Das arme Kind

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Textdaten
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Autor: Rainer Maria Rilke
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Titel: Das arme Kind
Untertitel:
aus: Larenopfer. In: Sämtliche Werke, Band I, S. 32.
Herausgeber: Rilke-Archiv in Verbindung mit Ruth Sieber-Rilke, besorgt durch Ernst Zinn
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1955
Verlag: Insel-Verlag
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Erscheinungsort: Frankfurt am Main
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf den commons
Kurzbeschreibung:
Erstdruck 1895
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[32] DAS ARME KIND

Ich weiß ein Mädchen, eingefallen
die Wangen. – War ein leichtes Tuch
die Mutter; und des Vaters Fluch
fiel in ihr erstes Lallen.

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Die Armut blieb ihr treu die Jahre,

und Hunger war ihr Angebind;
so ward sie ernst. – Das Lenzgold rinnt
umsonst in ihre Haare.

Sie schaut die lächelnden Gesichter

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der Blumen traurig an im Hag

und denkt: der Allerseelentag
hat Blüten auch und Lichter.