Literarisches (Die Gartenlaube 1855/15)

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Textdaten
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Autor: Ernst Keil
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Titel: Literarisches (Die Gartenlaube 1855/15)
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 15, S. 204
Herausgeber: Ferdinand Stolle
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1855
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[204] Literarisches. Die Herren Autoren dürfen von jetzt ab ruhig der Zukunft entgegensehen, wo für Alles Rath geschafft wird, wird auch von nun an für „liegengebliebene Manuscripte“ gesorgt werden. In Frankfurt a. M. ist unter der firma: „Mercur, Commissions-Bureau für Geistesprodukte“ ein Geschäft gegründet worden, dessen alleiniger Zweck es ist, die Manuscripte der Autoren oder auch neue Ideen zu später zu schreibenden Manuscripten an den Mann, d. h. an den Verleger zu bringen. Ein Herr Bernh. Cardini ist Besitzer, Held, Procurent. – Inzsichen scheint es an unternehmungslustigen Verlegern noch nicht zu mangeln. Jedes Börsenblatt bringt Ankündigungen größerer wissenschaftlicher Neuigkeiten, und auch die schöne Literatur ist nicht unvertreten. von Freitag wird in einigen Tagen ein dreibändiger Roman: Soll und Haben erscheinen; von Kompert eine zweibändige Erzählung: Am Pfluge; von der deutschen Romanbibliothek die zweite Abtheilung, wozu Kürnberger einen Roman liefert: Der Amerika-Müde, der dem Agentur-Humbug in Deutschland einen Damm setzen soll; von Ludw. Storch eine Auswahl seiner besten Schriften. Auch eine neue Vierteljahrsschrift unter dem Titel: Europäische Chronik ist angekündigt und zwar von Dr. Buddeus, der plötzlich unter die Publizisten gegangen ist. – Leser, welche sich für naturwissenschaftliche Fragen interessiren, machen wir schließlich auf das jüngst erschienene Schriftchen von Carl Vogt: „Köhlerglaube und Wissenschaft“ aufmerksam, das in geistreicher Weise die beiden Fragen über die Abstammung der Menschen von einem Paare und über die Natur der Seele behandelt.