Gesellschaft (Hugo von Hofmannsthal)

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Autor: Hugo von Hofmannsthal
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Titel: Gesellschaft
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aus: Gedichte, S. 53–54
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum: 1896
Erscheinungsdatum: 1922
Verlag: Insel Verlag
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: UB Bielefeld und Commons
Kurzbeschreibung:
Erstdruck in: Blätter für die Kunst (Berlin), Dritte Folge, 2. Band, März 1896
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GESELLSCHAFT


     SÄNGERIN
Sind wir jung und sind nicht alt,
Lieder haben viel Gewalt,
Machen leicht und machen schwer,

5
Ziehen deine Seele her.


     FREMDER
Leben gibt es nah und fern,
Was ich zeige, seht ihr gern –
Nicht die Schwere vieler Erden,

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Nur die spielenden Gebärden.


     JUNGER HERR
Vieles, was mir Freude schafft,
Fühl ich hier herangeflogen,
Aber gar so geisterhaft:

15
Glücklich – bin ich wie betrogen!


     DICHTER
Einen hellen Widerschein
Sehe ich im Kreise wandern:
Spürt auch jeder sich allein,

20
Spürt sich doch in allen andern.


     MALER
Und wie zwischen leichten Lichtern
Flattert zwischen den Gesichtern
Schwaches Lachen hin und her.

25
     FREMDER

Lieder machen leicht und schwer!

[54]
     DICHTER

Lieder haben große Kraft –
Leben gibt es nah und fern.

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     JUNGER HERR

Was sie reden, hör ich gern,
Sei es immer geisterhaft.