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MKL1888:Karasin

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Karasin“ in Meyers Konversations-Lexikon
Seite mit dem Stichwort „Karasin“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 9 (1887), Seite 501
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Karasin. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 9, Seite 501. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Karasin (Version vom 13.09.2025)

[501] Karasin, Nikolai Nikolajewitsch, russ. Belletrist und Zeichner, geb. 1842, wurde im Moskauer Kadettenkorps erzogen, trat nach Ablauf der Studienzeit als Offizier in die Armee, kämpfte 1863–64 gegen die aufständischen Polen, ließ sich darauf in die turkistanische Armee versetzen und machte dort 1865–71 mit Auszeichnung alle Feldzüge mit. Während seines Aufenthalts in Turkistan entwickelte sich sein Talent für Skizzenmalerei, und er nahm endlich seinen Abschied, um sich ganz der Thätigkeit eines Illustrators zu widmen. Seitdem hat K. bei allen russischen Feldzügen in Zentralasien als Korrespondent und Zeichner für russische wie ausländische illustrierte Blätter fungiert. Außerdem ist K. ein talentvoller belletristischer Schriftsteller. Die bis jetzt von ihm erschienenen Romane und Erzählungen: „An der fernen Grenze Rußlands“, „Auf der Jagd nach Gewinn“, „Im Schilfrohr“ etc. zeugen von einer lebhaften Phantasie, die den eigentümlichen Scharfblick des Dichters für die besondere Gefühls- und Anschauungswelt der asiatischen Völkerschaften trefflich ergänzt und interessante Kulturbilder mit charakteristisch ausgeprägtem Kolorit zu Tage förderte.