Lied (Wünschelruthe Nro. 15)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Wechseln zu: Navigation, Suche
Textdaten
<<< >>>
Autor: Hans auf der Wallfahrt d.i. August von Arnswaldt
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Lied
Untertitel:
aus: Wünschelruthe - Ein Zeitblatt. Nr. 15, S. 60
Herausgeber: Heinrich Straube und Johann Peter von Hornthal
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1818
Verlag: Vandenhoeck und Ruprecht
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Göttingen
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo.png Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Indexseite]]


[60]
Lied.

Ich bin lustwandeln gegangen am Meer,
Da hört’ ich klagen einen Knaben so sehr.

„Weh, falsches Glück, wie hast mich betrogen,
Mein Lieb das ist mir hinweggezogen,

O selig, wem in unendlicher Lust
Sein Lieb mag ruhen an seiner Brust!“

Und als der Knabe klagte so sehr,
Da sah ich wohl über das weite Meer.

Und als ich sah über das weite Meer,
Da ward mir das Herz im Busen so schwer.

O selig, wem so das Glück gewogen,
Daß ihm ein Liebchen hinweggezogen!

Im Herzen da nährt sich von Schmerzen die Lust,
Das Lieb das ruht ihm wohl in der Brust.

Zum Meer hinströmet der Sehnsucht Fluß, -
Meine Blicke die schweifen wohl über den Fluß,

Wohl über den Fluß und über die See -
Da bin ich alleine, das thut mir so weh!

Hans auf der Wallfahrt.