Die vier Rheinischen Kurfürsten und Herzog (Kurfürst) Rudolf III von Sachsen verbünden sich zur Wahl eines neuen Römischen Königs

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Textdaten
Autor: Johann II. von Nassau, Friedrich III. von Saarwerden, Werner von Falkenstein, Ruprecht, Rudolf III. von Sachsen
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Titel: Die vier Rheinischen Kurfürsten und Herzog (Kurfürst) Rudolf III von Sachsen verbünden sich zur Wahl eines neuen Römischen Königs mit den Herzögen Friedrich und Bernhard von Braunschweig, dem Herzoge Albrecht von Sachsen und dem Fürsten Sigismund I von Anhalt
Untertitel:
aus: Codex diplomaticus Anhaltinus. Fünfter Theil. 1380–1400. S. 255 ff.
Herausgeber: Otto von Heinemann
Auflage:
Entstehungsdatum: 30. Mai 1400
Erscheinungsdatum: 1877
Verlag: Emil Barth
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Erscheinungsort: Dessau
Übersetzer:
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Quelle: Commons
Kurzbeschreibung:
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[255] Wir von Gotz gnaden Johan des heiligen stoels zů Mentze ertzbisschoff, des heiligen Roemschen riichs in Duytschen landen ertzcanceller, Friederich der heiligin kirchen [256] zů Colne ertzbisschoff, des heiligen Roemschen riichs in Italien ertzcanceller, hertzoge van Westfalen etc., Wernher ertzbisschoff zů Triere, des heiligen Roemschen riichs durch Welsche lant ertzcanceller, Ruprecht phaltzgrave bii Riine, des heiligen Roemschen riichs oberster troesesse und hertzoge in Beyeren und Rudolff zů Saessen und Lůnenbůrg hertzoge, phaltzgrave zů Saessen und des heiligen Roemschen riichs ertzmarschalk, alle kůrfůrsten des obengenanten heiligen Roemschen riichs, bekennen und důn kůnt mit disem brieve: wan in dem heiligen Roemschen riiche lage ziit her viel groesser und trefflicher gebrechen, missel und irrůnge ufferstanden und komen sint, den zů widersteen, und umb daz, daz daz heilige Roemsche riich in synen wirden und eren und bii synen rechten gehanthabet werde und bliben můge, so hant sich die hochgeborn fůrsten her Friderich und Bernhart gebruedere hertzogen zo Brunswiich und zo Lůnembůrgh, hertzoge Albrecht van Saessen und van Lůnembůrgh und her Sygemunt furste zo Anhalt und greve van Asschanien zo uns obgenanten kurfursten verbůnden, umb eynen andern Roemschen kůnyng zů erwelen und zů setzen und mit andern půnten und artikeln bii uns vorgenanten kůrfůrsten zu bliben und uns getrůweliche biigestendig und beholffen zů syn in denselben Sachen, alles na lute yrs brieffs, den dieselben vorgenanten fůrsten uns obgenanten kůrfůrsten daruber gegeben hant. Und darůmb so han wir vůrgeschriben kůrfůrsten sementliche und sůnderliche Gote zů lobe, der heiligen kirchen und dem heiligen Roemschen riiche zů eren und zů fromen und unsern und den gemeynen landen zů nůtze und zů troeste uns auch widerumb zů den obgenanten fůrsten gemeynliche und ir iglichem besůnder verbonden und verbinden uns mit disem brieve in aller maze, als herna geschriben steet. Zum ersten, ob yman, wer der were, syne ungůnst, ungnade und argen willen legen und keren wulde an die obengenanten fůrsten und sie leidigen und schedigen wulde von sulichs vorgenanten verbonds und biistands wegen mit vientschafft oder anders, wie daz zůginge, sementliche oder besůnder, so sollen wir obgenannten kůrfůrsten sementliche und besunder yn und ir iglichem darwider auch getruweliche mit libe und mit gude, mit unsern slossen, landen und luden biigestendig geraden und beholffen siin und yn unser volk zů degelichem kriege schicken nach noytdorfft und můgelicheid ane geverde. Understoende aber yman, wer der were, die obengenanten fůrsten sementliche oder besůnder zů uberziehen oder zů besitzen von des obengenanten verbonds und biistands wegen, so sollen wir obgenanten kůrfůrsten sementlichen und sůnderlichen denselben vorgenanten fůrsten darwider auch getruweliche mit unser gantzer macht beholffen und zuzihende sin fůrderliche ane alle geverde, und sullen uns in disen vorgeschriben sachen nyt von yn scheiden, sůndern noch usssunen, dan wir sullen vestecliche und getrůweliche darynne bii yn verliben, ussgescheiden allerleye argelist und geverde. Alle und igliche dise vurgeschriben půnte, stucke und artikele han wir obgenanten kůrfursten und iglicher von uns den obengenanten fůrsten und ir iglichem besunder globt bii unsern fůrstlichen trůwen und eren, und han die auch liiplich zů den heiligen gesworen, globen, sichern und sweren in crafft disz brieves die ware, feste, stede und unverbruchliche zů halden, zů důn und zů vollenfůren und darwider nyt zů důn noch zů sůchen geistlich oder werentlich in eynicherleye wise sunder alle argelist und geverde. Des zo Urkunde und gantzer stedicheid hat yglicher van uns . . obgenanten kůrfůrsten syn eigen ingesiegel an diesen brieff dun henken, der geben ist zo Frankfort uff deme [257] Meůne, do man zalte na Christi geburte dusent und vierhundert iare, uff den neesten sondagh na unses herren hemelvart.

Aus Weizsäcker, deutsche Reichstagsakten III. 190—191 (no. 143) zusammen mit no. 108 (p. 155—156).