Ich habe dich so lieb

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
« Ansprache eines Fremden an eine Geschminkte vor dem Wilberforcemonument 103 Gedichte (1933) Komm, sage mir, was du für Sorgen hast (Joachim Ringelnatz) »
Für eine seitenweise Ansicht und den Vergleich mit den zugrundegelegten Scans, klicke bitte auf die entsprechende Seitenzahl (in eckigen Klammern) am linken Seitenrand.
Textdaten
<<< >>>
Autor: Joachim Ringelnatz
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Ich habe dich so lieb
Untertitel:
aus: Allerdings, S. 7
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1928
Verlag: Ernst Rowohlt Verlag
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: UB Bielefeld und Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Indexseite]]


[7]
ICH HABE DICH SO LIEB


Ich habe dich so lieb!
Ich würde dir ohne Bedenken
Eine Kachel aus meinem Ofen
Schenken.

5
Ich habe dir nichts getan.

Nun ist mir traurig zu Mut.
An den Hängen der Eisenbahn
Leuchtet der Ginster so gut.

Vorbei – verjährt –

10
Doch nimmer vergessen.

Ich reise.
Alles, was lange währt,
Ist leise.

Die Zeit entstellt

15
Alle Lebewesen.

Ein Hund bellt.
Er kann nicht lesen.
Er kann nicht schreiben.
Wir können nicht bleiben.

20
Ich lache.

Die Löcher sind die Hauptsache
An einem Sieb.

Ich habe dich so lieb.