Der siebzigste Geburtstag Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Unbekannt
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Der siebzigste Geburtstag Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 14, S. 240
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1896
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[240]
Die Gartenlaube (1896) b 0240 1.jpg

Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen.
Nach einer Aufnahme von Reichard u. Lindner, Königl. Hofphotographen (Inhaber J. Reichard) in Berlin.

Der siebzigste Geburtstag des Herzogs Georg II. von Sachsen-Meiningen wird am 2. April in seinen Landen mit aufrichtiger Teilnahme begangen. Das Herzogtum hat seiner Regierung Zeiten friedlicher Blüte und gar manche Förderung der allgemeinen Interessen zu danken; der Herzog hat die Residenzstadt Meiningen erweitert und verschönert und einem ihrer Kunstinstitute, dem Hoftheater, einen Weltruhm verliehen, an welchem sein persönliches Verdienst bedeutenden Anteil hat. Herzog Georg II. wurde am 2. April 1826 als einziger Sohn des Herzogs Bernhard II. zu Meiningen geboren. Ehe er seine militärische Laufbahn in der preußischen Garde begann, besuchte er die Universitäten Bonn und Leipzig. Im Gegensatz zu seinem Vater widerstrebten seine Gesinnungen nicht der nationalen Politik, welche 1866 den Norddeutschen Bund ins Leben rief, und als der Vater dem Beitritt zu diesem die Abdankung vorzog, übernahm Georg die Regierung. 1867 zum General der Infanterie der preußischen Armee ernannt, begleitete er während des deutsch-französischen Krieges das 95. Regiment, dessen Chef er ist, in allen Kämpfen bis zur Einschließung von Paris. In den folgenden Friedensjahren widmete er nach seiner Vermählung mit der Schauspielerin Helene Franz, die er zur Freifrau von Heldburg erhob, ein Hauptinteresse der Ausführung des Planes, das Meiningensche Hoftheater zu einer Musteranstalt auf dem Gebiete der Darstellung unserer klassischen Dramen zu machen. Die Gastspiele desselben auf den hervorragenden Bühnen Deutschlands und auch im Ausland fanden die allgemeinste Anerkennung, und in Bezug auf historische Ausstattung und lebensvolles Zusammenspiel haben sie weithin als Vorbild gewirkt. Aus seiner ersten Ehe mit Prinzessin Charlotte, der Tochter des Prinzen Albrecht von Preußen, stammt der Erbprinz Bernhard, der, seit 1878 mit Prinzessin Charlotte von Preußen, einer Tochter des späteren Kaisers Friedrich, vermählt, gegenwärtig als kommandierender General des 6. preußischen Armeecorps in Breslau lebt. Von seinen weiteren drei Kindern ist der zweite Sohn, Prinz Ernst, mit einer Tochter des bekannten Schriftstellers Wilhelm Jensen verheiratet und lebt mit dieser in Florenz.