Die theure Stelle

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Textdaten
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Autor: Ludwig Uhland
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Titel: Die theure Stelle
Untertitel:
aus: Gedichte von Ludwig Uhland, Seite 109
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1815
Verlag: J. G. Cotta’sche Buchhandlung
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Erscheinungsort: Stuttgart und Tübingen
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Originalherkunft:
Quelle: MDZ München = Commons.
Kurzbeschreibung:
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Die theure Stelle.


Die Stelle, wo ich auf verschlungnen Wegen
Begegnete dem wunderschönen Kinde,
Das, leicht vorübereilend mit dem Winde,
Mir spendete des holden Blickes Segen:

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Wohl möcht’ ich jene Stelle liebend hegen,

Dort Zeichen graben in des Baumes Rinde,
Mich schmücken mir der Blumen Angebinde,
Zu Träumen mich in kühle Schatten legen.

Doch so verwirrte mich des Blickes Helle,

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Und so geblendet blieb ich von dem Bilde,

Daß lang ich wie ein Trunkner mußte wanken;

Und nun mit allem Streben der Gedanken,
So wie mit allem Suchen im Gefilde,
Nicht mehr erforschen kann die theure Stelle.