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MKL1888:Mikrotasimēter

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Mikrotasimēter“ in Meyers Konversations-Lexikon
Seite mit dem Stichwort „Mikrotasimēter“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 11 (1888), Seite 604
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Mikrotasimēter. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 11, Seite 604. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Mikrotasim%C4%93ter (Version vom 07.07.2025)

[604] Mikrotasimēter (griech.), ein von Edison angegebenes Instrument zum Messen sehr kleiner Druckänderungen, beruht, wie Edisons Telephon, auf dem Prinzip der Widerstandsverminderung eines elektrischen Stroms in einem Kohlenstückchen, sobald dieses einem mechanischen Druck ausgesetzt wird. Der wesentliche Teil des Mikrotasimeters ist ein Kohlenknopf zwischen zwei Platinscheibchen, von denen die eine festsitzt, während gegen die andre der Druck ausgeübt wird. Der elektrische Strom geht von der einen Platinplatte durch die Kohle zur andern und dann zu einem Galvanometer, dessen Nadelbewegung dem Druck proportional ist. Der Apparat eignet sich vortrefflich, um geringe Bewegungen des Thermometers, Barometers, Hygrometers etc. zu vergrößern; er reagiert z. B. auf die Wärme der Hand, sobald man diese auf einige Zoll einem in den Apparat eingeschraubten dünnen Streifen von Hartgummi nähert; er gibt auch einen Ausschlag, wenn man ein Stück Gelatine einfügt und diesem ein feuchtes Papier nähert. Durch Verbindung mit einem Thomsonschen Spiegelgalvanometer und einer Wheatstoneschen Brücke nebst Rheostat läßt sich das M. noch viel empfindlicher gestalten und dann vielleicht zum Messen der Wärme des Mondes und der Sterne benutzen.