Elfenlied

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Textdaten
Autor: Eduard Mörike
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Titel: Elfenlied
Untertitel:
aus: Gesammelte Schriften. 1 Band: Gedichte, S. 65
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Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1878
Verlag: G. J. Göschen’sche Verlagshandlung
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Erscheinungsort: Stuttgart
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Originalherkunft:
Quelle: Scan auf Commons
Kurzbeschreibung:
Entstanden bis 1828, Erstdruck 1832 ohne Titel. Vertont von Hugo Wolf.
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[65]
Elfenlied.


Bei Nacht im Dorf der Wächter rief:
               Elfe!
Ein ganz kleines Elfchen im Walde schlief –
               Wohl um die Elfe! –

5
Und meint’, es rief ihm aus dem Thal

Bei seinem Namen die Nachtigall,
Oder Silpelit hätt’ ihm gerufen.
Reibt sich der Elf’ die Augen aus,
Begibt sich vor sein Schneckenhaus,

10
Und ist als wie ein trunken Mann,

Sein Schläflein war nicht voll gethan,
Und humpelt also tippe tapp
Durch’s Haselholz in’s Thal hinab,
Schlupft an der Mauer hin so dicht,

15
Da sitzt der Glühwurm, Licht an Licht.

„Was sind das helle Fensterlein?
Da drin wird eine Hochzeit sein:
Die Kleinen sitzen bei’m Mahle,
Und treiben’s in dem Saale.

20
Da guck’ ich wohl ein wenig ’nein!“

– Pfui, stößt den Kopf an harten Stein!
Elfe, gelt, du hast genug?
               Gukuk! Gukuk!