König Wenzel bestätigt das Urtheil seines Hofgerichtes gegen den Fürsten Bernhard V von Anhalt und thut letzteren in des Reiches Acht

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Textdaten
Autor: Wenzel
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Titel: König Wenzel bestätigt das Urtheil seines Hofgerichtes gegen den Fürsten Bernhard V von Anhalt und thut letzteren in des Reiches Acht
Untertitel:
aus: Codex diplomaticus Anhaltinus. Fünfter Theil. 1380–1400., S. 112 f.
Herausgeber: Otto von Heinemann
Auflage:
Entstehungsdatum: 30. April 1389
Erscheinungsdatum: 1877
Verlag: Emil Barth
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Erscheinungsort: Dessau
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Quelle: Commons
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[112] Wir Wenczlaw von Gotes gnaden Romischer kunig, ze allen ziten merer des reichs und kunigs ze Beheim, enbiten allen fursten, geystlichen und werblichen, allen graven, freyen, dinstlewten, rittern, knehten, rihtern, steten, gemeiden, mit namen allen freygreven und allen schopfen, sie sein heymlichen oder offenlichen, die zu unser und des heyligen rychs veyme gehorn, und mit namen allen den, den diser brieff geweyset und gezeiget wirdet, unsern und des heyligen reichs lieben getrewen, unser gnade und alles gut. Wir tun ewch allen und ewr yeglichem besunder kunt mit disem brieff, daz wir vorůrteilt, vorzalt und vorweyset haben in unser stat zu Eger den edeln Bernharten graven von Anhalt, des Bernburg ist, von clage wegen des edeln Gunthers graven zu Swarczburg, des Arnstete und Sundershusen ist, unser und des heyligen reichs lieber getrewer, der es kempflichen uff in erclaget hat in unserm kunglichen hofe vor unserm hofgerihte mit rehter urteyl, als reht ist, und wir haben denselben graven von Anhalt geseczt, geworffen uz allem fride und geseczt in allen unfride sein leib und sein gut, wir haben im genumen ee und reht, gekundiget sein weipp zu witiwen, sein kint zu weysen, gegeben seinen leyp den vogeln in den lůften, den vischen in dem woge, den tieren in den weiden, gegeben den herren sein lehen, von den sie ruren, seyn eigen dem cleger. Davon so wollen wir und gebieten ewch by unsern und des reichs rehten, daz ir denselben graven von Anhalt, sein leyb oder sein gut weder huset noch hofet, ezzent noch en trencket, und in meydet und meyden heizzet alle die ewren in allen ewren vesten, steten und gerihten und mit aller gemeinschaft, wie die geheizzen ist, als eynen vorweysten, verůrteylten, vorzalten und vervohten manne, und dem egenanten Gunther graven zu Swarczburg uff des obgenanten graven von Anhalt leyb und gut beholffen seyt, als ofte und als dicke er es an ewch alle oder an ewr yeglichen [113] besunder daz vordert und im des not geschiht. Und wer die oder der wern, die des niht en teten, so es an sie gevordert wurde, die solten swerlichen in sogetan pene, verzallunge und urteyl verfallen sein als der vorgenante grave Bernhart von Anhalt, wanne wir in abewerffen, vortilgen und vornihten von allem rehten mit craft dies brieffs. Mit Urkunde dies brieffs versigelt mit unsers hofgerihtes anhangendem insigel, der geben ist zu Eger, an dem freytag noch dem suntag Quasimodogeniti, nach Cristus geburte drewzehenhundert iar und in dem newnundachezigstem iare, unser reich des Beheimischen in dem ……[1]

Aus dem Original im Hauptstaatsarchive zu Dresden, mit dem an einem Pergamentbande anhängenden Siegel. — Vergl. no. 123.

Anmerkungen

  1. Der Rest der Zeile ist im Orig. leergelassen.