Eine Ballnacht und ihre Folgen

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Textdaten
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Autor: unbekannt
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Titel: Eine Ballnacht und ihre Folgen
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube
Herausgeber: Ernst Keil
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1863
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[368] Eine Ballnacht und ihre Folgen. Kürzlich erschien in New-York vor Richter Kelly im Jefferson Market ein junges, schönes Mädchen und suchte um einen Verhaftsbefehl gegen ihre Mutter nach. Es gab an, daß es am Abend vorher mit einem jungen Mann auf einen Ball gegangen und dort geblieben, bis der Ball vorüber war, worauf es nach Hause zurückgekehrt sei, aber die Thür verschlossen gefunden habe und außer Stand gewesen sei, hineinzugelangen. Sie sei dann, fuhr die junge Dame fort, in das Haus einer Freundin gegangen und dort bis zum Morgen geblieben. Um elf Uhr Vormittags sei sie dann nach dem Hause ihrer Mutter zurückgekehrt, von dieser aber eine Lügnerin gescholten worden, indem sie (die Mutter) die ganze Nacht aufgeblieben sei und vergebens auf ihre Tochter gewartet hätte. Ihre Mutter habe sie dann so arg geschlagen, daß die Spuren davon an ihrem Körper zu sehen seien, und hätte ihre guten Kleider weggenommen und ihr nichts als Lumpen übrig gelassen. Auf eine Frage des Magistrats erwiderte sie, sie sei 18 Jahre alt. „Well,“ sagte Richter Kelly, „ich kann nicht zwischen Ihnen und Ihrer Mutter einschreiten; sie hatte ein vollkommenes Recht, Sie dafür zu züchtigen, daß Sie die ganze Nacht ohne ihre Erlaubniß ausgeblieben waren. Ich rathe Ihnen, nach Hause zu Ihrer Mutter zu gehen oder sofort zu heirathen.“ Das Mädchen zog sich auf einen Augenblick zurück und besprach sich mit dem jungen Mann, welcher zugegen war, worauf Beide das Gerichtszimmer verließen, indem die Schöne erklärte: „sie würde um 5 Uhr verheirathet sein.“