Das Gespenst auf dem Tye in Magdeburg

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Textdaten
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Autor: Jodocus Donatus Hubertus Temme
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Titel: Das Gespenst auf dem Tye in Magdeburg
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aus: Die Volkssagen der Altmark
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Nicolaische Buchhandlung
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Erscheinungsort: Berlin
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10. Das Gespenst auf dem Tye in Magdeburg.

In dem Jahre 1371 war in der Neustadt Magdeburg, auf dem Tye, in Hans Schartauens Hause ein gar sonderbares Gespenst. Dasselbe war gekommen in der Nacht des Krautweihen-Tages (Mariä Himmelfahrt); es ließ sich hören, aber nicht sehen; es trieb viel Ungestümes, und sagte, es wäre Hans Schartauens Seele, der vor drei Jahren in der Ohre ertrunken war; es begehrte von mehreren Priestern, die es benannte, eine gewisse Anzahl Messen und Vigilien, und erzählte dabei, wie viele Gebete und Almosen zu seiner Erlösung bereits geschehen wären. In [135] unserer lieben Frauen Lichtmessen-Nacht verlor es sich, also daß es gerade zwischen den beiden Marien-Tagen da gewesen war.

Alte Magdeburger Chronik.