Die Schedelsche Weltchronik (deutsch):043

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XLII verso:

Das drit alter
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Vnder disem ist die niderlag vnd zerstoerung. aber villeicht der ersten vnd nicht der andern Troye beschehen. vnd alda hat sich das fuernemst anzeigen der zeit vnnd geschichten der kriechen angefangen. Dannenher haben sie ir historien vnnd geuebte handelung beschriben. Imm ersten oder andern iar nach niderlag vnd zerstoerung der stat troye vnd das was amm dritten iar Abdon das richters israhel.

Vnder disem Athanis sollen die troyanischen krieg beschehen sein: dieweil Mnesteus bey den Atheniernn. vnnd Polisides bey den Sichioniern regirten.

Thineus was der. xxviij. koenig der assirier. vnder dem auch das reich Sichiniorum sich endet. zu der zeit heli des briesters. vnnd het geweret. ixc. xxxviiij. iar. darnach warden briester Carni genant gesetzet.

Iesse oder ysay het siben suen vnnd zwu toechter. der namen hie beschriben sind.


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XLIII recto:

Blat XXXXIII

der werlt
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Homerus der Asianisch poet ob allen kriechyschen der hohberuembtst (von des zeit vnd leben vngewise anzeygung sind) hat zu der zeit Saul des koenigs israhel gereichßnet. vnd ist von den atheniern fuer vnsynnig gehalten worden. daruemb das er saget das die goetter vnder ineselbs streyt gefurt hetten. vnd wiewol die geschichtbeschreiber von disem Homero sagen das er seiner kraft vnd auch alters halben ein fuerst nit allein der poeten sunder auch der naturlichen meister bey den kriechen genant vnd gehalten worden. vnd das er vor allen andern der gedechtnus offenbar ist gewesen sey. vnd auch das das er hat tichten woellen warlicher vnd clerlicher dann al andere an den tag hepracht hab. yedoch schreibt Policratus dise torheit von ime dz er (daruemb das er ein leichtfertige frag im von schiflewten oder vischernn fuergelegt nit het wißen auszeloesen. vnd deßhalben von den selben schiflewten vnschamiglich vnd hoenlich belachet wardt) als mit vergiftten gschoss der schand zumm tod durchdrungen den geyst auf sendet. dann ainßmals gieng er bey dem meer spacirn mit auferhebten angesicht gegen dem himel gleich als in eynen getrachte entzuecket. als ine nw etlich vischer die amm gestat beieinander saßen vnd mit einander redten vnd gewand wuermlein von iren klaidern laßen ersehen hetten vnd lachten. do fraget er sie wz sie hetten. sie antwurten vnd sprachen. Die wir fiengen die haben wir nit. vnd die wir nit gefangen haben. die haben wir noch. aber Homerus warff sein gedancken nit auff die wuermlein oder lewße die die vischer maynten. sunder auff die visch vnd gedachte wie das ymmer gesein moecht zehaben die vngefangen visch vnd die gefangen nit zehaben Ettlich sagen das Homerus auß diser sach also verpittert das er daruemb vnsinnig worden sey vnd sich erhenckt hab. Diser Homerus hat nach der zal der kriechischen buchstaben. xxiiij. buecher von der nyderlag vnd gefencknus Troye. vnd nach derselben anzal auch souil buecher von der irrfart Vlixis auff dem meer geschriben. vnnd lebet. c. vnd. viij. iar schier alweg plind

Anchises ein sun Capis des Troianers wardt von Sibilla phrigia fuergewar net das die stat Troya vergeen wuerd daruemb gieng er in die wildtnus der welde vnd wonet in der eynoede vnd vnderstunde sich der huetung des vihs. in den offt die reichthuemer der alten waren. vnd do er bey Simeontem dem fluss mit dem vihe webert do wardt er von Venere der goettin liebgehabt. vnd im auß ir nach ir beder vermischung geporn der sun Eneas. der regiret in welschen landen. diss haben die betriger des groben volcks ertichtet vnd ire eeprecherey vnd iunckfraw swechung bedecket.

Eneas der Anchises sun ist imm sechsten iar der herrschung Labdon in welsche land komen vnd ob allen andern an gestalt vnd geradigkeit adelich vnnd preyßlich gewest. der sich mit seinem vater ved Ascanio seinem sun vnd mit Creta seiner nererin zu vil Troyanern gesellet vnd nach erstoerung Troye von den kriechen in das ellennd versendet ward. vnd kome also in welsche land mit. xx. schiffen vnd erwecket vil krieg. Diser sol die tochter Priami zu einem weib gehabt haben. vnd auß irrsale des gepoeffels fuer einen got gehalten worden sein.

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Codrus was Melanti des koenigs sun. vnnd der letst koenig der Athenier. vnd fieng an zeregirn imm. xxvij. iar Samuelis herrschung vnd regiret. xxi. iar. vnd nach seinem tod haben die koenig der athenier ein endschafft gehabt. Diser hat sich nit in koeniglichez sunder in geringem vnd verworffem klaid. darinn er vnkentlich was williglich in den tod gegeben. daruemb das er mit seinem tod sein volck von den veinden erledigen moecht. vnd wiewol er den fuersten vnd herren ein loeblich ebenpild an diser seiner tat gelassen hat so volgen ime doch wenig oder gar keiner nach vnnd von diser seiner wunderperlichen trew wegen wirdt er von den heiligen leren offt eingezogen gleich als ob ein figur cristi in im vergangen wer. dann do er ein wissen het dz die peloponeser von den goettern ein antwutt hette empfangen dz dz heer syge vnd ueberwindung het dess koenig imm streyt erslagen wurd auff dz dann sein heer dem syge erlangen moecht so stelle er sich an die eueßern spitzen der feinde vnd ließ sich erslagen. do das die Peloponeser erkanten do ließen sie pald vomm krieg vnd warden die Athenir erledigt. diser Codrus wolt zu obsyge seines volcks liber also sterben. dann nach niderlag seins volcks erlich leben. Do nw Codrus also gestorben was do wardt der Athenier stand so lang durch ratherrliche oeberkeit darnach geregirt bis Solon der treffenlich gesetzgeber zu einem hertzogen erwelt wardt. Also haben die athenischen koenig von dem hindersten iar der hebreyschen dinstperkeit bis auff disen Codrum. iiijc. lxxxvij. iar geregirt.

Ascanius ein sun Enee auß Creuesa Priami des koenigs tochter. der ander koenig der lateinischen hat die stat Albam gepawet vnnd daselbst geregiret. vnd ist ein koenig der Albanier genant. vnd sind auch sein nachkomen Albanier geheyßen worden.