Die Belagerung

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Textdaten
Autor: Christian August Clodius
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Titel: Die Belagerung
Untertitel:
aus: Odeum. S. 144-145
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1784
Verlag: beym Verfasser
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Google und Commons
Kurzbeschreibung:
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[144]
Die Belagerung.


Ein Heer der Guelfen warf Bombarden ohne Zahl,
Schnell, wie der Blitz, und wirksam, wie sein Strahl,
Auf stolze Tempel, und auf marmorne Palläste
Der alten königlichen Veste.

5
„Um Gottes willen, rief der tapfre General,

Der Dohm ist schon im Brand, der Flammen Fluth strömt heller –

[145]
Eins rettet, das Archiv; – wo ist der Archivar?“

„Der Archivar?“ Der Archivar.
„Wo soll er seyn? Da, wo er immer war.“

10
„Und wo?“ Er sitzt. „Wo sitzt er denn?“ Im Keller.

„Was thut er da?“ Er löscht. „Wie kann das möglich seyn?“
„Was löscht er?“ Seinen Durst. „Womit?“ Mit Cypernwein.

Dulce est pro patria bibere.

Anmerkungen (Wikisource)

Dulce est pro patria bibere. Anspielung auf die lateinische Wendung Dulce et decorum est pro patria mori (Es ist süß und ehrenvoll, für das Vaterland zu sterben). Hier: Es ist süß, für das Vaterland zu trinken.

Das Gedicht ist auch vorhanden in den Neuen Vermischen Schriften des Clodius, Teil 5, 1787, S. 144f. Google, in der Rezension dieses Buchs in der Allgemeinen Literatur-Zeitung vom 28. Februar 1791 Sp. 532 Google sowie ohne Verfasserangabe im Bildungsroman Heinrich Goswin eines unbekannten Autors (Stuttgart 1792, S. 101) Google.