Deutsche Sagen (Brüder Grimm, Band 1)

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Autor: Brüder Grimm
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Titel: Deutsche Sagen
Untertitel: Band 1
aus: Deutsche Sagen
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1816
Verlag: Nicolai
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Erscheinungsort: Berlin
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[I]
Deutsche Sagen.




Herausgegeben
von
den Brüdern Grimm.




Berlin,
in der Nicolaischen Buchhandlung.
1816.


[III]
Unserm Bruder
Ludwig Emil Grimm
aus herzlicher Liebe
zugeeignet.


[V]
Vorrede.
I. Wesen der Sage.

Es wird dem Menschen von heimathswegen ein guter Engel beigegeben, der ihn, wann er ins Leben auszieht, unter der vertraulichen Gestalt eines Mitwandernden begleitet; wer nicht ahnt, was ihm Gutes dadurch widerfährt, der mag es fühlen, wenn er die Grenze des Vaterlands überschreitet, wo ihn jener verläßt. Diese wohlthätige Begleitung ist das unerschöpfliche Gut der Märchen, Sagen und Geschichte, welche nebeneinander stehen und uns nacheinander die Vorzeit als einen frischen und belebenden Geist nahe zu bringen streben. Jedes hat seinen eigenen Kreis. Das Märchen ist poetischer, die Sage historischer; jenes stehet beinahe nur in sich selber fest, in seiner angeborenen Blüte und Vollendung; die Sage, von einer geringern Mannichfaltigkeit der Farbe, hat noch das Besondere, daß sie an etwas Bekanntem und Bewußtem hafte, an einem Ort oder einem durch die Geschichte gesicherten [VI] Namen. Aus dieser ihrer Gebundenheit folgt, daß sie nicht, gleich dem Märchen, überall zu Hause seyn könne, sondern irgend eine Bedingung voraussetze, ohne welche sie bald gar nicht da, bald nur unvollkommener vorhanden seyn würde. Kaum ein Flecken wird sich in ganz Deutschland finden, wo es nicht ausführliche Märchen zu hören gäbe, manche, an denen die Volkssagen blos dünn und sparsam gesät zu seyn pflegen. Diese anscheinende Dürftigkeit und Unbedeutendheit zugegeben, sind sie dafür innerlich auch weit eigenthümlicher; sie gleichen den Mundarten der Sprache, in denen hin und wieder sonderbare Wörter und Bilder aus uralten Zeiten hangen geblieben sind, während die Märchen ein ganzes Stück alter Dichtung, so zu sagen, in einem Zuge zu uns übersetzen. Merkwürdig stimmen auch die erzählenden Volkslieder entschieden mehr zu den Sagen, wie zu den Märchen, die wiederum in ihrem Inhalt die Anlage der frühesten Poesien reiner und kräftiger bewahrt haben, als es sogar die übrig gebliebenen größeren Lieder der Vorzeit konnten. Hieraus ergibt sich ohne alle Schwierigkeit, wie es kommt, daß fast nur allein die Märchen Theile der urdeutschen Heldensage erhalten haben, ohne Namen, (außer wo diese allgemein und in sich selbst bedeutend [VII] wurden, wie der des alten Hildebrand); während in den Liedern und Sagen unseres Volks so viele einzelne, beinahe trockene Namen, Örter und Sitten aus der ältesten Zeit festhaften. Die Märchen also sind theils durch ihre äußere Verbreitung, theils ihr inneres Wesen dazu bestimmt, den reinen Gedanken einer kindlichen Weltbetrachtung zu fassen, sie nähren unmittelbar, wie die Milch, mild und lieblich, oder der Honig, süß und sättigend, ohne irdische Schwere; dahingegen die Sagen schon zu einer stärkeren Speise dienen, eine einfachere, aber desto entschiedenere Farbe tragen, und mehr Ernst und Nachdenken fodern. Ueber den Vorzug beider zu streiten wäre ungeschickt; auch soll durch diese Darlegung ihrer Verschiedenheit weder ihr Gemeinschaftliches übersehen, noch geleugnet werden, daß sie in unendlichen Mischungen und Wendungen in einander greifen und sich mehr oder weniger ähnlich werden. Der Geschichte stellen sich beide, das Märchen und die Sage, gegenüber, insofern sie das sinnlich natürliche und begreifliche stets mit dem unbegreiflichen mischen, welches jene, wie sie unserer Bildung angemessen scheint, nicht mehr in der Darstellung selbst verträgt, sondern es auf ihre eigene Weise [VIII] in der Betrachtung des Ganzen neu hervorzusuchen und zu ehren weiß. Die Kinder glauben an die Wirklichkeit der Märchen, aber auch das Volk hat noch nicht ganz aufgehört, an seine Sagen zu glauben, und sein Verstand sondert nicht viel darin; sie werden ihm aus den angegebenen Unterlagen genug bewiesen, d. h. das unleugbar nahe und sichtliche Daseyn der letzteren überwiegt noch den Zweifel über das damit verknüpfte Wunder. Diese Eingenossenschaft der Sage ist folglich gerade ihr rechtes Zeichen. Daher auch von dem, was wirkliche Geschichte heißt, (und einmal hinter einen gewissen Kreis der Gegenwart und des von jedem Geschlecht durchlebten tritt,) dem Volk eigentlich nichts zugebracht werden kann, als was sich ihm auf dem Wege der Sage vermittelt; einer in Zeit und Raum zu entrückten Begebenheit, der dieses Erforderniß abgeht, bleibt es fremd oder läßt sie bald wieder fallen. Wie unverbrüchlich sehen wir es dagegen an seinen eingeerbten und hergebrachten Sagen haften, die ihm in rechter Ferne nachrücken und sich an alle seine vertrautesten Begriffe schließen. Niemals können sie ihm langweilig werden, weil sie ihm kein eiteles Spiel, das man einmal wieder fahren läßt, sondern [IX] eine Nothwendigkeit scheinen, die mit ins Haus gehört, sich von selbst versteht, und nicht anders, als mit einer gewissen, zu allen rechtschaffenen Dingen nöthigen Andacht, bei dem rechten Anlaß, zur Sprache kommt. Jene stete Bewegung und dabei immerfortige Sicherheit der Volkssagen stellt sich, wenn wir es deutlich erwägen, als eine der trostreichsten und erquickendsten Gaben Gottes dar. Um alles menschlichen Sinnen ungewöhnliche, was die Natur eines Landstrichs besitzt, oder wessen ihn die Geschichte gemahnt, sammelt sich ein Duft von Sage und Lied, wie sich die Ferne des Himmels blau anläßt und zarter, feiner Staub um Obst und Blumen setzt. Aus dem Zusammenleben und Zusammenwohnen mit Felsen, Seen, Trümmern, Bäumen, Pflanzen entspringt bald eine Art von Verbindung, die sich auf die Eigenthümlichkeit jedes dieser Gegenstände gründet, und zu gewissen Stunden ihre Wunder zu vernehmen berechtigt ist. Wie mächtig das dadurch entstehende Band sey, zeigt an natürlichen Menschen jenes herzzerreißende Heimweh. Ohne diese sie begleitende Poesie müßten edele Völker vertrauern und vergehen; Sprache, Sitte und Gewohnheit würde ihnen eitel und unbedeckt dünken, ja hinter [X] allem, was sie besäßen, eine gewisse Einfriedigung fehlen. Auf solche Weise verstehen wir das Wesen und die Tugend der deutschen Volkssage, welche Angst und Warnung vor dem Bösen und Freude an dem Guten mit gleichen Händen austheilt. Noch geht sie an Örter und Stellen, die unsere Geschichte längst nicht mehr erreichen kann, vielmal aber fließen sie beide zusammen und untereinander; nur daß man zuweilen die an sich untrennbar gewordene Sage, wie in Strömen das aufgenommene grünere Wasser eines anderen Flusses, noch lange zu erkennen vermag.

II. Treue der Sammlung.

Das erste, was wir bei Sammlung der Sagen nicht aus den Augen gelassen haben, ist Treue und Wahrheit. Als ein Hauptstück aller Geschichte hat man diese noch stets betrachtet; wir fodern sie aber eben so gut auch für die Poesie und erkennen sie in der wahren Poesie eben so rein. Die Lüge ist falsch und bös; was aus ihr herkommt, muß es auch seyn. In den Sagen und Liedern des Volks haben wir noch keine gefunden: es läßt ihren Inhalt, wie er ist und wie es ihn weiß; dawider, daß manches abfalle in der Länge der Zeit, wie einzelne Zweige und Äste an sonst gesunden Bäumen vertrocknen, [XI] hat sich die Natur auch hier durch ewige und von selbst wirkende Erneuerungen sicher gestellt. Den Grund und Gang eines Gedichts überhaupt kann keine Menschenhand erdichten; mit derselben fruchtlosen Kraft würde man Sprachen, und wären es kleine Wörtchen darin, ersinnen; ein Recht oder eine Sitte alsobald neu aufbringen, oder eine unwirkliche That in die Geschichte hinstellen wollen. Gedichtet kann daher nur werden, was der Dichter mit Wahrheit in seiner Seele empfunden und erlebt hat, und wozu ihm die Sprache halb bewußt, halb unbewußt, auch die Worte offenbaren wird; woran aber die einsam dichtenden Menschen leicht, ja fast immer verstoßen, nämlich an dem richtigen Maaß aller Dinge, das ist der Volksdichtung schon von selbst eingegeben. Ueberfeine Speisen widerstehen dem Volk, und für unpoetisch muß es gelten, weil es sich seiner stillen Poesie glücklicherweise gar nicht bewußt wird; die ungenügsamen Gebildeten haben dafür nicht blos die wirkliche Geschichte, sondern auch das gleich unverletzliche Gut der Sage mit Unwahrheiten zu vermengen, zu überfüllen und überbieten getrachtet. Dennoch ist der Reiz der unbeugsamen Wahrheit unendlich stärker und dauernder, als alle Gespinnste, [XII] weil er nirgends Blößen gibt und die rechte Kühnheit hat. In diesen Volkssagen steckt auch eine so rege Gewalt der Ueberraschung, vor welcher die, überspannteste Kraft der aus sich blos schöpfenden Einbildung zuletzt immer zu Schanden wird und bei einer Vergleichung beider würde sich ein Unterschied dargeben, wie zwischen einer geradezu ersonnenen Pflanze und einer neu aufgefundenen wirklichen, bisher von den Naturforschern noch unbeobachteten, welche die seltsamsten Ränder, Blüten und Staubfäden gleich aus ihrem Innern zu rechtfertigen weiß oder in ihnen plötzlich etwas bestätiget, was schon in andern Gewächsen wahrgenommen worden ist. Ähnliche Vergleichungen bieten die einzelnen Sagen untereinander, so wie mit solchen, die uns alte Schriftsteller aufbewahrt haben, in Ueberfluß dar. Darum darf ihr Innerstes bis ins kleinste nicht verletzt und darum müssen Sache und Thatumstände lügenlos gesammelt werden. An die Worte war sich, so viel thunlich, zu halten, nicht an ihnen zu kleben.

III. Mannichfaltigkeit der Sammlung.

Das zweite, eigentlich schon im ersten mitbegriffene Hauptstück, worauf es bei einer Sammlung von Volkssagen anzukommen scheint, bestehet darin, daß man auch ihre Mannichfaltigkeit [XIII] und Eigenthümlichkeit sich recht gewähren lasse. Denn darauf eben beruhet ihre Tiefe und Breite, und daraus allein wird ihre Natur zu erforschen seyn. Im Epos, Volkslied und der ganzen Sprache zeigt sich das Gleiche wieder; bald haben jene den ganzen Satz miteinander gemein, bald einzelne Zeilen, Redensarten, Ausdrücke; bald hebt, bald schließt es anders und bahnt sich nur neue Mittel und Uebergänge. Die Ähnlichkeit mag noch so groß seyn, keins wird dem andern gleich; hier ist es voll und ausgewachsen, dort stehet es ärmer und dürftiger. Allein diese Armuth, weil sie schuldfrei, hat in der Besonderheit fast jedesmal ihre Vergütung und wird eine Armuthseligkeit. Sehen wir die Sprache näher an, so stuft sie sich ewig und unendlich in unermeßlichen Folgen und Reihen ab, indem sie uns ausgegangene neben fortblühenden Wurzeln, zusammengesetzte und vereinfachte Wörter und solche, die sich neu bestimmen oder irgend einem verwandten Sinn gemäß weiter ausweichen, zeigt; ja es kann diese Beweglichkeit bis in den Ton und Fall der Silben und die einzelnen Laute verfolgt werden. Welches unter dem Verschiedenen nun das Bessere sey und mehr zur Sache gehöre, das ist kaum zu sagen, wo nicht ganz unmöglich [XIV] und sündlich, sofern wir nicht vergessen wollen, daß der Grund, woraus sie alle zusammen entsprungen, die göttliche Quelle an Maas unerhört, an Ausstrahlung unendlich selber war. Und, weil das Sonnenlicht über Groß und Klein scheint, und jedem hilft, so weit es seyn soll, bestehen Stärke und Schwäche, Keime, Knospen, Trümmer und Verfall neben und durcheinander. Darum thut es nichts, daß man in unserm Buch Ähnlichkeiten und Wiederholungen finden wird; denn die Ansicht, daß das verschiedene Unvollständige aus einem Vollständigen sich aufgelöst, ist uns höchst verwerflich vorgekommen, weil jenes Vollkommene nichts irdisches seyn könnte, sondern Gott selber, in den alles zurückfließt, seyn müßte. Hätten wir also dieser ähnlichen Sagen nicht geschont, so wäre auch ihre Besonderheit und ihr Leben nicht zu retten gewesen. Noch viel weniger haben wir arme Sagen reich machen mögen, weder aus einer Zusammenfügung mehrerer kleinen, wobei zur Noth der Stoff geblieben, Zuschnitt und Färbung aber verloren gegangen wäre, noch gar durch unerlaubte, fremde Zuthaten, die mit nichts zu beschönigen sind und denen der unerforschliche Gedanke des Ganzen, aus dem jene Bruchstücke [XV] übrig waren, nothwendig fremd seyn mußte. Ein Lesebuch soll unsere Sammlung gar nicht werden, in dem Sinn, daß man alles, was sie enthält, hinter einander auszulesen hätte. Jedwede Sage stehet vielmehr geschlossen für sich da, und hat mit der vorausgehenden und nachfolgenden eigentlich nichts zu thun; wer sich darunter aussucht, wird sich schon begnügen und vergnügen. Uebrigens braucht, so sehr wir uns bemühten, alles lebendig verschiedene zu behüten, kaum erinnert zu werden, daß die bloße Ergänzung einer und derselben Sage aus mehrern Erzählungen, das heißt, die Beseitigung aller nichts bedeutenden Abweichungen, einem ziemlich untrüglichen critischen Gefühl, das sich von selbst einfindet, überlassen worden ist.

IV. Anordnung der Sammlung.

Auch bei Anordnung der einzelnen Sagen haben wir am liebsten der Spur der Natur folgen wollen, die nirgends steife und offenliegende Grenzen absteckt. In der Poesie gibt es nur einige allgemeine Abtheilungen, alle andern sind unrecht und zwängen, allein selbst jene großen haben noch ihre Berührung und greifen in einander über. Der Unterschied zwischen Geschichte, Sage und Märchen gehört nun offenbar zu den [XVI] erlaubten und nicht zu versäumenden; dennoch gibt es Puncte, wo nicht zu bestimmen ist, welches von dreien vorliege, wie z. B. Frau Holla in den Sagen und Märchen auftritt, oder sich ein sagenhafter Umstand auch einmal geschichtlich zugetragen haben kann. In den Sagen selbst ist nur noch ein Unterschied, nach dem eine äußerliche Sammlung zu fragen hätte, anerkannt worden; der nämlich, wonach wir die mehr geschichtlich gebundenen von den mehr örtlich gebundenen trennen und jene für den zweiten Theil des Werks zurücklegen. Die Ortssagen aber hätten wiederum nach den Gegenden, Zeiten oder dem Inhalt abgetheilt werden mögen. Eine örtliche Anordnung würde allerdings gewisse landschaftliche Sagen-Reihen gebildet und dadurch hin und wieder auf den Zug, den manche Art Sagen genommen, gewiesen haben. Allein es ist klar, daß man sich dabey am wenigsten an die heutigen Theilungen Deutschlands, denen zufolge z. B. Meissen: Sachsen, ein großer Theil des wahren Sachsens aber Hannover genannt, im kleinen, einzelnen noch viel mehr untereinander gemengt wird, hätte halten dürfen. War also eine andere Eintheilung, nicht nach Gebirgen und Flüssen, sondern nach der eigentlichen Richtung und [XVII] Lage der deutschen Völkerstämme, unbekümmert um unsere politischen Grenzen, aufzustellen; so ist hierzu so wenig Sicheres und Gutes vorgearbeitet, daß gerade eine sorgsamere Prüfung der aus gleichem Grund verschmähten und versäumten Mundarten und Sagen des Volks erst muß dazu den Weg bahnen helfen. Was folglich aus der Untersuchung derselben künftig einmal mitherausgehen dürfte, kann vorläufig jetzo noch gar nicht ihre Einrichtung bestimmen. Ferner, im allgemeinen einigen Sagen vor den andern höheres Alter zuzuschreiben, möchte großen Schwierigkeiten unterworfen und meistens nur ein mißverständlicher Ausdruck seyn, weil sie sich unaufhörlich wiedergebären. Die Zwerg- und Hühnensagen haben einen gewissen heidnischen Anstrich voraus, aber in den so häufigen von den Teufelsbauten brauchte man blos das Wort Teufel mit Thurst oder Riese zu tauschen, oder ein andermal bei dem Weibernamen Jette sich nur der alten Jöten (Hühnen) gleich zu erinnern, um auch solchen Erzählungen ein Ansehen zu leihen, das also noch in andern Dingen außer den Namen liegt. Die Sagen von Hexen und Gespenstern könnte man in sofern die neusten nennen, als sie sich am öftersten erneuern, auch [XVIII] örtlich betrachten am lockersten stehen; inzwischen, sind sie im Grund vielmehr nur die unvertilglichsten, wegen ihrer stetigen Beziehung auf den Menschen und seine Handlungen, worin aber kein Beweis ihrer Neuheit liegt. Es bewiese lediglich, daß sie auch alle andere überdauern werden, weil die abergläubische Neigung unseres Gemüths mehr Gutes und Böses von Hexen und Zauberern erwartet, als von Zwergen und Riesen; weshalb merkwürdigerweise gerade jene Sagen sich beinahe allein noch aus dem Volk Eingang unter die Gebildeten machen. Diese Beispiele zeigen hinlänglich, wie unthunlich es gewesen wäre, nach dergleichen Rücksichten einzelne Sagen chronologisch zu ordnen, zudem fast in jeder die verschiedensten Elemente lebendig in einander verwachsen sind, welche demnächst erst eine fortschreitende Untersuchung, die nicht einmal bei der Scheidung einzelner Sagen stehen bleiben darf, sondern selbst aus diesen wiederum Kleineres heraussuchen muß, in das wahre Licht setzen könnte. Letzterer Grund entscheidet endlich auch ganz gegen eine Anordnung nach dem Inhalt, indem man z. B. alle Zwergsagen oder die von versunkenen Gegenden u. s. w. unter eigene Abschnitte faßte. Offenbar würden blos die wenigsten [XIX] einen einzigen dieser Gegenstände befassen, da vielmehr in jeder mannichfaltige Verwandtschaften und Berührungen mit andern anschlagen. Daher uns bei weitem diejenige Anreihung der Sagen am natürlichsten und vortheilhaftesten geschienen hat, welche, überall mit nöthiger Freiheit und ohne viel herumzusuchen, unvermerkt auf einige solcher geheim und seltsam waltenden Uebergänge führt. Dieses ist auch der nothwendig noch überall lückenhaften Beschaffenheit der Sammlung angemessen. Häufig wird man also in der folgenden eine deutliche oder leise Anspielung auf die vorhergehende Sage finden; äußerlich ähnliche stehen oft beisammen, oft hören sie auf, um bei verschiedenem Anlaß anderswo im Buch von neuem anzuheben. Unbedenklich hätten also noch viele andere Ordnungen derselben Erzählungen, die wir hier mittheilen, in sofern man weitere Beziehungen berücksichtigen wollte, versucht werden können, alle aber würden doch nur geringe Beispiele der unerschöpflichen Triebe geben, nach denen sich Sage aus Sage und Zug aus Zug in dem Wachsthum der Natur gestaltet.

[XX]
V. Erklärende Anmerkungen.

Einen Anhang von Anmerkungen, wie wir zu den beiden Bänden der Kinder- und Hausmärchen geliefert, haben wir dieses mal völlig weggelassen, weil uns der Raum zu sehr beschränkt hätte und erst durch die äußere Beendigung unserer Sammlung eine Menge von Beziehungen bequem und erleichtert werden wird. Eine vollständige Abhandlung der deutschen Sagenpoesie, so viel sie in unsern Kräften steht, bleibt also einer eigenen Schrift vorbehalten, worin wir umfassende Uebersichten des Ganzen nicht blos in jenen dreien Eintheilungen nach Ort, Zeit und Inhalt, sondern noch in anderen versuchen wollen.

VI. Quellen der Sammlung.

Diese Sammlung hatten wir nun schon vor etwa zehn Jahren angelegt, (man sehe Zeitung für Einsiedler oder Trösteinsamkeit. Heidelberg 1808. Nr. 19 u. 20.) seitdem unablässig gesorgt, um für sie sowohl schriftliche Quellen in manchen allmälig selten werdenden Büchern des 16. und 17. J.H. fleißig zu nutzen und auszuziehen, als auch vor allen Dingen mündliche, lebendige Erzählungen zu erlangen. Unter den geschriebenen Quellen waren uns die Arbeiten des Johannes Prätorius weit die bedeutendsten. Er schrieb [XXI] in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und verband mit geschmackloser aber scharfsichtiger Gelehrsamkeit Sinn für Sage und Aberglauben, der ihn antrieb, beide unmittelbar aus dem bürgerlichen Leben selbst zu schöpfen und ohne welchen, was er gewiß nicht ahnte, seine zahlreichen Schriften der Nachwelt unwerth und unfruchtbar scheinen würden. Ihm dankt sie zumal die Kenntniß und Beziehung mannichfacher Sagen, welche den Lauf der Saale entlang und an den Ufern der Elbe, bis wo sich jene in diese ausmündet, im Magdeburgischen und in der Altmark bei dem Volke gehn.

Den Prätorius haben spätere, oft ohne ihn zu nennen, ausgeschrieben, selten durch eigene mündliche Zusammlung sich ein gleiches Verdienst zu erwerben gewußt. In den langen Zeitraum zwischen ihm und der Otmarischen Sammlung (1800) fällt kein einzig Buch von Belang für deutsche Sagen, abgesehn von bloßen Einzelnheiten. Indessen hatten kurz davor Musäus und Frau Naubert in ihren Verarbeitungen einiger ächten Grundsagen aus Schriften, so wie theilweise aus mündlicher Ueberlieferung, die Neigung darauf hingezogen, wenigstens hingewiesen. In Absicht auf Treue und Frische verdient Otmar’s [XXII] Sammlung der Harzsagen so viel Lob, daß dieses den Tadel der hin und wieder aufgesetzten unnöthigen Bräme und Stilverzierung zudeckt. Viele sind aber auch selbst den Worten nach untadelhaft und man darf ihnen trauen. Seitdem hat sich die Sache zwar immer mehr geregt und ist auch zuweilen wirklich gefördert, im Ganzen jedoch nichts Bedeutendes gesammelt worden, außer ganz neuerlich (1815.) ein Dutzend Schweizersagen von Wyß. Ihr Herausgeber hat sie geschickt und gewandt in größere Gedichte versponnen; wir erkennen neben dem Talent, was er darin bewiesen, doch eine Trübung trefflicher einfacher Poesie, die keines Behelfs bedarf und welche wir unserm Sinn gemäß aus der Einkleidung wieder in die nackende Wahrheit einzulösen getrachtet haben, darin auch durch die zugefügt gewesenen Anmerkungen besonders erleichtert waren. Dieses, so wie daß wir aus der Otmarischen Sammlung etwa eben so viel, oder einige mehr aufgenommen, war für unsern Zweck und den uns seinethalben vorschwebenden Grad von Vollständigkeit unentbehrlich; theils hatten wir manche noch aus anderen Quellen zu vergleichen, zu berichtigen und in den einfachen Stil zurückzuführen. Es sind außerdem noch zwei andere neue [XXIII] Sammlungen deutscher Volkssagen anzuführen, von Büsching (1812.) und Gottschalk (1814.), deren die erste sich auch auf auswärtige Sagen, sodann einheimische Märchen, Legenden und Lieder, selbst Vermuthungen über Sagen, wie Spangenbergs, mit erstreckt, also ein sehr ausgedehntes, unbestimmtes Feld hat. Beide zusammen verdanken mündlicher Quelle nicht über zwölf bisher ungekannte deutsche Sagen, welche wir indessen aufgenommen haben würden, wenn nicht jede dieser Sammlungen selbst noch im Gang wäre und eigene Fortsetzungen versprochen hätte. Wir haben ihnen also nichts davon angerührt, übrigens, wo wir dieselben schriftlichen Sagen längst schon aus denselben oder verschiedenen Quellen ausgeschrieben hatten, unsre Auszüge darum nicht hintanlegen wollen; denn nach aufrichtiger Ueberlegung fanden wir, daß wir umsichtiger und reiflicher gesammelt hatten. Beide geben auch vermischt mit den örtlichen Sagen die geschichtlichen, deren wir mehrere Hunderte für den nächsten Theil aufbehalten. Wir denken keine fremde Arbeit zu irren oder zu stören, sondern wünschen ihnen glücklichen Fortgang, der gottschalkischen insbesondere mehr Critik zur Ausscheidung des Verblümten und der Falschmünze. Die [XXIV] dobeneckische Abhandlung endlich von dem Volksglauben des Mittelalters (1815.) breitet sich theils über ganz Europa, theils schränkt sie sich wieder auf das sogenannt Abergläubische und sonst in anderer Absicht zu ihrem Schaden ein; man kann sagen: sie ist eine mehr sinnvolle als reife, durchgearbeitete Ansicht der Volkspoesie und eigentlich Sammlung blos nebenbei, weshalb wir auch einige Auszüge aus Prätorius, wo wir zusammentrafen, nicht ausgelassen haben; sie wird inzwischen dem Studium dieser Dichtungen zur Erregung und Empfehlung gereichen. Ausdrücklich ist hier noch zu bemerken, daß wir vorsätzlich die vielfachen Sagen von Rübezahl, die sich füglich zu einer besonderen Sammlung eignen, so wie mehrere Rheinsagen auf die erhaltene Nachricht: Voigt wolle solche zu Frankfurt in diesem Jahr erscheinen lassen, zurücklegen.

VII. Zweck und Wunsch.

Wir empfehlen unser Buch den Liebhabern deutscher Poesie, Geschichte und Sprache, und hoffen, es werde ihnen allen, schon als lautere deutsche Kost, willkommen seyn, im festen Glauben, daß nichts mehr auferbaue und größere Freude bei sich habe, als das Vaterländische. Ja, eine bedeutungslos sich anlassende Entdeckung [XXV] und Bemühung in unserer einheimischen Wissenschaft kann leicht am Ende mehr Frucht bringen, als die blendendste Bekanntwerdung und Anbauung des Fremden, weil alles Eingebrachte zugleich auch doch etwas Unsicheres an sich trägt, sich gern versteigt und nicht so warm zu umfassen ist. Es schien uns nunmehr Zeit hervorzutreten und unsere Sammlung zu dem Grad von Vollständigkeit und Mannichfaltigkeit gediehen zu seyn, der ihre unvermeidlichen Mängel hinreichend entschuldigen könne und in unsern Lesern das Vertrauen erwecke, daß und in wiefern wir ihre Beihilfe zur Vervollkommnung des Werkes brauchen und nicht mißbrauchen werden. Aller Anfang ist schwer, wir fühlen, daß uns eine große Menge von deutschen Sagen gänzlich fehlt, und daß ein Theil der hier gegebenen genauer und besser noch aus dem Mund des Volks zu gewinnen ist; manches in Reisebeschreibungen des vorigen Jahrhunderts zerstreute mag gleichfalls mangeln. Die Erfahrung beweist, daß auf Briefe und Schreiben um zu sammelnde Beiträge wenig oder nichts erfolge, bevor durch ein Muster von Sammlung selbst deutlich geworden seyn kann, auf welche verachtete und scheinlose Dinge es hierbei ankommt. Aber das Geschäft des Sammelns, [XXVI] sobald es einer ernstlich thun will, verlohnt sich bald der Mühe und das Finden reicht noch am nächsten an jene unschuldige Lust der Kindheit, wann sie in Moos und Gebüsch ein brütendes Vöglein auf seinem Nest überrascht; es ist auch hier bei den Sagen ein leises Aufheben der Blätter und behutsames Wegbiegen der Zweige, um das Volk nicht zu stören und um verstohlen in die seltsam, aber bescheiden in sich geschmiegte, nach Laub, Wiesengras und frischgefallenem Regen riechende Natur blicken zu können. Für jede Mittheilung in diesem Sinn werden wir dankbar seyn und danken hiermit öffentlich unserm Bruder Ferdinand Grimm und unsern Freunden August von Haxthausen und Carove, daß sie uns schon fleißig unterstützt haben. Cassel, am 14. März 1816.


[XXVII]

Inhalt.
1. Die drei Bergleute im Kuttenberg Seite 1
2. Der Berg-Geist 3
3. Der Berg-Mönch im Harz 5
4. Frau Hollen-Teich 6
5. Frau Holla zieht umher 8
6. Frau Hollen Bad 9
7. Frau Holla und der treue Eckart 9
8. Frau Holla und der Bauer 10
9. Die Springwurzel 11
10. Fräulein von Boyneburg 13
11. Der Pielberg 16
12. Die Schloß-Jungfrau 16
13. Die Schlangen-Jungfrau 17
14. Das schwere Kind 19
15. Der Weinkeller bei Salurn 20
16. Das Hünen-Spiel 23
17. Das Riesen-Spielzeug 24
18. Riese Einheer 25
19. Riesen-Säulen 26
20. Der Köterberg 27
21. Geroldseck 28
22. Kaiser Karl zu Nürnberg 28
23. Friedrich Rothbart auf dem Kyfhäuser 29
24. Der Birnbaum auf dem Walserfeld 30
25. Der verzauberte König zu Schildheiß 31
26. Kaiser Carl V. Auszug 32
27. Der Unterberg 32
28. Kaiser Karl im Unterberg 33
29. Der Scherfenberger und der Zwerg 34
30. Das stille Volk zu Plesse 38
31. Des kleinen Volks Hochzeit-Fest 39
32. Steinverwandelte Zwerge Seite 40
33. Zwerg-Berge 42
34. Zwerge leihen Brot 42
35. Der Graf von Hoia 44
36. Zwerge ausgetrieben 45
37. Die Wichtlein 46
38. Beschwörung der Bergmännlein 48
39. Die Bergmännlein beim Tanz 49
40. Das Keller-Männlein 50
41. Die Ahnfrau von Ranzau 51
42. Herrmann von Rosenberg 54
43. Die osenberger Zwerge 55
44. Das Erdmännlein und der Schäferjung 56
45. Der einkehrende Zwerg 57
46. Zeitelmoos 58
47. Das Moosweibchen 59
48. Der wilde Jäger jagt die Moosleute 60
49. Der Wassermann 61
50. Die wilden Frauen im Unterberge 63
51. Tanz mit dem Wassermann 66
52. Der Wassermann und der Bauer 67
53. Der Wassermann aus der Fleischerbank 68
54. Der Schwimmer 69
55. Bruder Nickel 70
56. Nixen-Brunnen 71
57. Magdeburger Nixen 71
58. Der Dönges-See 72
59. Mummel-See 73
60. Die Elbjungfer und das Saalweiblein 76
61. Wasser-Recht 78
62. Das ertrunkene Kind 79
63. Schlitz-Oehrchen 80
64. Die Wasser-Nixe und der Mühlknappe 80
65. Vor den Nixen hilft Dosten und Dorant 81
66. Des Nixes Beine 84
67. Die Magd bei dem Nix 84
68. Die Frau von Alvensleben 85
69. Die Frau von Hahn und der Nix Seite 87
70. Das Streichmaß, der Ring und Becher 89
71. Der Kobold 90
72. Der Bauer mit seinem Kobold 93
73. Der Kobold in der Mühle 93
74. Hütchen 97
75. Hinzelmann 103
76. Klopfer 128
77. Stiefel 128
78. Ekerken 129
79. Nacht-Geist zu Kendenich 129
80. Der Alp 130
81. Der Wechselbalg 132
82. Die Wechselbälge im Wasser 134
83. Der Alraun 135
84. Spiritus familiaris 137
85. Das Vogelnest 140
86. Der Brutpfennig 143
87. Wechselkind mit Ruthen gestrichen 144
88. Schauen auf Kinder 145
89. Die Roggen-Muhme 146
90. Die zwei unterirdischen Weiber 147
91. König Grünewald 148
92. Blümelis-Alp 150
93. Die Lilie 152
94. Johann von Passau 153
95. Das Hündlein von Bretta 154
96. Das Dorf am Meer 155
97. Die verschütteten Silbergruben 156
98. Der Fundgrübner 157
99. Ein gespenstiger Reuter 159
100. Der falsche Eid 160
101. Zwölf ungerechte Richter 161
102. Die heiligen Quellen 161
103. Der quillende Brunnen 162
104. Hunger-Quelle 163
105. Der Lieben-Bach 163
[XXX]
106. Der Helfenstein Seite 164
107. Die Wiege aus dem Bäumchen 166
108. Hessenthal 167
109. Reinstein 167
110. Der stillstehende Fluß 168
111. Arendsee 168
112. Der Ochsenberg 169
113. Die Moor-Jungfern 170
114. Andreas-Nacht 171
115. Der Liebhaber zum Essen eingeladen 172
116. Die Christnacht 174
117. Das Hemdabwerfen 176
118. Krystall-Schauen 177
119. Zauber-Kräuter kochen 182
120. Der Salzknecht in Pommern 184
121. Jungfer Eli 184
122. Die weiße Frau 187
123. Taube zeigt einen Schatz 187
124. Taube hält den Feind ab 188
125. Der Glockenguß zu Breslau 189
126. Der Glockenguß zu Attendorn 190
127. Die Müllerin 193
128. Johann Hübner 195
129. Eppela Gaila 198
130. Der Blumenstein 200
131. Seeburger See 201
132. Der Burgsee und Burgwall 204
133. Der heil. Niclas und der Dieb 205
134. Riesensteine 205
135. Spuren im Steine 206
136. Der Riesen-Finger 207
137. Riesen aus dem Unterberge 208
138. Der Jetten-Bühel zu Heidelberg 209
139. Riese Haym 210
140. Die tropfende Rippe 211
141. Jungfrau-Sprung 211
142. Der Stierenbach 212
143. Die Männer im Zottenberg Seite 214
144. Verkündigung des Verderbens 215
145. Das Männlein auf dem Rücken 217
146. Gottschee 217
147. Die Zwerge auf dem Baum 221
148. Die Zwerge auf dem Felsstein 221
149. Die Füße der Zwerge 222
150. Die wilden Geister 224
151. Die Heilingszwerge 225
152. Abzug des Zwergvolks über die Brücke 227
153. Der Zug der Zwerge über den Berg 229
154. Die Zwerge bei Dardesheim 230
155. Schmidt Riechert 231
156. Grinken-Schmidt 232
157. Die Hirtenjungen 233
158. Die Nußkerne 234
159. Der soester Schatz 235
160. Das quellende Silber 236
161. Goldsand auf dem Unterberg 238
162. Goldkohlen 239
163. Der Brunnen zu Steinau 240
164. Die fünf Kreuze 241
165. Der Schwerttanz zu Weissenstein 241
166. Der Steintisch zu Bingenheim 242
167. Der lange Mann in der Mordgasse zu Hof 243
168. Krieg und Frieden 244
169. Rodensteins Auszug 244
170. Der Tannhäuser 246
171. Der wilde Jäger Hackelberg 248
172. Der wilde Jäger und der Schneider 249
173. Der Hoselberg 250
174. Des Rechenbergers Knecht 251
175. Geister-Kirche 254
176. Geister-Mahl 257
177. Der Dachdecker 259
178. Die Spinnerin am Creuz 260
179. Buttermilchthurm 260
180. Der heilige Wanfried Seite 261
181. Der Hülfenberg 262
182. Das Teufelsloch zu Goslar 263
183. Die Teufelsmühle 265
184. Der Herrgottstritt 266
185. Die Sachsenhäuser Brücke zu Frankfurt 267
186. Der Wolf und der Tannenzapf 269
187. Der Teufel von Ach 270
188. Die Teufelsmauer 270
189. Des Teufels Tanzplatz 271
190. Die Teufelskanzel 272
191. Das Teufelsohrkissen 272
192. Der Teufelsfelsen 272
193. Teufelsmauer 273
194. Teufelsgitter 273
195. Teufelsmühle 274
196. Teufelskirche 274
197. Teufelsstein bei Reichenbach 274
198. Teufelsstein bei Cöln 275
199. Süntelstein zu Osnabrück 275
200. Der Lügenstein 276
201. Die Felsenbrücke 276
202. Das Teufelsbad bei Dassel 277
203. Der Thurm zu Schartfeld 279
204. Der Dom zu Cöln 280
205. Des Teufels Hut 282
206. Des Teufels Brand 282
207. Die Teufels-Hufeisen 284
208. Der Teufel führt die Braut fort 285
209. Das Glücksrad 286
210. Der Teufel als Fürsprecher 289
211. Traum vom Schatz auf der Brücke 290
212. Der Kessel mit dem Schatz 291
213. Der Wärwolf 293
214. Der Wärwolf-Stein 295
215. Die Wärwölfe ziehen aus 296
216. Der Drache fährt aus 297
217. Winkelried und der Lindwurm Seite 299
218. Der Lindwurm am Brunnen 300
219. Das Drachenloch 301
220. Schlangenkönigin 302
221. Die Jungfrau im Oselberg 303
222. Der Krötenstuhl 304
223. Die Wiesenjungfrau 305
224. Das Niesen im Wasser 307
225. Die arme Seele 307
226. Die verfluchte Jungfer 308
227. Das Fräulein vom Staufenberg 308
228. Der Jungferstein 308
229. Das steinerne Brautbett 309
230. Zum Stehen verwünscht 310
231. Die Bauern zu Kolbeck 312
232. Der heilige Sonntag 313
233. Frau Hutt 314
234. Der Kindelsberg 315
235. Die Semmel-Schuhe 317
236. Der Erdfall bei Hochstädt 318
237. Die Brot-Schuhe 319
238. Das taube Korn 320
239. Der Frauensand 321
240. Brot zu Stein geworden 326
241. Der Binger Mäusethurm 328
242. Das Bubenried 329
243. Kindelbrück 330
244. Die Kinder zu Hameln 330
245. Der Rattenfänger 333
246. Der Schlangenfänger 334
247. Das Mäuselein 335
248. Der ausgehende Rauch 336
249. Die Katze aus dem Weidenbaum 337
250. Wetter und Hagel machen 338
251. Der Hexen-Tanz 339
252. Die Weinreben und Nasen 340
253. Fest hängen 341
254. Das Noth-Hemd 342
255. Fest gemacht 343
256. Der sichere Schuß 344
257. Der herumziehende Jäger 344
258. Doppelte Gestalt 346
259. Gespenst als Eheweib 347
260. Tod des Erstgebornen 349
261. Der Knabe zu Colmar 350
262. Tod des Domherrn zu Merseburg 351
263. Die Lilie im Kloster zu Corvei 351
264. Rebundus im Dom zu Lübeck 352
265. Glocke läutet von selbst 355
266. Todes-Gespenst 356
267. Frau Berta oder die weiße Frau 357
268. Die wilde Berta kommt 358
269. Der Fürst, das Posterli und die Sträggele 359
270. Der Nachtjäger und die Rüttelweiber 360
271. Der Mann mit dem Schlackhut 360
272. Der graue Hockelmann 361
273. Chimmeke in Pommern 362
274. Der Krischer 362
275. Die überschiffenden Mönche 363
276. Der Irrwisch 365
277. Der feurige Wagen 366
278. Der Räderberg 366
279. Die Lichter auf Hellebarden 368
280. Das Wafeln 369
281. Weberndes Flammen-Schloß 369
282. Der Feuerberg 371
283. Der feurige Mann 373
284. Die verwünschten Landmesser 374
285. Der verrückte Gränzstein 374
286. Der Gränzstreit 375
287. Der Gränzlauf 375
288. Die Alpschlacht 378
289. Der Stein bei Wenthusen 379
290. Die altenberger Kirche 379
291. Der König im lauenburger Berg Seite 380
292. Der Schwanberg 381
293. Der Robbedisser Brunnen 381
294. Bamberger Wage 382
295. Kaiser Friedrich zu Kaiserslautern 382
296. Der Hirt auf dem Kiffhäuser 384
297. Die drei Telle 385
298. Das Bergmännchen 386
299. Die Zirbelnüsse 388
300. Das Paradies der Thiere 388
301. Der Gemsjäger 389
302. Die Zwerglöcher 390
303. Der Zwerg und die Wunderblume 391
304. Der Nix an der Kelle 392
305. Schwarzach 393
306. Die drei Jungfern aus dem See 394
307. Der todte Bräutigam 395
308. Der ewige Jäger 397
309. Hans Jagenteufel 398
310. Des Hackelnberg Traum 399
311. Die Tut-Osel 400
312. Die schwarzen Reuter und das Handpferd 401
313. Der getreu Eckhart 402
314. Das Fräulein vom Willberg 403
315. Der Schäfer und der Alte aus dem Berg 405
316. Jungfrau Ilse 407
317. Die Heiden-Jungfrau zu Glatz 409
318. Der Roßtrapp und der Cretpfuhl 411
319. Der Mägdesprung 417
320. Der Jungfernsprung 418
321. Der Harrassprung 420
322. Der Riese Hidde 420
323. Das ilefelder Nadelöhr 421
324. Die Riesen zu Lichtenberg 422
325. Das Hühnenblut 423
326. Es rauscht im Hühnen-Grab 424
327. Todte aus den Gräbern wehren dem Feind 424
328. Hans Heilings Felsen Seite 425
329. Die Jungfrau mit dem Bart 426
330. Die weiße Jungfrau zu Schwanau 427
331. Schwarzkopf und Seeburg am Mummel-See 427
332. Der Krämer und die Maus 430
333. Die drei Schatzgräber 431
334. Einladung vor Gottes Gericht 431
335. Gäste vom Galgen 435
336. Teufels-Brücke 436
337. Die zwölf Johanneße 437
338. Teufels-Graben 438
339. Der Kreuzliberg 439
340. Die Pferde aus dem Bodenloch 440
341. Zusammenkunft der Todten 441
342. Das weissagende Vöglein 443
343. Der ewige Jud auf dem Matterhorn 443
344. Der Kessel mit Butter 444
345. Trauer-Weide 445
346. Das Christus-Bild zu Wittenberg 445
347. Das Muttergottes-Bild am Felsen 446
348. Das Gnadenbild aus dem Lerchenstock zu Waldrast 447
349. Ochsen zeigen die heilige Stätte 449
350. Notburga 450
351. Mauerkalk mit Wein gelöscht 454
352. Der Judenstein 455
353. Das von den Juden getödtete Mägdlein 456
354. Die vier Hufeisen 457
355. Der Altar zu Seefeld 458
356. Der Sterbensstein 459
357. Sündliche Liebe 460
358. Der schweidnitzer Rathsmann 460
359. Regenbogen über Verurtheilten 462
360. Gott weint mit dem Unschuldigen 462
361. Gottes Speise 463
362. Die drei Alten 464
[464]
Druckfehler.

S. 71. Zeile 3. Statt Vormius mons. lies Wormius monim.

S 137. Zeile 10. von unten st. behütet es l. behütet er.