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MKL1888:Kaprifoliaceen

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Kaprifoliaceen“ in Meyers Konversations-Lexikon
Seite mit dem Stichwort „Kaprifoliaceen“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 9 (1887), Seite 494
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Kaprifoliaceen. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 9, Seite 494. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Kaprifoliaceen (Version vom 12.09.2025)

[494] Kaprifoliaceen (Geißblattgewächse, Lonicereen), dikotyle, etwa 200 Arten umfassende, vorzugsweise auf der nördlichen Halbkugel einheimische Pflanzenfamilie aus der Ordnung der Aggregaten, zunächst mit den Rubiaceen verwandt und mit diesen von manchen Botanikern zu der Reihe der Rubicinen vereinigt, meist Holzgewächse, bisweilen mit windendem Stamm, freien oder fehlenden Nebenblättern und regelmäßigen oder symmetrischen Blüten, die fünf gleich lange in der Blumenkrone angeheftete Staubgefäße, einen fleischigen Diskus und einen unterständigen, aus 2–5 Karpiden gebildeten, zu einer Beere heranwachsenden Fruchtknoten besitzen. Vgl. Baillon, Recherches sur l’organisation des Caprifoliacées (Par. 1861). – Fossil sind eine Reihe von Arten aus den Gattungen Lonicera L. (Geißblatt), Sambucus Tournef. (Holunder) und Viburnum L. (Schneeball) in Tertiärschichten gefunden worden.