König Wenzel belehnt den Fürsten Sigismund I von Anhalt mit den Reichslehen seiner Lande

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
Autor: Wenzel
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: König Wenzel belehnt den Fürsten Sigismund I von Anhalt mit den Reichslehen seiner Lande
Untertitel:
aus: Codex diplomaticus Anhaltinus. Fünfter Theil. 1380–1400., S. 60
Herausgeber: Otto von Heinemann
Auflage:
Entstehungsdatum: 1. Juli 1385
Erscheinungsdatum: 1877
Verlag: Emil Barth
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Dessau
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[60] Wir Wenczlaw von Gotes gnaden Romischer kunig, zu allen zeiten merer des reichs und kunig zu Beheim, bekennen und tun kund offenlich mit diesem brive allen den, die yn sehen oder horen lezen, das für uns komen ist der hochgeborn Sigimund grave zu Askanien und furste zu Anhalt, unser lieber oheme und furste, und bate uns mit fleisse, das wir ym alle seine furstlikeit, herlikeit, werntlikeit und lehen seiner furstentume, herscheffte und grefscheffte mit allen iren furstlichen rechten, gerichten, collen, lehenen, manschefften, eigenschefften, steten, slossen, landen, luten, guteren und allen zugehorungen, die von uns und dem reiche zu lehen ruren, zu verleihen gnediclichen geruchten. Des haben wir mit wolbedachtem mute und gutem rate unserer fursten, edlen und getrewen ym die egenanten seine furstentum, herrscheffte und grefscheffte mit allen iren furstlichen rechten, gerichten, czollen, lehnen, manschefften, eygenscheften, steten, slossen, landen, luten, guteren und allen iren zugehorungen, als vor geschriben stet, wie die mit sunderlichen worden genant sein, gnediclichen vorlihen und gereicht, leihen und reichen ym die mit krafft dicz brives rechter wissen und Romisch kuniclicher mechte volkomenheit. Und derselbe unser ohem und furste hat uns doselbist gelobt und gesworen, uns und dem reiche getrew, gehorsam und gevolgig sein, unsern vromen zu werben und unsern schaden zu wenden, als gewonlich und billich ist und als er das uns und dem reiche von sulchen furstentumen, herschefften von rechtes und gewonheit wegen pflichtig ist. Dorumb gebieten wir allen und yglichen mannen, rittern, knechten, amptluden, steten und allen andern, in welcherley adel, eren, wirden oder wesen die sein, die in seinen landen wonhaftig und gesessen sein, ernstlichen und vesticlichen bey unsern und des reiches hulden, das sie sich an den egenanten unsern ohem und fursten und an nyemand anders keren und ym undertenig sein sullen, geloben und sweren, als das billich und gewonlich ist, und sich dowider nicht seczen mit worten noch mit werken in dheine weis, als sie unsere und des reichs swere ungenad wollen vormeiden, mit urkund dicz brives vorsigelt mit unser kuniclichen maiestat insigel.

Geben zu Pern, noch Crists gehurt dreyczenhundert iar und dornach in dem funffundachczigisten iare, des sunabend noch sand Peters und sand Paulstage, unserer reiche des Behmischen in dem dreyundczwentczigisten und des Romischen in dem newnden iaren.

Per dominum Jodocum marchionem Moravie
P. Jaurensis.

Aus dem Original im Haus- und Staatsarchive zu Zerbst, mit dem an einem Pergamentbande hängenden, schön erhaltenen grossen Majestätssiegel des Ausstellers, auf dessen Rückseite das Contrasiegel den doppelköpfigen Reichsadler mit dem Böhmischen Löwen als Brustbild zeigt. n dorso: R. Franciscus de Jewicz.