Karten mit Vogelfedernarbeit

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: R. v. Hausen
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Karten mit Vogelfederarbeit
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 12, S. 388_a
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1899
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[388_a]
Die Gartenlaube (1899) b 0388 a 2.jpg

Karte mit Vogelfedernarbeit.


Karten mit Vogelfedernarbeit. Zu manchen hübschen Arbeiten dienten wohl den Leserinnen schon die Vogelfedern. Sie sollen uns auch heute nützlich sein. Ganz wie die Natur ihn bietet, wurde der Schmuck unserer gefiederten Feld- und Waldbewohner benutzt, ja es ist besonderer Wert darauf gelegt, daß auch nicht der kleinste Pinselstrich zur Anwendung kam. Nur die Stiele sind mit Tinte und Feder eingezeichnet. Bei so feinen Bouquets, wie sie unsere Abbildungen zeigen, bedarf es natürlich sehr kleiner Federn. Man findet sie hauptsächlich an den Köpfen der Vögel, dann aber auch an den Rändern der Flügel.

Hält man nun einmal Umschau in der Küche, so zeigt es sich, daß sich dort viel Verwendbares ansammelt. Während uns Fasanen und Wildenten das schönste Grün liefern, finden wir bei den Rebhühnern die verschiedensten braunen Schattierungen, die Tauben bieten auch allerlei, selbst die Kopffedern der plumpen Gans sind zu Rispen und Gräsern willkommen. Der Kanarienvogel giebt uns zur Mauserzeit freiwillig das nötige Gelb, und für die leuchtenden Farben kann man sich leicht Papageien-, Eisvogel- und Wellensittichfedern verschaffen. Auch an die bunten ausländischen Finken sei erinnert.

Zur Arbeit selbst läßt sich wenig Anleitung geben, es ist dies Sache des Geschmacks. Man wähle die richtige Größe, schneide den kleinen Kiel ab, doch nie etwas von der Spitze, gummiere die Rückseite und klebe die Feder auf, indem man die Spitze mit der Nadel teilt und gefällig ordnet. Es ist gerade bei dieser Arbeit der Phantasie ein weiter Spielraum gelassen.

Nicht nur mit bunten Federn lassen sich schöne Effekte erzielen, auch weiße Federn nehmen sich auf farbigem Karton besonders gut aus.

Hat man das Aufkleben der Federn beendet, so wäscht man den überflüssigen Gummi vorsichtig mit einem kleinen Schwamm ab. Nachdem dies vollständig getrocknet ist, zeichnet man die Stiele recht zierlich ein und umrandet auch da und dort eine Form, wie zum Beispiel bei dem Zittergras.

R. v. Hausen.