MKL1888:Paparrigopulos

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Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Paparrigopulos“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 19 (Supplement, 1892), Seite 711
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Wikipedia-Artikel: Konstantinos Paparrigopoulos
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Paparrigopulos. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 19, Seite 711. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Paparrigopulos (Version vom 03.05.2021)

[711] Paparrigopulos, Konstantin, griech. Historiker, geb. 1815 zu Konstantinopel, Sohn eines aus dem Peloponnes stammenden Bankiers, Demetrios P., der 1821 beim Ausbruch des griechischen Aufstandes mit einem Teil seiner Familie von den Türken ermordet wurde, flüchtete mit seiner Mutter nach Odessa, ward daselbst auf Kosten des Zaren Alexander erzogen und begab sich 1828 nach Griechenland, wo er im Justizministerium angestellt und schließlich zum Direktor ernannt wurde. 1848 entlassen, übernahm er eine Professur am Gymnasium und 1854 an der Universität zu Athen. Er starb daselbst 26. April 1891. Sein Hauptwerk ist: „Geschichte des griechischen Volkes“ (2. Aufl., Athen 1890, 5 Bde.), von der er selbst einen französischen Auszug unter dem Titel: „Histoire de la civilisation“ (Par. 1878) veröffentlichte. – Sein Bruder Peter P., geb. 1817 zu Konstantinopel, studierte in München und Heidelberg die Rechte und wurde 1845 Professor der Rechtswissenschaft und Mitglied des Kassationshofs in Athen; seit 1860 ist er Rechtsanwalt daselbst. Er übersetzte Gibbons Werk: „The decline and fall of the Roman Empire“ (1854).