Heinrich Hoffmann-Donner

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Textdaten
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Autor: Unbekannt
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Titel: Heinrich Hoffmann-Donner
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aus: Die Gartenlaube
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1894
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
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[707] Heinrich Hoffmann-Donner der Dichter des „Struwwelpeter“ oder - wie ihn der Volksmund in seiner Vaterstadt Frankfurt a. M. kurz bezeichnete - „der Struwwelpeter-Hoffmann“, ist am 20. September daselbst ganz plötzlich, trotz der Jugendfrische, die ihm den schönen Lebensabend bis zuletzt erheiterte, der Last seiner Jahre erlegen. Am 13. Juni 1809. geboren, hatte er sein 85. Lebensjahr in Rüstigkeit überschritten. Die „Gartenlaube“ verliert mit ihm einen treuen Mitarbeiter; ihr gerade war es vergönnt, die letzten seiner litterarischen Arbeiten zu veröffentlichen und in ihnen zugleich bleibende Dokumente sowohl seiner seltenen sich stets gleich bleibenden Herzensfrische als auch der Geschichte jener Wirksamkeit, die ihn zum Liebling und Wohlthäter ganzer Generationen der Kinderwelt weit über die Grenzen des Vaterlandes hinaus werden ließ. In der ersten Nummer des vorigen Jahrgangs durften wir ja, zugleich mit seinem Bild, die eigenen Aufzeichnungen des liebenswürdigen Humoristen über die Entstehung seines in weit über hundert Auflagen verbreiteten ersten Bilderbuchs, des Struwwelpeters, und dessen Schicksale unseren Lesern darbieten und dann in der folgenden Weihnachtsnummer das anheimelnde Gedenkblatt „Der Struwwelpeter bei Kaiser Wilhelm I.“ Wie der litterarische Erfolg dieses ersten Versuchs, in den Bilderbüchern für Kinder der Kindlichkeit wieder zum Recht zu verhelfen, ganz ohne sein Zuthun eintrat, so blieb es der Welt auf lange Zeit unbekannt, daß sie ihn einem gelehrten Arzte verdankte, der sein ernstes Berufsleben als Leiter und Organisator der Frankfurter Irrenheilanstalt ausübte. Erst die Jubiläen, die der Geheime Sanitätsrat Dr. Hoffmann als Mediziner feiern konnte, gaben den Anlaß zu einer allgemeinen Erörterung dieser Autorschaft, und mit verstärkter Sympathie vernahm man nun, daß derselbe tiefgemütliche Zug, der seine Jugendschriften durchdringt, ihn auch auf dem Gebiete der Behandlung Geisteskranker zu einem Reformator gemacht hatte.