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Frihlingslied

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
Autor:Friedrich Stoltze
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Titel:Frihlingslied
Untertitel:
aus:Gedichte in Frankfurter Mundart. Band 1, S. 129–130
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum:1880
Verlag:Heinrich Keller
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Erscheinungsort:Frankfurt am Main
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle:Commons
Kurzbeschreibung:
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Bild
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[129]
Frihlingslied.



Es geht e Engel dorch die Welt
Leis, leis uff Strimb mit Zwickelcher,
Er hat sich in’s Gebisch gestellt
Sei gehle Herrgottsschickelcher.

Un wo der Frihlingsengel zieht,
Da wölbem gleich sich Bögelcher
Von Kerscheblith un Äppelblith
Un singe alle Vögelcher.

Mit Rose schmickt die Heck sich aus, –
Die freindliche Gesichtercher,
Die hauche sacht zur Wiss enaus,
Dann iwwerall steh’n Lichtercher.


[130]

Un wo der Engel zieht die Straß,
Da regents Blithefisselcher,
Un iwweral in’s grine Gras
Da streut er Himmelsschlisselcher.

Komm, Schätzi, komm! merr schleiche’m nach
So still als wie die Mäusercher, –
Doch was ich der im Voraus sag!
Plick uff der Wiss kää Sträußercher.

Un laß merr ja beileiwe steh
Die Himmelsschlisselblimmercher!
Was Himmel! – is die Welt net schee
Un voller Engelsstimmercher?

Un du bist mei! die Welt is mei!
Die mit em Kranz umwunne is,
Un kann’s im Himmel scheener sei
Wie’s jetzt bei uns hier hunne is?