aus Wikisource, der freien Quellensammlung
| Textdaten
|
| <<< |
>>>
|
| Autor: |
Johann Gottfried Herder
|
| Illustrator: |
{{{ILLUSTRATOR}}}
|
| Titel: |
Die Dämmerung
|
| Untertitel: |
|
| aus: |
Zerstreute Blätter (Dritte Sammlung) S. 5-6
|
| Herausgeber: |
|
| Auflage: |
|
| Entstehungsdatum: |
|
| Erscheinungsdatum: |
1787
|
| Verlag: |
Carl Wilhelm Ettinger
|
| Drucker: |
{{{DRUCKER}}}
|
| Erscheinungsort: |
Gotha
|
| Übersetzer: |
|
| Originaltitel: |
|
| Originalsubtitel: |
|
| Originalherkunft: |
|
| Quelle: |
ULB Düsseldorf und Commons
|
| Kurzbeschreibung: |
|
|
|
|
|
 [[d:{{{WIKIDATA}}}|Datenobjekt bei Wikidata]]
|
| Eintrag in der GND: {{{GND}}}
|
| Bild
|
| Zerstreute Blaetter Band III 005.jpg
|
| Bearbeitungsstand
|
| fertig
|
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
|
| Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
|
| Indexseite
|
|
Die Dämmerung.
Der Aether und die Liebe war
Das ältste hohe Götterpaar;
Sie zeugten die Unsterblichen,
Den Himmel und die Seligen.
5
Und tiefer in der Wolken Reich
Ward ihr Geschlecht der Wolke gleich;
Sie, ewigschön und ewigjung,
Erzeugten uns die Dämmerung.
Aus Licht und Schatten webten sie
10
Der Menschen trügend Daseyn hie;
Nur Dämmerung ist unser Blick,
Nur Dämmerung ist unser Glück.
Der Jugend holdes Morgenroth
Verbirget, was der Tag uns droht;
15
Der Blume schwülen Mittag kühlt
Ein Zephyr, der am Abend spielt.
Und Ohr und Auge täuscht sich gern;
Das Herz, es pochet in die Fern’;
Es wünscht und hat und glaubets kaum:
20
Denn ach sein schönstes Glück ist Traum.
Die Hoffnung, ewigschön und jung,
Ist auch ein Kind der Dämmerung;
Auch ihre Schwester Sehnsucht liebt
Den Schleier, der die Lieb’ umgiebt.
25
Ich dank euch, die ihr um mich schwebt,
Daß ihr die Hülle mir gewebt;
Doch Lieb’ und Aether, leiht o leiht
Mir einst ein heller Pilgerkleid.