwen vnde wylligen denst alle tyt to voren. Weth, leve juncker Matz, dat wy noch van der gnade gadts fryss vnd gesundt sindt, der geliken horen wy ock alle tyth gern van jw vnde allen guden frunden. Item, leve juncker, so hebbe yck jw by deme Norenberger baden gescreven, wo ick myt m. g. h. van Holsten vnde dar myt jwen schuldenern gevaren sy, hape yck, de breff sy jw worden. Item so ys m. g. olde her van Holsten hir gewessen, kam hir an vnser frowen lychtmyssen dag des morgens frw to vyffen vnde reth des vrydages[388] des morgens frw to vyffen weder wech vnde vnse heren weren to em in de herberg; yck vorse my, dat se noch eine nyge vorbuntnysse hebben gemaket idt wert syck in kort woll vthteren,[389] wes se gemaket hebben; men secht, de Jutten hebben en vor einen heren karen[390] vnde syn vam konyng treden;[391] wes des ys, werth men yn kort [336] wol wyss werden; men redeth[392] hir weder to de schepe, wy moten noch to jweme scheppe to leggen 25 Mark Lübisch vnde men schall nu weder vp in de kysten bryngen;[393] wy krygen hir 400 perde, schall jo de grave van der Heiowge[394] bryngen, de wyllen gelt wechnemen;[395] ock vorse ick my, dat de reisich tuch hir nycht lange lyggen wert, sunder dem hertych van Holsten to schicken etc. Item so weth, leve juncker, dat de frow vnde yck gebeden hebben den kentzeler, mester Wolfgans was im hus vnde hefft vns gelavet, dat best to donde, vnde wyll vns dat gelt hir in senden vnde dat he jw schuldych ys, gy vor em hebben vth gelecht; wes des schuth,[396] werden wy wys werden; yck besorge aver, dat idt kum gesche, dan yck hebbe ein weinich vornomen, dat he velle gelts van hir bracht hadt; wolt he vns dan wes gegeven hebben dat hedde he hir wol don konnen, den yck leth em dorch den kentzeler anspreken, so konde s. g. hir dar nycht to kamen, men he wolt hir boschaffen. Item mer, leve juncker, so gy scryven, offt se wes van reskop[397] to Oldeslow bedarff worden hebben, dat wert jw mester Markus wol selvest seggen. Item mer, leve juncker, als gy my gescreven hebben vnde ok dar bovenen[398] m. g. h. hertych Hinrick van Mekelenborch breff an den rentmester, to vorvorderen 200 fl.,[399] gy s. g. to Norenberch gelent hadden, so hebbe yck noch beth her to nycht van em gekregen, sunder dyssen bybunden breff,[400] dar vp yck em gescreven hebbe, he my scholt senden vifvndetwintich vnde en half schilling fur den gulden, dar vp hebbe yck noch kein antwert. So hebbe yck nu am Sunavende vorgangen noch ein breff van jw gekregen vnde des hertogen breff dar bovenen, dat gy golt hebben vthgeven; so wyl yck nu vorvordern, dat he moth her in senden fur den gulden sos vnde twintich vnde en half schill., Clawes wyl nycht myn nemen aver to scryven. Item mer, leve juncker Matz, so gy scryven mester Steffans halven, hebbe yk syner hir nicht vornomen, vnd van im noch nycht kregen. Item mer, leve juncker Matz, so gy scryven, dat gy hapen, dat wy jw de [337] koken hebben besorgeth myt vasten spyse, so weth yck nycht, wes men jw senden scholde, hir sint nu neyn schepe van Ryge kamen, de dar welck butte[401] gebracht hebben, de dor wes dochten;[402] ock hebben wy nycht van negenougen vp der mollen[403] gevangen, ock wen wy schon wes gehadt hedden, so könde wy idt jw nycht woll gesandt hebben, den hir kamen nu nein wagen van Norenberg; wy sanden jw lange vor wynachten ein vath myt drogem visck vnde flesck, wy weten noch nycht, offt gy dat hebben gekregen oder nycht; idt geith nu so wonderlick to myth der fur, dat idt aver de math[404] ys, vnde nycht hefft konnen van hir vp einen fur senden; leve juncker, gy moten jw bohelpen, gy etten dar doch woll botter vnde melck, dat wy hir nycht don motten;[405] hir moth men nu vor de tunne herinck wol 7 Mark Lübisch 5 schill. geven, vnde is dar to nycht ser gudt; all den herinck, den men hir hefft, kumpt all van Flensborch vnde vam Kylle, so, gy weten, in der andern veide[406] geschach; hir ys nychts van alle, ock ys hir noch nein lass gekamen, ock drenget syck de rotscher[407] nycht ser hir, vnde raff[408] vnde selspeck oder recklynck; idt steit to besorgen, dat wy hir ein sprode vasten hir hebben werden etc. Item mer so weth, leve juncker, dat yck de breff van Holger Rosenkrans by juwem breff wol entfangen hebbe vnde se vorth besturt[409] an der moder vnde sende jw hir welcke van er weder, de se my vam Kylle gesandt hefft etc. Leve juncker Matz, yck weth jw idtzund in sunderheith nycht to scryven mer, dan alle tyth in godt bevalen vnde grudt my de beden pilgrimme Holger vnde Hinrick vnde myn denst alle tyth vnde dar bovene Hans Hutter vnde sin frow vnde alle gude frunde. Ock, leve juncker, byn yck van einem guden frunde [338] gewarneth worden, dat yck jw scryven schall, dat gy jw vorsen[410] myt hertych Albert van Mekelenborch, gy em nycht lenen, den he betalle nycht wol; dar wet jw noch to rychten. Dar myt velle guder nacht. Datum myth hast to Lubeke des sondages noch Vallentyny im 1523 jar.

Mathias Scharpenberch. 
j. w. dener. 


No. 23. Von Hans Castorp.
1523, Febr. 22.

Mynen wylghen denst nu vnde to allen tyden. Ersame leve swager, ich wet juwer leve nycht sunderges to scriffen, dan juwen breff in Norenberch gescrefen den lesten dach in Januarii hebbe ich in Lubeke wol entfangen vp sunte Falentyns dach.[411] Als gi den scryfen van dem kopper, men[412] es mer hyr kumpt fan Oldeslo, den sal her Kerchrynck vort[413] entfangen; wer es men mer[414] geslagen, he entfynget gern; vnde de datem, als he den anderen entfangen hefft, hebbe ich klar angetekent; men et got gifft, dat et to freden kumpt, so sal et en gud handel werden. Ich wyl al den genen gude nacht seggen,[415] dar gy my fan screffen hebben. Ich sande juw nu breffe, dede[416] my her Wulf Vttenhofer, kenseler van Holsten, vnde sent juw och desse bybunden breffe vnde but juw dusent gude nacht; he hadde hyr en kysste vnde en fetkyn[417] in juwen hus stan, dat nam he nu mede na dem Kyl, ich fryggede et em vt[418] fan dem rade, och was he myt my in juwen hus vnde sprach Katrynen to, et is en fram man, och laffede[419] he Katrynen vnde my, he wolde et maken, so fro he tom Kyl cweme,[420] wolde he et forfogen, dat et gelt vt[421] solde kamen, dat gy fam hertygen solt hebben; went syn junge cwam hyr nu, do bofal he my, als he fan hyr [339] toch, dat ich em en breff[422] scryffen sal vnde solde em formanynge don, dat de frowe er gelt krege, als he my lafet[423] hefft; den breff wolde he den den heren fan Holsten wysen, sus hebbe ich em den breff gescreffen by synem jungen vnde hebbe em bidden laten, dat he et gelt her wolde schyckken, als he my laffet hefft; sus[424] happe ick, dat Kattryne et gelt in kort krygen wert, went he wert hyr sulffen ock in kort kamen wedder de kenseler, sede my syn junge. Se weren hyr VI dage de Holsten, vnde de rat handelde myt dem hertygen alle dage vnde hebben sych fast forbunden myt dem hertygen van Holsten; ich holde,[425] dat de Juten dem jungen hertych fan Holsten huldigen wylt, went de Juten synt em aff fallen vp dre steden als Koldyngen, Wel,[426] Horsnys,[427] dar lycht he myt dem reyssegen tugen inne vnde myt den fot knechten, he hefft dar V hundert reyseges vnde XI hundert knechte, mer he dor[428] sich manch de buren nycht geffen; dar sal jo en stedeken int lant liggen XII myl fan dar, dar synt de bur forsamelt XL dusend stark, de bysschop fan Ryppen was nu affgereden myt anderthalf hundert perden na den buren vnde de borger vt Ryppen hebben al er gut geflogent[429] manch de bur, vnde synt dar hen weken; de bysschoppe in Jutlant predeken den buren sulfes for vnde herden se an,[430] dat se aff fallen; nu de hertych is to Gottorp, nu sal men wat nyges horen, he hefft manch de bur geschychket, her Tohen Kalbe is er hoffetman vnde de Jutteschen haffelüde mer, de Holsten russten sych sterck, och krygen se wol hundert perde vt dem lant to Mekelenborch vnde vnse reyssege tuch wert de erste weke in de faste[431] kamen, dar hebbe wy II dusend knechte to hyr lyggen, men wert in en weke offt II wat nyges horen, got geffe vns en guden frede; ich happe, hyr solt for sten twysschen fallen.[432] Men hort ut Sweden nycht nyges, sedder[433] ich juw schreff. Nu en donredage wert juw kumpenyge vp geslaten,[434] went de [340] gesellen hadden en borch vnde rymeden dar for,[435] se helden se al, vp her Tomes na[436] vnde Jacop Buchk, se wünschen juw faste her, Gottschalck vnde Hans Luneborch, Hertych fan Styten, se beden juw ock dusent gude nacht vnde fel der froude; ich formende, Hermen Moller hefft juw och screffen, sus al gude frunde beden juw al gude nacht; gy scryffen my, gy wolden, dat ich by juw wer, des ich juw hochlych bedanke, men desse feyde dede, dat her Hermen wen by sych hadde, men solde my fan juw nycht holden; ich sy by der moder Gades nycht to freden west, sent gy fan hyr gewesst synt; ich happe, dat wy jo in kort wedder ens to hoppe kamen werden, oft Got wyl; ich happe, desse fasste noch to juw vt to kamen, et herte[437] hefft my we noch gedan, dat ich nycht by juw wessen mach, went ich noch al myn trost an juw sette, dat gy my noch by et handes (?) helppen solt; got geffe, et mer frede wert; hyr wyl en[438] in kort vt, dat wyl ich juw by scryffen; wy vormoden vns alle stunde tydynge. Juw meyer[439] wyl fan haffe tom Forwers, sus tuth[440] Below dar wedder vp, de dar in dem dorppe want, de hefft genoch, de mach den hoff beteren, ich wyl dar mit Elffer hen en mytweken vnde sen,[441] dat wy fan den deffe[442] scheden; ich hebbe den marschalk och gebeden, wy wylt sen, dat he juw botalle,[443] et syn cwych,[444] perde, wat he hefft. Sus nycht sunderges nyges, den ich wyl juw in kort scryffen; al juw guden frunde beden juw dussent gude nacht, der ich al nycht nomen kan, er is[445] to fel; Gerardes but juw fel gode nacht; mester Pawel is in Detmerschen, he wert dar och wat anrychten. Hyr mede ich juw den weldyghen Gade bofel vnde dusent gude nacht. Gescreffen sondach im fastelaffen 1523.

Hans Kastorp. 
j. w. d. 


[341]
No. 24. Von Marcus Helmich.
1523, Febr. 25.

Mynen frundtliken grudt vnde wylligen denst to voren. Weth, leve juncker Matz, dat yck jw hir sende ein fulmacht breff van einem ersamen radt van Lubeck vnde dar beneven[446] ein breff an mynen swager Hans Klein tho Berbom. Doth so wol vnde fur scryff em to jw vp myn kosting[447] vnde doth em[448] den fulmacht breff vnde den anderen dar boneven, dar in hebbe ick em alle mening gescreven, dar he sick nach rychten moge, vnde wes he nu van gelde in genomen hebbe van myner wegen vnde noch in nemen worde, dat sulve jw aver antwerden oder in jwem affwessen Hans Huter. Leve juncker Matz, wyllet myt Hans Huter vorlaten[449] nach jweme affwesen, he van mynem swager dat gelt,[450] dar noch bleve vnde krygen worde, my dat sulve hir ton handen[451] schaffen mochte; dat sulve wolt yck gern vmme jw alle tyth gern weder vordenen, wor yck konde etc. Leve juncker, ick was im wyllen, vnde woldt selvest getagen[452] sin, so hath idt sick so nycht wyllen schicken, orsack[453] dat yck der teryng fruchtet[454] vnde hir de arbeith vorsumeth; dar vmme, leve juncker, doth dat best myt mynen swager, vp dat gy dat gelt mochten krygen, dan yck des wol nothtrofftych[455] sy etc. Leve juncker, yck weth jw in sunderheith nycht mer dan vele guder nacht. Datum Lubeke des mydtwekens in de quater temper anno 1523.

Markes Helmych. 
jwe kopersmydt. 


No. 25. Von Hans Karl.
Laus Deo 1523 jar adi 27 Februarii in Lubeck.

Mein fruntlich gruss vnd wielligen dynest zuvorn. Ersamer lieber Junckher Mathes, eur gesuntheyt vnd wolfart were mir ein frewdt zw horen, dermassen wist vns alle noch in einem zimlichen wessen. Got hab lob etc. vnd wist, lieber Junckher, [342] dass ich euch in niewer zeytt hab hinaus geschickt ein tunne mit schincken vnd riegische pueten[456] vnd zuvorenn auch ein fas mit fischwerck; hoff, solches sey euch wol zw handt kummen, ich het es gern er[457] hin gesant, so manglet mir an fur etc.

Forder, lieber Junckger, wist newe zeitung, das die von Lubeck schicken dem herzog von Holstein auf suntag nach dato 2000 knechte, wol geruest mit velt geschüz vnd allen dingen vnd haben ein graffen angenummen von der Heidt[458] mit 200 pferden vnd der herzog nymt knecht vnd reissigen zeuch an, als was[459] er kriegen kan, vnd wollen den kunich[460] einnemen, was er in landt zu Holstein hat, dem junchenn herzog zw guet, vnd Juttland ist von dem kunig gefallen vnd haben sich myt den steden verpunden vnd wollen dem junchenn herzog von Holstein hulden fur ein herrn, das sol warhafftich sein, vnd sie weren auf dem zueg vort in Juetlandt zugegen, das dem herzog gehuldigt wert; vnd der holm sol auch wieder verloren sein, auf sant Steffans tag vergangen sollen die Lubeschen vnd Schweden mit gewaltiger hant gewunnen haben,[461] das der kunich in kurzer zeit zwo güter kancz[462] verloren hat, Sübürg[463] reit so lang, dass sie in von land vnd leuten reit etc. Item furders weiss ich euch auf dies mal nicht zu schreiben, den als ir mir am jüngsten schriebt, das ir 100 fl. wolt auf nemen von Michel Grunewolt von Würzperck; wer mir ein weweis[464] von euch pringt, riecht ich solchs gelt aus. Dar mit got wefohlen[465] vnd grust mir Hans Huter vnd sein hausfrawen. Dar mit was euch lieb vnd dinest ist vnd euch zu dienen pin ich wiellich. Datum in Lubeke ut supra 1523.

Hans Karl. 
e. w. d. 


No. 26. Von Catharina Mulich.
1523, Febr. 27.

Fruntlike leve to voren. Wetet myn alderleveste Mattes, dat wi, got sy gelawet, wol to passe synt, des geliken begere wy van jw to horende. Item, leve Mattes, yk kan nen gelt van [343] deme hertigen krigen, so hebbe yk ver hundert merk van her Hinrick Karkrinck namen, dat ik dar Klawes Lvdenckhvsen mede betalede, de he my denne gerne lende,[466] dat de Wittrup krech; so mot yk nv noch twe hundert merk van em nemen, dat yk yn de kisten bryngen[467] schal, als yk jw alrede[468] schrewen hebbe; dat gelt wert my so kort yn den henden, me kan hir nen gelt van den lvden krigen, vnd yk mot ok svste[469] gelt hebben to Odeslo; wille gi nycht drade to hvs kamen, so wil yk to jw kamen vnde laten hir alle dinck stan als steyt. Item, leve Mattes, so ys vnser meyger[470] van deme hawe vnde he hadde syck als en bofe;[471] yk hadde dar gode frvnde mede bi, yk hadde anders nergen myt em kamen kont, als yk jw noch wol seggen wil, wen wi to hope kamen; eft ghot wil, so kvmt Below dar wedder vp. Item, leve Mattes, yk sende jw hir twe lappen wandes;[472] kone gy de enen farwe nycht krigen, so sendet my de anderen vnde yk mot fiv elen hebben, als me dar de elen heft. Bartelmess Heysecker heft my to baden, yk schall man wat wandes krigen, dat my behaget, he wilt gerne betalen; leve Mattes, so dencket myner doch hir mede vnde vor getet nycht, yk kan hir nycht godes krigen, vnde dat yo wol dor farwet sy.[473] Item, leve Mattes, yk hebbe vnsen knecht Klawes noch, he deit, wat yk hebben wil, so lat yk en mede vp de wacht gan, wor yk en svs to behofe;[474] yk hebbe em nycht gewen wen en par hosen vnde en wambeth vnde en par scho; yk kan en nycht wol enberen, yk hape, gi synt yo wol to freden, dat yk hebbe. Item yk schreff jw latest hent van drogem krvde,[475] dar denket myner yo mede, me mot hir dat pvnt pepers betalen vp achtein schilling, vnde docht[476] nycht. Hirmede syt gode befalen vnde segget allen goden frvnden fele goder nacht vnde de mome vnde de svster vnde fele jwer goden frvnde beden jw fele goder nacht. Gescrewen yn Lvbeke des fridages yn der qvatertemper anno XXIII.

Kattrine Mvlich. 
j. a. l. f. 


[344]
No. 27. Von Heinrich Kerckrinck.
1523, März 15.

Myne frundtlike willighe denst voran. Erbare ghunstige leve swagher, juwe breff, des data den ersten in marce[477] is my alhyr vppe den dach Gregorii[478] dorch den baden behandeth, na afferlesinghe inghenamen vnde vorstaen, wor vp foghe ik jw frundtliken to wetende, dat ik jw ghar hoechliken bedanke juwes anghekerdes flites des wytten flowels halven, vnde vorsee my, de wale[479] wert juwes boeffels na flyt ankeren, vppe dat ik, ock gi eyns mochten vth vnser beyden fruwen klach kamen,[480] affers ik bedanke jw fruntlik vor de terlinghe,[481] gi vnsen kumpenige broders vnde susters senden, wo wol my vnbaetlick,[482] dan juwe fruwe vnd myne dancken jw dar nicht fore, dan my beffalen, jw to schriuen, dat gi id mogen wol bichten[483] etc. De kumpenige[484] hefft dyt jar in enen syden faden ghehangen, wo wol noch gheholden in gheringem talle, myssede juwer seer[485] etc. Item dat stüffck offt toech des roesen floeweels halven,[486] haghet my de draet[487] ghans wol, dan de ferwe is wat to düster; konde gy my to enen wamboys wat lichter[488] krigen, de gut van drade were, seghe ik gherne vnde my mit den ersten to den handen schicken, zal jw offt der fruwen to dancke id gelt wedder geven. Myn fruwe hefft my gebeden, gi ere doch vor en half ort[489] offt 1 ort geld wert majoraens saet wolden senden vor ere gelt mit den ersten by tofelligher bodesschop. Wo id affers mit der vthredinghe[490] der schepe dissen samer wil tho ghaen, alse jw fillichte jwe erbare fruwe hefft geschreven, kan ik noch nicht wesses[491] van schriffen, mocht fillichte[492] wol na blyffen mit den groten schepen na idsundegher thydinghe so jw fillichte dorch frunde wol wert to geschreven, vnde so id sick in der warde [345] bogifft, dat ko. ma. rede[493] sick rebel tegen eme setten, besundergen de rikes rede[494] in Jütlant alle, vnde hemeliken noch mere in andern oerden; besundergen de jutschen rede an vns gheschreven, dre ofte ver male, wo se ko. ma. huldeschop, manschop, ede, loffte vp geschreven[495] vnde dat se ene ock nummer ghedencken vor enen hern to hebbende, welk se vor pawestlike hillicheit, key. ma. vnde sustes vor korforsten, forsten vnde idermennichlik wol willen bekant syn, vnde dar vmme anghefallen[496] vnsen gnedegen heren van Holsten Frederick etc., eme to huldeghende vor enen heren vnde ko., welk he ock anghenamen vnde alse huten vppe den dach Letare sick to Ripen leth huldigen offt to Koeldinghe, dar wy myt sampt syner gnaden in vorbuntnisse staen vnde wy eme twe dusent to fote vnde twe hundert gherusteder perde holden, welk dar mede syn hen by syner forstliken gnaden, godt geve to gelucken, welk doch kumpt alle van deme allemechtigen Gade. Wy hebben ock schriffte van vnsen heren vth Sweden, welk de lesten nige jars dach datereth, so dat se noch dar in ghelucksaligher wolfart syn vnde for offert[497] an fynschen schuten vnde anderen schepen kleyn vnde groth, welk den holm in dem herfeste wolden entsetten,[498] syn im talle LXIIII, vnde Seffery Norby vp de flucht ghesclagen, vnde des sondages na trium regum dar eyn land dach to Vpsel gheholden, wo me id fort mit der feyde vppe id forjar wolde vornemen,[499] se me secht, se na Schoens syde solen do ghesclagen syn,[500] wo wol de Holm vppe dat male noch in der Denen hende, syn denne in der vortroestinghe,[501] he en nicht langhe vorentholden werde, de wile en ghebreckt als wat se bederffen etc. Item de Juten hebben ock an vns enen breff gesandt, ludt[502] an Seffery Norby, welk wy eme vp Kalmer ghesandt, dede ludt, so [346] me secht, he sal dar to vordacht syn, dat he Godtlant ock Olandt so vorware, willent by eme weten,[503] fillichte hebben dat ane twyffel an de Selandesken rede ock wol geschreven, so dat vorware[504] ko. ma. in grotem bedrucke, vnde vns kumpt by,[505] wo he sick mit sampt der konynckgynnen vnde deme jungen hern myt grotem schatte[506] sick wil hemelick vth dem rike geven na Hollant, were nicht gudt vor vns, doch me wert dar to denken, ock de synen sulues; Godt van hemmel helpe vns vth dessen vnsen noeden. Item ick wil jw ock nicht bergen, dat ik Katherynen noch to den IIII hundert Mark Lübisch II hundert Mark Lübisch, syn nu VI hundert Mark Lübisch vppe den kopper ghedaen hebbe; efft se mer bedarff hefft, sal my an sprecken, se wert id jw ock wol schriven; ik hebbe wol by XXVIII schippunt vnghefferlick entfangen, vorwachte[507] alle daghe mere van Oldeslo, wo wol my Mattis, juwe dener, secht, na paschen sal ik mere krigen, kan de tydt wol aff beyden,[508] vnde gi Mattes werden schriven, he en anders numment leffere, dan my to L schippunt tho vngheferlick.[509] Wuste ik jw sust denst vnde willen to irtogen, fynt me my willich, willeth godt, deme ick jw in ghelucknamigher wolfart to langen tyden mit ghesundem liffe wil befalen hebben. Myn moeder vnde husfrowe beden jw fele guder nacht. Schreven Lubeke am sondaghe Letare a° XVc XXIII.

Hinrick Kerckrinck. 


No. 28. Von Catharina Mulich.
1523, März 17.

Fruntlike leve to voren. Wetet, myn alderleveste Mattes, dat wi got sy gelawet wol to passe synt, des geliken begere wi van jw to horende. Item leve Mattes, als gi schriwen van den koken,[510] dat gi my gerne welke senden, dat gi nene fore hebben konen, leve Mattes, dar ys nen hast mede;[511] wen gi my welke senden willen, so sendet my welke klene, wor ver vor enen gulden, yk hebbe hir gode fromde frvnde, de my waken[512] wat senden, [347] so wolde yk en enen klenen koken wedder senden. Item leve Mattes, denket myner yo mit deme wande, als yk jw schrewen hebbe; went yn de lanckheit kvmt, so frvchte yk, dat yk dar nychtes af krege, vnde kriget my yo wat, dat wol dor farwet ys. Hir mede syt gode befalen, vnde de mome vnde de svster beden jw fele ghoder nacht vnde segget Hans Hoter vnde syner frovwen vnde allen goden frvnden en gode nacht. Geschrewen yn Lubeke des dynstedages na letare anno XXIII.

Kattrine Mvlich. 
j. a. l. f. 


Item, leve Mattes, gy dorfen my nen yn maket krvde[513] senden, yk hebbe noch genoch. Item yk schrew Hans Hoter van ener borden, dar denket myner doch mede.



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  1. Nicolaus Marschalk war herzoglich meklenburgischer Rath und Professor an der Universität zu Rostock. Näheres über ihn findet man in den Jahrbüchern des Vereins für Meklenburgische Geschichte und Alterthumskunde. Jahrg. 4. S. 92 ff.
  2. am Tage vor der Geburt Mariä, d. h. der 7te September.
  3. eilige
  4. Fürschreiben, Intercessionsschreiben.
  5. mit einem Geleitsbriefe.
  6. eure weiteren Angelegenheiten.
  7. stets anwesend ist.
  8. anzeigen.
  9. Spindel, Buchdruckerpresse
  10. zwei Einsätzen?
  11. das Geld auslegen.
  12. sie auf das Genaueste bedingen.
  13. ein männlicher Vorname, der sonst Tylo oder Tyle geschrieben wird.
  14. heute.
  15. gefangen.
  16. eines Bürgermeisters Sohn.
  17. Zeitung. Nachricht.
  18. Mühe, Aufregung.
  19. weg.
  20. da hatte sie der König in drei Schiffen mit Proviant nachgeschickt.
  21. eure Frau entbietet euch, läßt euch sagen.
  22. viele Hochzeiten.
  23. euch beeilen.
  24. sonst.
  25. dies Mal.
  26. ein in Nürnberg ansässiger Freund oder Verwandter der Familie Mulich.
  27. beständig zuvor.
  28. Silberzeug
  29. die Sache mit der Frau Wittorp.
  30. Fleiß.
  31. befördern
  32. wie ich mit dem Allem fahre, will ich euch, wenn ich, will’s Gott, vom Umschlag (nemlich in Kiel) zurückkomme, mit der ersten Botschaft schreiben.
  33. nicht mit Gewißheit.
  34. keine Söldner mehr zuziehen lassen, d, h. den Durchzug gestatten.
  35. fürchtet sich.
  36. den Grafen Johann von Hoya.
  37. Reisige, d. h. Söldner zu Pferde.
  38. Apenrade.
  39. hinüber, nämlich nach Fühnen oder Jütland.
  40. Gewißheit.
  41. warten.
  42. mögt ihr.
  43. Nachricht.
  44. seitdem.
  45. Flugmähre.
  46. Kupfer zum Dachdecken.
  47. nach Kiel.
  48. befehle.
  49. kam.
  50. Dänische Schuten (Schiffe), die bestimmt waren, Lebensmittel aus Finnland nach Stockholm zu bringen.
  51. Victualien, Lebensmittel.
  52. sonst.
  53. seitdem.
  54. keine.
  55. es werden morgen.
  56. vor Stockholm.
  57. dahin.
  58. Severin Norby, der Dänische Admiral.
  59. Glauben.
  60. der Lügen kommen so viele.
  61. ehe ich Briefe sehe.
  62. Sonst nichts Neues.
  63. neulich.
  64. auf der Kanzlei.
  65. wenn sie seiner bedürfen.
  66. geben.
  67. viel.
  68. als er eins geworden ist, vereinbart hat.
  69. cwyteden – quittirten, Jemanden aus der Herberge quittiren bedeutet: die Wirthshausrechnung für ihn bezahlen.
  70. gode mans, ehemals ein gewöhnlicher Ausdruck für Edelleute.
  71. ritt.
  72. schreiben.
  73. andere Bestallungsbriefe des Königs.
  74. warten.
  75. so geht hier das Gerücht.
  76. aus Stralsund
  77. auf Glauben, d.h. auf das Gelöbniß, nicht entfliehen zu wollen.
  78. Sigbrit.
  79. Rostock.
  80. die zur See geraubt hatten.
  81. Der Briefsteller erzählt einen Fall von der Eigenmächtigkeit und Willkührlichkeit des Verfahrens der Siegbrit. Die Einzelheiten sind zwar nicht ganz klar, aber man sieht doch, daß sie wider Wissen des Königs den Secretair und den Kanzler desselben bewog, in seinem Namen ein Dokument auszustellen, durch welches ein früher von ihm erlassener Befehl zurückgenommen wurde; diese That leugnete sie dann dem Könige gegenüber, beschuldigte die beiden Beamten, den Namen des Königs gemißbraucht zu haben, und wurde dadurch die Veranlassung, daß sie hingerichtet wurden.
  82. Schreiber, Secretair.
  83. von den Haaren gebracht, d. h. ins Unglück gestürzt.
  84. wörtlich: ein Recht, gehend auf ein Erbe, d. h. Anspruch an ein Grundstück.
  85. bekam.
  86. zieht hinüber.
  87. einweisen.
  88. Abwesenheit und erwarben.
  89. man es.
  90. überliefern.
  91. gegeben habe.
  92. wer.
  93. sie lögen, er affer eig. ihr über.
  94. sie durften nicht die Wahrheit sagen, sonst hätten wohl Freunde in Copenhagen sich für sie verbürgt, da sie beide dort geboren sind.
  95. was erbärmlich (zum Erbarmen) ist.
  96. sandte, nemlich der König.
  97. vergeben, d. h. confiscirt.
  98. heute.
  99. gewartet.
  100. zugleich.
  101. darauf lauerte er.
  102. aber.
  103. heute morgen.
  104. nun kommt Eure Zeit, d. h. daß Ihr bezahlt werdet, so viel früher.
  105. er zählte die Stücke zu Hause in die Karre.
  106. liefern.
  107. sendet Euch hierbei ein Maß.
  108. ganz und gar.
  109. gebietet über mich, damals eine häufige Schlußformel für Briefe.
  110. bei guter Gesundheit sein.
  111. des Oheims.
  112. die Geräthschaft, das Hausgeräth; es ist offenbar von einer Heirath die Rede.
  113. wie es zugegangen sei.
  114. er habe es ihnen wohl gesagt.
  115. nichts.
  116. vermuthlich Thomas v. Wickede.
  117. Hofleute.
  118. nur.
  119. bei dem Oheim.
  120. eure Schale, d. h. eure Gesundheit; noch jetzt heißt im Schwedischen dricka ens skål Jemandes Gesundheit trinken.
  121. Hippokras. Vgl. oben S. 87. Anm. 14.
  122. Henning Osthusen.
  123. der 17. Januar.
  124. fristen, erhalten.
  125. ein Fürschreiben.
  126. Missiv, Brief.
  127. nemlich: Boten
  128. aber.
  129. seitdem.
  130. die uns schon geworden ist.
  131. Glauben giebt.
  132. richtig, bekannt.
  133. und es mir gebühren will. Der Schreiber war Rathsherr.
  134. zustechen, s. oben S. 303.
  135. von Wickede.
  136. was uns von ihnen begegnet, d. h. widerfährt.
  137. über, d. h. außer demjenigen.
  138. womit Ihr zufrieden seid.
  139. zuwenden.
  140. verfügen.
  141. ich sähe.
  142. zu gebieten.
  143. Anna geborne Kortsack, Schwester der Catharina Mulich, Ehefrau des Rathsherrn Johann Lüneburg.
  144. Buhle, Freund.
  145. stets.
  146. zu Maße, sie passen uns so gut.
  147. als ob.
  148. bald, schnell.
  149. centies mille, d. h. hundert tausend mal.
  150. Hieronymus, nemlich Lüneburg, Sohn der Schreiberin.
  151. ich versehe mich, ich vermuthe.
  152. Frühjahr.
  153. ich hoffe.
  154. Sold.
  155. wie ich vermuthe.
  156. wenn.
  157. wie ich erfahre.
  158. Hermann Meyer.
  159. Thomas von Wickede.
  160. zusehen.
  161. was Ihr zu fordern habt.
  162. viele.
  163. wie Ihr wohl in Briefen erfahren habt.
  164. Pauli Bekehrung, der 25. Januar.
  165. vom 6. December.
  166. jeglichen.
  167. jetzt fertig.
  168. erbötig.
  169. nach unserer Verabredung.
  170. erwarten.
  171. jedoch.
  172. oft.
  173. durch.
  174. ihr selbst.
  175. wenn sie aber mehr begehrt.
  176. hätte ich auch das Kupfer noch nicht alles empfangen.
  177. daß es euch behagen, genehm sein wird.
  178. erzeigen.
  179. jetzt.
  180. Feinde.
  181. he er, nemlich der Feind.
  182. vorläufig bekannt geworden.
  183. wie.
  184. Handelsniederlassung, Handelsgeschäfte.
  185. erfahren.
  186. am heil. Weihnachtsabend.
  187. man sagt, daß von neun Schiffen drei zurückgekommen seien.
  188. eine große Versammlung.
  189. und es heißt, man wolle uns da von Seiten des Reichs versiegeln (d. h. urkundlich bestätigen) alles was wir begehren.
  190. der Kaufmann schreibt, von der Versammlung wolle man mit vielem Volke nach Schonen ziehen.
  191. die Räthe.
  192. beschließen etwas.
  193. sich erheben gegen, sich widersetzen.
  194. was vielleicht zu einem guten Ende dieser Fehde helfen könnte.
  195. Andreas Glob, Propst zu Odense und Rentmeister des Königs.
  196. abgefertigt, abgesandt.
  197. es fängt an.
  198. zu gebrechen, zu mangeln.
  199. die Fastnachtlustbarkeiten der Cirkel-Compagnie.
  200. für Euch halten, d. h. sorgen, daß Mulichs Frau theilnehme.
  201. wird vielleicht dies Jahr nachbleiben.
  202. ich darf wohl dasselbe Euch dort empfehlen, daß Ihr Euch fröhlich macht.
  203. andere Liebschaft erwerben.
  204. darauf seid gefaßt.
  205. Auswahl.
  206. starke Zeuge, Düffel.
  207. geblümter weißer Sammt (holl. finweel, franz. velours).
  208. Wamms.
  209. ein Ort ist ein viertel Thaler.
  210. Saat.
  211. auf die Warnung, auf den Rath.
  212. ich habe den Schuldbrief wieder bekommen.
  213. ich habe in Kiel einen Brief empfangen durch den Platenschläger des Herzogs.
  214. Amtmann von Tondern; plack, pflegte.
  215. nach dem.
  216. begegnete.
  217. wüßte.
  218. Befehl.
  219. etwas abziehen.
  220. darauf.
  221. da war es nach wie vor.
  222. es eigne sich weder meinetwegen, noch Euretwegen, mich so hin und her zu weisen; ich müsse so mein Leib und Euer Geld zum Spiel umher führen.
  223. wie Hermann Schutte im vorigen Jahr geschah.
  224. gedulden.
  225. Erlaubniß.
  226. bis an unsere Mühle zu fischen.
  227. ob.
  228. daraus kann ich schließen, daß es lauter Schalkheit und Büberei mit ihm ist.
  229. die enthält er ihnen auch vor.
  230. sie haben einander abgesagt.
  231. sehr seltsam zugeht in der Welt.
  232. so bald als.
  233. dann.
  234. als.
  235. Geräth.
  236. mich darnach erkundigen.
  237. daß Ihr mir außerdem geschrieben habt.
  238. wardiert, geschätzt.
  239. Dompropst.
  240. Meister Andreas und seine Bürgen halten Einlager in Kiel, gemahnt wegen des Königs. Es geschah häufig, daß Edelleute und selbst Fürsten sich verpflichteten, sich freiwillig an einem Ort zur Haft zu stellen, falls sie nicht zur bestimmten Zeit bezahlten. Gleiche Verpflichtung übernahmen ihre Bürgen. Hier ist nun ein Fall, in welchem solche Haft zur Ausführung gebracht wurde.
  241. Botschaft gesandt.
  242. Kay von Ahlefeldt wurde gemalt auf einem Schwein reitend und dem Schwein sein Wappen auf den Schwanz drückend, und dies Bild auf dem Pranger (kack) angenagelt.
  243. Sau.
  244. aber.
  245. und riß das Bild ab. Brief hatte ehemals eine sehr allgemeine Bedeutung.
  246. die Sache ist ausgesetzt bis Fastnacht.
  247. thöricht, toll, erbittert.
  248. gerochen.
  249. Geschütz.
  250. die Jüten.
  251. jede dritte Glocke und jeden dritten Kelch.
  252. Geschütze.
  253. befohlen.
  254. ich will es noch etwas ansehen, noch eine Zeitlang warten, damit ich eine sichere Fuhrgelegenheit bekomme.
  255. die Schinken.
  256. für den gelben Sammet.
  257. abziehen.
  258. am Neujahrsabend.
  259. es ist genug daran.
  260. Frau.
  261. einige Neunaugen salzen.
  262. wohl etwa, vielleicht.
  263. wohl gesetzt, d. h. zu einem hohen Preise angesetzt.
  264. die Küche.
  265. so kann man keine Fuhr bekommen.
  266. bietet.
  267. bei.
  268. Handlung.
  269. Magdeburg.
  270. mit dem ehesten.
  271. Fuhre.
  272. ferner.
  273. getrochnete rigische Butte.
  274. Neunaugen.
  275. dabei.
  276. geschrieben.
  277. erfragt.
  278. daß es dann fortkommen möchte.
  279. behalten.
  280. sonst.
  281. verleihen.
  282. wolle.
  283. das Wort ist, wie der ganze Brief, sehr undeutlich geschrieben.
  284. er verstehe sich, er vermuthe.
  285. bekommen.
  286. theuer.
  287. preußische Waare.
  288. die Schiffe, die Lebensmittel nach Stockholm bringen wollten.
  289. bei, d. h. etwa.
  290. seitdem.
  291. zu Werk gewesen, d. h. in Gefecht gewesen (engl. action, das Gefecht).
  292. daß sie sie kaum über Wasser behalten haben.
  293. vermissen sie ihn.
  294. Büchsenkraut, Schießpulver.
  295. verbrannte.
  296. schatten, Contributionen ausschreiben.
  297. das ward geborgen, gerettet.
  298. befohlen.
  299. mein Hauswirth.
  300. meinem unbedeutenden Schreiben.
  301. ein Viertel gesalzenen Stör und einen trockenen Lachs.
  302. damasthenen Atlas.
  303. zinnerne Gefäße.
  304. auch später oftmals.
  305. Begehr.
  306. bestellt.
  307. das behagt.
  308. Genüge, Vergnügen.
  309. einer jeden.
  310. entbieten.
  311. in der Petersgrube.
  312. Wolf von Uttenhofen, Kanzler des Herzogs von Holstein.
  313. that, gab.
  314. ausrichten, schicken.
  315. überwiesen.
  316. ritt.
  317. an grobem Gelde.
  318. befriedigt, bezahlt.
  319. Wäre nur Friede.
  320. die Küche.
  321. ich habe Catharine (der Ehefrau Mulich’s) schon davon gesagt.
  322. nach Danzig.
  323. eine Last oder drei, etwa drei Last.
  324. Käse.
  325. von des Königs Schiffen.
  326. Severin Norby.
  327. nach Calmar.
  328. denn.
  329. viele verwundete Leute.
  330. man darf es da nicht sagen, wie es ihnen mit den finnischen Schiffen gegangen ist.
  331. in Berathung.
  332. darauf warte ich.
  333. ich meine.
  334. gestern.
  335. erwarte ich.
  336. von Stralsund.
  337. Bürgermeister.
  338. seitdem.
  339. denen ihr Paß gegeben wurde, um zwei auf den Jachten gefangene Dänen zu befreien.
  340. Jacht, ein kleines Schiff.
  341. es ward unter Trommelschlag verboten, Nachrichten zu verbreiten.
  342. wer.
  343. verlobt.
  344. ein Lied.
  345. im Sommer.
  346. schalkhaft, arglistig.
  347. Lanzknechten.
  348. verwundet.
  349. ihm schadet an seinem Leibe Nichts.
  350. nämlich neun.
  351. sehr zerschossen.
  352. nirgends.
  353. aber man spricht in Kopenhagen nie davon, das ist dort verboten.
  354. mit nach Hause.
  355. brennen.
  356. die Reisigen, die Reiter.
  357. schon.
  358. kam heute Morgen um vier Uhr hier an.
  359. werden ihm große Ehre erweisen.
  360. etwas Heimliches.
  361. es muß bald ausbrechen.
  362. so bald es laut wird.
  363. alle Dinge.
  364. gebietet über mich.
  365. die Räthe.
  366. Bürgermeister.
  367. was es in sich hat, der Inhalt.
  368. ihrer sind wohl sechs.
  369. abzufertigen, zu senden.
  370. Zeiger dieses.
  371. Ferner.
  372. nichts Besonderes.
  373. der Graf Erich von Hoya hatte dem Könige Reuter zugeführt.
  374. schmeichelte.
  375. Diese Angaben weichen von denen der Geschichtschreiber ab. Der König hatte die Jüten zu einer Versammlung nach Aarhus beschieden, wo er selbst erscheinen wollte. Auf dem Wege dahin empfing er in Weile, nicht in Odense, von Magnus Munk, Landrichter in Jütland, nicht von Magnus Goe, den Absagebrief der Jüten.
  376. ritt.
  377. Zeug, Geräthschaft, hier vielleicht: metallenes Hausgeräth.
  378. Heirath.
  379. abermals.
  380. wußte.
  381. gelobt, versprochen.
  382. soll es.
  383. was nun geschieht.
  384. aber man kann es so schwer dahin bekommen.
  385. was ihr nicht weiter erzählt haben wollt.
  386. ein seltsamer Mensch.
  387. obwohl.
  388. es war der 6. Februar.
  389. äußern.
  390. gekoren, gewählt.
  391. getreten.
  392. rüstet.
  393. in die Kiste bringen, d. h. Steuern bezahlen.
  394. von Hoya.
  395. die werden Geld kosten.
  396. was davon geschieht.
  397. Geräthschaft.
  398. überdies.
  399. um die 200 Gulden zu fordern, welche Ihr.
  400. nichts als diesen beigebundenen Brief.
  401. getrocknete Butte wurden früher häufig von Riga versandt.
  402. die etwas taugten.
  403. auf der Mühle, nemlich der Kupfermühle bei Oldesloe.
  404. über die Maßen.
  405. dürfen.
  406. in der früheren Fehde.
  407. der Stockfisch.
  408. Von dem Heilbutt (Pleuronectes hippoglossus) macht man in Norwegen und Schweden Raff und Röckel (Reckling); jener ist nichts Anderes als die Flossen mit der daran hängenden fetten Haut, dieser lang geschnittene Riemen des fetten Fleisches, welche mit Salz eingerieben und an Stangen getrocknet werden. Oken, Naturgeschichte. Bd. 6. S. 168.
  409. sogleich befördert.
  410. vorsehen.
  411. den 14. Februar.
  412. wenn.
  413. sogleich.
  414. wäre nur mehr geschlagen.
  415. ich will Alle grüßen, von denen Ihr mir geschrieben habt.
  416. die gab mir; dede eig. that.
  417. Fäßchen.
  418. ich machte es ihm frei, d. h. ich verschaffte ihm von dem Rathe die Erlaubniß, es auszuführen.
  419. versprach.
  420. so bald er nach Kiel käme, wollte er verfügen.
  421. daß das Geld herauskommen sollte.
  422. nemlich einen ostensibeln Brief.
  423. gelobt, versprochen.
  424. so.
  425. ich halte dafür.
  426. Weile.
  427. Horsens.
  428. darf.
  429. geflüchtet; manch (engl. among) unter.
  430. muntern sie auf.
  431. Fastnacht.
  432. es sollen vorher Steine dazwischen fallen.
  433. seit.
  434. die Cirkel-Compagnie ward aufgeschlossen, d. h. die Abendgesellschaften nahmen ihren Anfang.
  435. die Burg war ein Gerüst, welches durch die Straßen gezogen wurde und auf welchem einzelne Mitglieder der Compagnie unter Anführung eigens gewählter s. g. Fastnachtsdichter, welche „rymeden“ d. h. reimten, Fastnachtsspiele darstellten.
  436. ausgenommen Herr Thomas von Wickede.
  437. das Herz.
  438. ein Bote, ein Reisender.
  439. euer Pachter will vom Hofe.
  440. daher zieht.
  441. sehen.
  442. Diebe.
  443. bezahle.
  444. sei es mit Rindvieh.
  445. ihrer sind.
  446. daneben.
  447. verschreibt ihn zu Euch hin auf meine Kosten.
  448. und gebt ihm.
  449. wollet bei Hans Huter den Auftrag zurücklassen.
  450. welches da nachbliebe, d. h. rückständig bliebe.
  451. zur Hand.
  452. gezogen, dahin gereist.
  453. weil.
  454. ich mich vor der Zehrung, den Reisekosten, fürchtete.
  455. bedürftig.
  456. Rigaer Butte.
  457. eher.
  458. von Hoya.
  459. alles was.
  460. König.
  461. die Nachricht von der Uebergabe Stockholms war verfrüht.
  462. ganz.
  463. Siegbritt.
  464. Beweis.
  465. befohlen.
  466. lieh.
  467. als Steuer bezahlen.
  468. schon.
  469. auch sonst.
  470. Pächter.
  471. er betrug sich wie ein Bube.
  472. zwei Stücke Zeug.
  473. daß es gut durchgefärbt sei.
  474. und wozu ich seiner sonst bedarf.
  475. ich schrieb Euch neulich einmal von getrocknetem Gewürz.
  476. und er taugt nichts.
  477. vom ersten März.
  478. den 12. März.
  479. der Wälsche, italienische Kaufmann.
  480. damit unsere Frauen einmal nicht mehr über uns klagen.
  481. Kornelkirschen, die eingemacht als Gewürz zum Fleisch gegessen wurden.
  482. obwohl es mir nichts nützt.
  483. bekennen.
  484. die Zusammenkünfte der Cirkel-Compagnie.
  485. sie haben Euch sehr vermißt.
  486. was den Stoff oder das Zeug des rothen Sammt betrifft.
  487. der Faden.
  488. von hellerer Farbe.
  489. ort ein Viertel Thaler.
  490. Ausrüstung.
  491. nichts Gewisses.
  492. vielleicht.
  493. Königlicher Majestät Räthe.
  494. die Reichsräthe.
  495. daß sie der Königlichen Majestät die Huldigung, die Stellung der Mannschaft, die Eide und Gelübde aufgesagt haben.
  496. mit Bitten angegangen.
  497. erobert.
  498. die Stockholm im Herbste entsetzen wollten.
  499. wie man im Frühjahr den Krieg fortführen wolle.
  500. wie man sagt, sollten sie (nemlich die Dänen) nach Schonen hin geschlagen sein.
  501. sie sind in der Zuversicht.
  502. welcher an Severin Norby lautet, d. h. gerichtet ist.
  503. er solle darauf bedacht sein, Gottland und Oeland zu sichern, sie würden es ihm gedenken.
  504. fürwahr.
  505. uns wird gesagt.
  506. mit großem Schatze.
  507. erwarte.
  508. abwarten.
  509. bis ungefähr 50 Schiffpfund.
  510. Kuchen.
  511. es hat keine Eile damit.
  512. oft.
  513. Ihr braucht mir kein eingemachtes Gewürz zu schicken.