MKL1888:Gaß, Wilhelm

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Meyers Konversations-Lexikon
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Gaß, Wilhelm. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1888–1889, Bd. 6, S. 943. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=MKL1888:Ga%C3%9F,_Wilhelm&oldid=- (Version vom 18.07.2016)

Gaß, Wilhelm, protest. Theolog, geb. 28. Nov. 1813 zu Breslau, wo sein Vater Joachim Christian (1766–1831), ein vertrauter Freund Schleiermachers, Konsistorialrat und Professor der Theologie war, habilitierte sich ebendaselbst 1839, wurde 1846 außerordentlicher Professor, kam 1847 als ordentlicher Professor nach Greifswald, 1861 nach Gießen, 1868 nach Heidelberg. Er verfaßte: „Beiträge zur kirchlichen Litteratur und Dogmengeschichte des griechischen Mittelalters“ (Bresl. 1844–49, 2 Bde.); „Georg Calixt und der Synkretismus“ (das. 1846); „Geschichte der protestantischen Dogmatik“ (Berl. 1854–67, 4 Bde.); „Zur Geschichte der Athosklöster“ (Gieß. 1865); „Die Lehre vom Gewissen“ (Berl. 1869); „Symbolik der griechischen Kirche“ (das. 1872); „Optimismus und Pessimismus. Der Gang der christlichen Welt- und Lebensansicht“ (das. 1876); „Geschichte der Ethik“ (das. 1881, Bd. 1). Aus dem Nachlaß von E. L. Th. Henke gab er mit Vial dessen „Neuere Kirchengeschichte“ (Halle 1874–80, 3 Bde.) heraus.

Meyers Konversations-Lexikon, 4. Aufl.
Ergänzungen und Nachträge
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Band 17, Seite 363

Gaß, Wilhelm, protest. Theolog, starb 21. Febr. 1889 in Heidelberg.