Die Abbassiden − 1. Gesang

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: August Graf von Platen
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Die Abbassiden − 1. Gesang
Untertitel:
aus: Gesammelte Werke des Grafen August von Platen, Band 4 von 5
Herausgeber: Einführung von Karl Goedeke
Auflage:
Entstehungsdatum: 1828−1830
Erscheinungsdatum: 1847
Verlag: J. G. Cotta
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Stuttgart und Tübingen
Übersetzer: {{{ÜBERSETZER}}}
Originaltitel: {{{ORIGINALTITEL}}}
Originalsubtitel: {{{ORIGINALSUBTITEL}}}
Originalherkunft: {{{ORIGINALHERKUNFT}}}
Quelle: Scan auf Commons
Kurzbeschreibung:
Erläuterungen siehe Die Abbassiden
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[227]

 Erster Gesang.


Tausend Zelten waren aufgeschlagen
Durch’s Gefilde vor den Thoren Bagdads,
Um das Fest des neuen Jahrs zu feiern:
Auf dem Throne saß der große Harun

5
Als Kalif mit allen Würdezeichen,

Rings im Cirkel seine Kronbeamten;
Doch zunächst die drei geliebten Söhne
Prinz Amin und neben Assur Assad.
Durch die Gärten lag zerstreut die Menge,

10
Trank und Speise wurde rings vertheilt ihr.

Unter Lauben, aus Jasmin gebildet,
Ruhten Frau’n und Männer; doch die Knaben
Schlangen Tänze mit den jüngsten Mädchen.
Vor des Herrschers Pavillon indessen

15
Trat ein Mohr mit einem Pferd am Zügel:

Nicht ein Roß war’s aus arabischem Blute,
Nicht ein Hengst aus Andalusien war es!
Nein − von Künstlerhand aus Holz gebildet,
Erz die Hufe nur und Gold die Mähne.

20
Zum Kalifen sprach der Mohr: Beherrscher

Aller Gläubigen, aller Völker Sultan!
Manche Gabe bringt an diesem Tage
Zum Geschenk dir deiner Sklaven mancher;
Doch die wundervollste biet’ ich selbst dir:

[228]

25
Mehr als Troja’s Pferd, wiewohl’s ein großes

Reich zerstörte, schätz’ ich diesen Rappen,
Den ein Magier durch Magie gebildet.
Wenn du je von Hippogryphen hörtest,
Die verschmähn der Erde Grund zu stampfen;

30
Flatternd aber durch den Äther schweben;

Wenn du’s je für eine Fabel hieltest,
Bilden kann ich aus der Fabel Wahrheit.
Auf den Rappen schwang sogleich der Mohr sich,
Flog empor und schien ein Punkt im Luftmeer,

35
Senkte wieder dann zum Zelt herab sich.


Alles staunte, staunend sagte Harun:
Wahrlich, mehr gilt dieses Pferd, als meiner
Krone hundert beste Kronjuwelen:
Willst du diese, nimm sie, laß den Gaul mir!

40
Ihm versetzte drauf der Mohr: Beherrscher

Aller Gläubigen, aller Völker Sultan!
Gold und Edelsteine wiegen keinen
Zauber auf, wie diesen! Nur die Schönheit
Im Verein mit hoher Würde. Laß mich

45
Dein Wesir, o Harun Alraschid sein,

Dein Wesir, und laß als deiner Tochter
Ehgemal mich ihren Schleier lüften!
Meine Wünsche sind, wie meine Gaben,
Groß und kühn, Kalif! Erwäge beide!

50
Lange schwieg der überraschte Harun.

Allzufrech erschien des Mohren Fodrung;
Doch der Rappe war ein solches Wunder,
Daß der höchste Preis an Wert gering schien.
Schnell vom Sitze sprang Amin dagegen,

55
Harun’s Erstgeborner, auf und sagte:

Sohn Mohadi’s, großer Abbasside!
Kannst du zaudern, dieses Hexenmeisters

[229]

Kecken Anspruch mit dem Tod zu strafen?
Abgewogen gegen Fürstenehre

60
Scheint der größte Diamant ein Sandkorn:

Mehr als Bagdad, mehr als tausend Städte
Gilt der fliegende Rappe; darfst du aber
Diesen Sklaven bis zum Thron erheben,
Aller Schätze holden Schatz, Amine,

65
Deine Tochter, einem Neger opfern?

Länger wäre nicht, nach solchem Entschluß,
Harun Alraschid das Bild der Weisheit!
Nur ein Blendwerk ist vielleicht des Mohren
Zauberpferd; ich will es selbst versuchen:

70
Trägt es mich, und liefert mir die Probe,

Zahle dann mit Gold und Gut, Kalif, es,
Aber nicht mit deiner Kinder Wohlfahrt.

Sprach’s Amin, und schwang sich auf den Rappen,
Flog empor und schien ein Punkt im Luftmeer;

75
Doch vor Harun Alraschid verzweifelnd

Warf der Mohr sich hin und rief: Beherrscher
Aller Gläubigen, aller Völker Sultan!
Ohne Schuld an deines Sohns Verderben,
Wenn’s den Unvorsichtigen trifft, du siehst mich:

80
Eh’ zuvor ich ihn belehren konnte,

Allzuplötzlich stieg empor der Jüngling!
Schwingt sich Einer auf des Rosses Rücken,
Fliegt sogleich in alle Höh’n hinauf es;
Doch, um wieder es sanft herabzulenken

85
Nach der Erde, dient die kleine Schraube

Unter’m Hals des flücht'gen Wunderpferdes.
Wenn der Prinz sie nicht entdeckt, so fliegt es
Ewig weiter durch den Raum der Sterne,
Bis zuletzt ihn Müdigkeit und Hunger

90
Jeder Kraft entledigen, bis zuletzt ihn

[230]

Jäher Todessturz am Fels zerschmettert,
Oder tief in die tiefe See hinabtaucht.

Namenloser Schmerz ergriff den Vater,
Namenloser Schmerz das ganze Bagdad:

95
Schnell zur Trauer sank das Fest zusammen,

Wie zur Asche sinkt ein Jubelfeuer,
Das von Fischern am Johannisabend
Aufgeschichtet ward aus alten Scheitern,
Die das Meer am sandigen Ufer auswarf.

100
Eingekerkert ward sogleich der Neger,

Ausgesendet wurde Bot’ um Bote
Gegen Nord und Ost und Süd und Abend;
Keine Kunde kam und kein Amin kam:
Tiefe Schwermut, immer tiefer nährte

105
Harun Alraschid, der Sohn Mohadi’s.


Doch zum Bruder eines Morgens sagte,
Bei der Hand ihn zärtlich fassend, Assad:
Vielgeliebter, durch dieselbe Mutter
Mir Verwandter, meines Auges Apfel!

110
Thatenlos nicht länger, als Beschauer,

Mag ich ansehn unsers Vaters Leiden,
Dem ich schadenfroh vielleicht erscheine,
Weil die Flucht des ältern Sohns dem Throne
Näher bringt mich selbst. Ich will davonziehn,

115
Ihn, und wär’s am fernen Sonnenaufgang,

Wär’s am Sonnenuntergang, zu suchen;
Sollt’ ich nichts als seine Leiche finden,
Laß beerdigen mich des Bruders Asche!

Ihm erwiedert Assur: Süßer Assad!

120
Glaubst du denn, ich könnte je die Seele

Vom Gespielen meiner Jugend scheiden?
Laß zusammen uns im Land umherspähn!
Traurig ist es, durch die Welt verlassen,

[231]

Ungesellig allein sich durchzuwinden;

125
Jedes Hinderniß erscheint verdoppelt,

Ja, der Mensch verzehrt sich selbst in sich nur,
Der allein an fremde Menschen anstößt;
Aber brüderliche Liebe zaubert
Jeden Gram hinweg, und durch Gemeinschaft

130
Sind Gefahren als Genuß zu schätzen.


Ihm erwiedert sein gerührter Bruder:
Allzu reizend malst du jene Fahrt mir,
Allzureizend durch den Bund der Freundschaft;
Aber nein, du mußt des Vaters Trost sein!

135
Soll verwaist er aller Söhne werden?

Zwei verschwinden ihm, der dritte bleibe!

Ihm versetzt der jüngste Sproß des Abbas:
Beide Söhne mögen ihm den dritten,
Arm in Arm, an seine Brust geleiten!

140
Frommt ein thatenloser Sohn dem Harun?

Unser Vater einst eroberte kühn sich
Manches Reich, ihm dienten hundert Völker:
Selbst der Herr des fernsten Abendlandes,
Carl, der Sohn Pipins, der mächtige Cäsar,

145
Schickt an Harun Alraschid Gesandte!

Nicht verweichlichen darf der Stamm des Großen!
Besser ist’s, er sieht die Söhne sterben,
Als verkümmern auf dem Sammt der Polster.
Leere Täuschung nenn’ ich Glück und Ruhe:

150
Bloß im Eden, zwischen schönen Jungfrau’n,

Ziemt die Rast dem kampfesmüden Kämpfer;
Doch der Mensch, bevor zu ruhn gedenkt er,
Wissen muß er erst, wovon er ausruht.
Laß in’s Ferne wandern uns, Geliebter!

155
Glückt es nicht, den Bruder aufzufinden,

Stähle doch und kräftige doch die Welt uns!

[232]

So besprachen sich die Abbassiden.
Als zu graun begann der nächste Morgen,
Nahmen Beide vom Kalifen Abschied,

160
Unterm Vorwand eines großen Jagens:

Doch sie ließen diesen Brief zurück ihm:
Harun Alraschid, Kalif in Bagdad!
Wenn du nicht zu sonst gewohnter Stunde
Assur wiederkehren siehst und Assad,

165
Traure nicht, denn dir zum Troste flohn sie,

Deine Söhne suchen deinen Sohn auf!

Bald entfernten sich vom Jagdgefolge,
Beide Brüder durch der Wälder Dickicht,
Ueber Berg und über Haide schweifend,

170
Forschend überall und kurze Rast nur

Unter’m Dache bärtiger Hirten findend.
Eines Tags, an eines Stromes Ufer,
Der dem Hochgebirg entbrauste, trafen
Einen Fischerknaben beide Brüder.

175
Dieser Knabe, den sie fragten, sagte:

Gestern sah ich durch die Luft ein Wesen,
Großgeflügelt, doch unkenntlich, schweben;
Für den Vogel Rock, o Freunde, hielt ich’s;
Der aus jenen sandigen Wüsten seinen

180
Raub entführt, Elephanten selbst hinwegträgt

Ueber Berg und Meer zu felsigen Inseln,
Wo er brütet seine Rieseneier!
Doch es war vielleicht der fliegende Rappe,
Welchem nachforscht eure Neubegierde.

185
Also sprach der Knabe. Diesem falschen,

Diesem ungewissen Schein der Hoffnung
Folgte kühn das Brüderpaar, entschlossen,
Ueber’s Hochgebirg hinwegzusteigen,
Das vor ihnen wolkenhoch gethürmt schien.

[233]

190
Sieben Tage nun und sieben Nächte

Ging die Wagefahrt. In tiefe Thäler
Oft hinuntergleitend, wiederum dann
Schroffe Wände gemsenhaft erklimmend,
Lebten Beide vom Ertrag der Jagd nur,

195
Oder nährten auch von wilder Frucht sich,

Die sie schüttelten aus den Pinienästen,
Die vom Erdbeerbaum sie durstig pflückten.

Gleich dem Manne, welcher hastig wandelt,
Spät des Nachts, an einem Havendamme,

200
Wo, mit Tau’n geknüpft an Marmorpflöcke,

Angebundne Schiffe ruhn, und Jener
Unaufhörlich über die Seile strauchelt:
Also drohte jeder Schritt den Brüdern
Jähen Fall, und über Fels und Baumstumpf

205
Ging die Fahrt durch ungebahnte Wildniß.

Aber als der achte Morgen graute,
Als die Jünglinge vom bemoosten Lager
Auf sich richteten, Arm in Arm geschlungen,
Welch ein Schauspiel bot sich dar! Sie sahen

210
Angelangt sich auf des Berges Gipfel:

Unter ihnen lag die weite Landschaft
Segenreich und unabsehlich lieblich,
Wo das Maisgefild, die Olivenpflanzung
Grünend wucherte, wo der edle Weinstock

215
Um Platanen wob unzählige Ranken;

Doch im Hintergrund ein Sonnenspiegel,
Lag im Morgenlicht das Meer, von Schiffen
Uebersät, von Kähnen übervölkert,
Und im Halbmond, um gekerbte Buchten,

220
Dehnte reich sich eine Stadt, es mengten

Am Gestade Masten sich und Thürme.
Assur sprach: O schöne Vorbedeutung
Froher Zukunft! Laß in fliegender Eile,

[234]

Neugestärkt, in dieses Land des Frühlings

225
Niedersteigen uns, geliebter Bruder!


Voll Bedacht darauf erwiedert Assad:
Mich, wie dich, beflügelt solch ein Anblick
Nach der Drangsal! Aber ohne Vorsicht
Ziemt es nicht dem unbekannten Fremdling

230
Sich zu mischen unter Unbekannte.

Laß zuerst mich, ohne dich, hinabziehn,
Auszuforschen jener Menschen Sitten,
Ihr Gemüt und ihren Gottesglauben;
Bald, mit Lebensunterhalt beladen,

235
Kehr’ ich wieder, bringe bald'ge Kundschaft.

Ihm entgegnet Assur: Zwar den Jüngern
Nenn’ ich mich, doch nicht an Mut Verzagtern;
Trugst du doch des ganzen Zugs, o Bruder,
Größere Mühe, der du stets die Pfade,

240
Mir voran, mit deinem Schwerte bahntest!

Diesem Späherdienst hingegen fühl’ ich
Mich gewachsen, als ein Liebeszeichen
Fodr’ ich ihn von deiner Huld, Geliebter!

Also sprechend drückt er rasch die Hände

245
Seines Bruders, rafft sich auf und schreitet,

Mehr im Lauf, als im gemess'nen Wandel,
Steile Felsenwege fröhlich abwärts.
Als am Thor der Stadt er angelangt war,
Kommt ein Greis entgegen ihm, mit langem

250
Bart und breitem Gürtel um die Lenden;

Der betrachtet ihn und dann beginnt er:
Wenn der Schein mich nicht betrügt, so kommst du
Aus dem Reich der fernen Mosleminen,
Hier ein Gast in dieser Stadt, o Fremdling?

255
So der Greis, und ihm entgegnet Assur:

Nicht das Vaterland und nicht der Väter

[235]

Glauben möcht’ ich und Gesetz verläugnen,
Und um Gastlichkeit zu bitten wag’ ich.
Aber wird bei diesem Volk, in diesem

260
Blühenden Himmelsstrich, in diesen Tempeln

Nicht der Herr und sein Prophet gepriesen?

Sprich gemach, entgegnet ihm der Alte,
Daß vom Volk dich Keiner hier vernehme;
Denn verhaßt sind alle Mosleminen!

265
Was du siehst, es ist die Stadt der Magier,

Welche Sonn’ und Sterne göttlich ehren.
Noch vor Kurzem hat ein milder König
Hier geherrscht, dem Alcoran befreundet,
Aber Schehriar, sein Großwesir, nahm

270
Thron und Leben ihm, und weihte wieder

Dieses Land dem Feuerdienst der Väter.
Selig preise dich, o holder Jüngling,
Daß ich dir auf deiner Fahrt begegnet,
Denn zerrissen hätte dich der Pöbel.

275
Komm in meine Hütte, gerne will ich

Trank und kräftige Speise dir, und deinem
Müden Leib ein laues Bad bereiten!

So der Greis. Es folgte dankend Assur;
Auf geheimen Wegen führt den Prinzen

280
Jener Alte durch die Stadt, und endlich

Langt er an vor einem hohen Burgthor.
Beide treten ein, es thut ein weiter
Saal sich auf. Und rings im Zirkel saßen
Um ein Feuer silberbärtige Greise:

285
Lange, faltige Kleider trugen Alle,

Blendendweiß, und eine bunte Schärpe
Hielt den weiten Schlepptalar zusammen.
Assur staunte; doch es neigte tief sich
Assur’s Führer vor dem Kreis der Alten:

[236]

290
Heilige Pfleger, rief er aus, der Flamme,

Die die Welt erleuchtet und befruchtet!
Feuer ist es, was die Sterne schimmern,
Feuer ist es, was den Tag zum Tag macht:
Was der Nahrung rohen Stoff dem Gaumen

295
Zubereitet, ist die Kraft des Feuers;

Feuer ist es, was den Mann der Männin
Beigesellt und Menschen schafft. Erfindung,
Die des Dichters Brust entflammt, und kalte
Herzen flieht, es ist die Kraft des Feuers!

300
Sie belebt das All, dem seelenlosen

Kiesel selbst entspringt der ewige Funke!
Nimm den Funken aus der Sonne, schleunig
Sinkt zu Moder diese Welt zusammen.
Drum ertönt euch mein Gebet, der Flamme

305
Heilige Pfleger! Aber nehmt das Opfer!

Dieser Jüngling, der den falschen Götzen
Fröhnt am Grabe Mecca’s, möge bald er,
Wann der Neumond wiederkehrt, und euer
Heiliges Schiff zur Feuerinsel steuert,

310
Anzuzünden unser jährlich Opfer,

Möge bald er auf dem Scheiterhaufen,
Den der Aloë Gedüft umweihraucht,
Asche werden durch die Kraft des Feuers!

So der Greis. Die heiligen Pfleger nickten

315
Ohne Laut ihm allzumal, und schweigend

Winkten Alle mit der Hand den Schergen,
Die den Hintergrund des Saals erfüllten.
Diese faßten schnell den überraschten
Sohn des Harun Alraschid und trugen

320
Auf gewaltigen Schultern ihn von dannen.

Doch im Grund des Saals ergreift der erste
Häscher plötzlich einen Ring von Eisen,
Welcher auf der Erde lag, und öffnet

[237]

Eine Fallthür. Siebenhundert Stufen

325
Führten niederwärts in’s Reich der Nächte.

Dort hinabzusteigen winkt gebietrisch
Jener Schergenfürst dem Abbassiden.
Assur, halb entseelt und fast bewußtlos,
Steigt hinab in eine Kerkerhöhle,

330
Wo der Schein der Sonne nie hineindrang.

Jene schließen mit Geräusch die Fallthür.