Literarisches (Die Gartenlaube 1856/40)

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Titel: Literarisches (Die Gartenlaube 1856/40)
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aus: Die Gartenlaube, Heft 40, S. 548
Herausgeber: Ferdinand Stolle
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1856
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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[548] Literarisches. Mit den langen Abenden kommen zugleich die langen Reihen literarischer Neuigkeiten, die sich mit jeder Woche mehren, bis zum Weihnachtsfeste hinaus. Die Kalender als Tirailleurs sind bereits in alle Welt und in Aller Händen. Als die besten rühmt man die Volkskalender von W. Alexis und die Spinnstube von W. O. Horn, der letztere besonders als in Süddeutschland sehr stark verbreitet und gelesen. In der That verstehen wenige Autoren so populair zu schreiben und in einfacher gemüthlicher Weise auf das Volk zu wirken, wie Horn, dessen Rheinische Dorfgeschichten mit zu dem Reizendsten gehören, was man in diesem Genre lesen kann. – Auer, der Chef der Wiener Staatsdruckerei beschenkt uns dieses Jahr mit einem Faust-Kalender, ein starkes Buch in Groß-Folio mit vielen Stahlstichen und Holzschnitten. Wir müssen gestehen, daß es uns nicht ganz klar geworden, auf welches Publikum dieser Kalender gemünzt ist. Die mit unendlichem Fleiße zusammengetragenen statistischen und wissenschaftlichen Mittheilungen setzen ein gewähltes und wissenschaftlich - gebildetes Publikum voraus, während die übrigen Beiträge, namentlich die Heiligengeschichten, doch mehr auf die Massen berechnet sind. Die Stahlstiche sind meistens von Gebr. Stöber und gut gearbeitet und auch die Holzschnitte besser ausgeführt, als man von Wien gewohnt ist. – Die Reihe der Taschenbücher eröffnet dieses Mal Mügge mit seinem Vielliebchen, ein elegant ausgestattetes Toilettenbuch mit trefflichen Stahlstichen und drei Erzählungen des beliebten Novellisten. – Auch an neuen Romanen wird es der literarischen Wintersaison nicht fehlen. Von Louise Otto ist bereits eine dreibändige Erzählung: Zwei Generationen, erschienen, von Levin Schücking ist ein historischer Roman: Günther von Schwarzburg angekündigt, von Bernd v. Guseck ein zweibändiger: Heimath und Ferne, von Oettinger ein komischer: Mozart und Schickaneder, und von R. Prutz ein dreibändiger socialer: der Weg zum Ruhme. Otto Ludwig’s treffliche Erzählung: Zwischen Himmel und Erde, auf die wir später noch einmal zurückkommen, wird nächstens schon, kaum einige Monate nach ihrem Erscheinen, in zweiter Auflage die Presse verlassen.