Hic Rhodus, hic salta! (Kämpchen)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Heinrich Kämpchen
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Hic Rhodus, hic salta!
Untertitel:
aus: Was die Ruhr mir sang, S. 109
Herausgeber:
Auflage: k. A.
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1909
Verlag: Hansmann & Co.
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Bochum
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo.png Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Indexseite]]

[109] Hic Rhodus, hic salta *)![1]

Warum, ihr wackern Mucker und Zeloten,
Gelegenheit ist euch genug geboten,
Greift ihr nicht ein und trennt die Herrn-Verbände
In „christlich“ und „unchristliche“ behende? –

5
Warum wollt ihr nicht dort auch Seelen retten

Aus der Verführung und des Truges Ketten? –
Dort gibt es ja in Menge Atheisten –
Und Scheidung ist wohl nötig für die Christen. –

Ihr schweigt – doch Antwort gibt mir euer Schweigen,

10
Für jene habt ihr Bücken nur und Neigen –

Doch nimmermehr ein Trennen und Zerspalten,
Das bleibt den armen Frönern vorbehalten. –

Für diese ist das Trennen und Zersplittern,
Sobald sie freie Menschenwürde wittern,

15
Sobald sie einig sich zusammenfinden

Und sich zum Kampf, zum Widerstand verbinden. –

Dann seid ihr stets die Retter auf dem Plane
Und wirrt die Massen mit der Zwietrachtsfahne –
Und trennt sie flugs, mit den bekannten Listen,

20
In „Glaubenslose“ und in „gute Christen“. –

  1. *) Hier ist Rhodus, hier tanze.