Der Geist im Keilbusche bei Meißen

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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Der Geist im Keilbusche bei Meißen
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 1. S. 60-61
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Erscheinungsort: Dresden
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Originalherkunft:
Quelle: Google-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
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[60]
54) Der Geist im Keilbusche bei Meißen.
Mündlich und bei Hofmann, S. 204.

Auf dem linken Ufer des hier ziemlich eingeengten Elbthales zieht sich von der sogenannten Drossel unterhalb Meißen, ohngefähr eine Stunde weit bis zur Felsecke über dem Spitzhause nach dem Schieritzer Thale eine größtentheils der Landesschule Meißen gehörige Holzung, der Keilbusch genannt, hin. Hier haben sich seit langer Zeit bis in’s 18. Jahrhundert [61] Räuber aufgehalten und eine Menge Frevel verübt, auch im Jahre 1590 den von Meißen zurückkehrenden Pfarrer aus Zehren, Matthias Hauptmann, ermordet. Die Geister der Ermordeten sollen hier umgehen, es läßt sich aber auch einer an der Nickelsbrücke sehen, angeblich der dorthin gebannte Geist eines vor vielen Jahren verstorbenen Meißner Arztes, der vorher seine Kinder täglich genöthigt hatte, sein Grab zu besuchen, und dem alltäglich von Meißen ein Barbier, der mit ihm daselbst viel Umgang geflogen hatte, Nachricht bringen mußte, wie es dort zugehe. Im Keilbusche soll jetzt noch ein gespenstiges Kalb umgehen, wie im Heiligen Grunde, Meißen gegenüber, ein Hund.