Der Knabe am Strome

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Autor: Hans auf der Wallfahrt d.i. August von Arnswaldt
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Titel: Der Knabe am Strome
Untertitel:
aus: Wünschelruthe - Ein Zeitblatt. Nr. 43, S. 170-171
Herausgeber: Heinrich Straube und Johann Peter von Hornthal
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1818
Verlag: Vandenhoeck und Ruprecht
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Erscheinungsort: Göttingen
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Quelle: Scans auf Commons
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[170]
Der Knabe am Strome.




     „Wo die Wasser strömen, da wird mir so wohl,
Wo die Lüfte rauschen, da weiß ich was ich soll.
Rauschen im Wipfel und Strömen zum Meer -
O wenn mein Liebchen doch bei mir wär!“

5
     Im Strome sich spiegelt der Knabe so treu,

Da drüben da wandelt seine Liebste vorbei.

[171]

Wirft sie ein Ringlein wohl in den Fluß,
Weil feindliche Woge sie scheiden muß.

     Wirft er die Angel in die Wellen wohl hin,

10
Winde und Wellen die flüstern um ihn,

Rauschen im Wipfel und strömen zum Meer -
„Siehst sie wohl nimmer und nimmermehr.“

     Zuckts an der Angel und zuckts in der Hand,
Zieht er das Ringlein aufs grünende Land: –

15
„Ewigkeit ist ein goldener Ring“ –

Auge und Herze ihm überging.

Hans auf der Wallfahrt.