Letzte Bitte

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Wechseln zu: Navigation, Suche
Textdaten
<<< >>>
Autor: Katharina Koch
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Letzte Bitte
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 15, S. 482
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1892
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo.png Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[482]
Letzte Bitte.

Wenn einstens mir mein Ende nah,
So bitt’ ich, laßt mich ruhig scheiden!
Laßt keine Gaffer stehen da,
Die sich an letzten Zügen weiden.
Ein Freundesherz wird sich wohl finden,
Das treu am Sterbebette steht
Und, wenn es gilt, zu überwinden,
Ein selig Ende mir erfleht.

Tragt ohn’ Gepränge mich zur Ruh;
Was soll ein Kranz am Sarg noch prangen?
Er bringt mir sanftern Schlaf nicht zu,
Er stillt auch sonst kein heiß’ Verlangen.
Ein kurz Gebet, ein kurzer Segen
Sei alles, was man mir beschert;
Mir nützt es nichts auf Jenseits-Wegen,
Ob man mich tadelt oder ehrt.

Auch keinen Stein setzt mir aufs Grab,
Kein Kreuz soll überm Hügel ragen,
Weil solches ich getragen hab’
Genug in meinen Lebenstagen.
Laßt leicht mir sein den heil’gen Boden,
Drin sprossen soll der ew’ge Keim,
Sprecht lieber: „Selig sind die Toten“,
Und geht zu euren Hütten heim.