Zum Inhalt springen

MKL1888:Krestówitsch

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Krestówitsch“ in Meyers Konversations-Lexikon
Seite mit dem Stichwort „Krestówitsch“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 19 (Supplement, 1892), Seite 555
Mehr zum Thema bei
Wikisource-Logo
Wikisource: [[]]
Wiktionary-Logo
Wiktionary:
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Indexseite
Empfohlene Zitierweise
Krestówitsch. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 19, Seite 555. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Krest%C3%B3witsch (Version vom 16.11.2025)

[555] Krestówitsch, Gabriel (türkisch genannt Gavril Pascha), türk. Beamter, geb. 1822 zu Kotel in Ostrumelien, uon bulgarischer Abstammung, studierte in Paris Rechtswissenschaften, war eine Zeitlang Sekretär, später Vertreter von Stephan Vogorides, Fürsten von Samos, darauf Mitglied des Handelsgerichts in Konstantinopel, des Appell- und zuletzt des Kassationshofes daselbst, 1868 Präsident des neugeschaffenen Gerichtshofes für gemischte Angelegenheiten. Seit 1878 Chef des Departements des Innern und Generalsekretär (Musteschar) von Ostrumelien, wurde er im Mai 1884 an Aleko Paschas Stelle mit dem Range eines Wesirs und Muschirs und dem Paschatitel zum Generalgouverneur dieser autonomen Provinz ernannt, als welcher er bis September 1885 thätig war. 1859 war er Redakteur der „Blgarski knijici“ und schrieb das Geschichtswerk „Istorija blgarska“ (1869–71, Bd. 1).