MKL1888:Dziatzko

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Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Dziatzko“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 19 (Supplement, 1892), Seite 203
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Wikisource-Seite: Karl Dziatzko

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Dziatzko. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 19, Seite 203. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Dziatzko (Version vom 03.05.2021)

[203] Dziatzko, Karl, klassischer Philolog, geb. 27. Jan. 1842 zu Neustadt in Oberschlesien, studierte in Breslau und Bonn Philologie, unterrichtete seit Neujahr 1864 am Gymnasium zu Oppeln, wurde 1865 Professor am Lyceum zu Luzern und ging 1871 als Universitätsbibliothekar nach Freiburg i. Br., wo er sich auch im Januar 1872 für klassische Philologie habilitierte. Doch schon Ostern d. J. vertauschte er diese Stellung mit der eines Gymnasiallehrers in Karlsruhe, von wo er nach wenigen Monaten (im Oktober) als Oberbibliothekar an die königliche und Universitätsbibliothek nach Breslau berufen wurde. 1886 siedelte er als Oberbibliothekar und ordentlicher Professor für Bibliothekshilfswissenschaften nach Göttingen über. Von seinen philologischen Arbeiten heben wir hervor: „Beiträge zur Kritik des nach Donatus benannten Terenzkommentars“ (Leipz. 1879); die Ausgabe ausgewählter Komödien des Terenz mit deutschem Kommentar (1. Bdchn.: Phormio, das. 1874; 2. Bdchn.: Adelphi, 1881) und die Textausgabe des Terenz (das. 1884). Von seinen bibliothekarischen Arbeiten wurde die „Instruktion für die Ordnung der Titel im alphabetischen Zettelkatalog der königlichen und Universitätsbibliothek zu Breslau“ (Berl. 1886) ins Italienische übersetzt (Flor. 1887) und englisch frei bearbeitet (von Linderfeldt als „Eclectic Card Catalog Rules“, Boston 1890). Seit 1886 gibt er eine Sammlung bibliothekwissenschaftlicher Arbeiten heraus (bis jetzt 4 Hefte, Berl. 1886–90).