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MKL1888:Muōta

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Muōta“ in Meyers Konversations-Lexikon
Seite mit dem Stichwort „Muōta“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 11 (1888), Seite 898
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Muōta. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 11, Seite 898. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Mu%C5%8Dta (Version vom 07.07.2025)

[898] Muōta, ein 261/2 km langer Zufluß des Vierwaldstätter Sees in der Schweiz, entsteht aus mehreren Quellbächen der Bergwildnisse der Tödigruppe, durchfließt das wald- und alpenreiche Muotathal, aus dem er sich durch eine enge Schlucht hinauszwängt, und erreicht im Thal von Schwyz-Brunnen, nach Aufnahme der Seewern, den See. Das Muotathal wird von einem durchaus katholischen Hirtenvölklein (1885 Seelen) bewohnt und erhält durch die Passage zum Pragel, dem 1543 m hohen Paß nach dem Klönthal, in der Saison einiges Leben. Die russische Armee unter Suworow stieg 27. und 28. Sept. 1799 von Uri über den Kinzigpaß in das Thal der M., um sich im Kampf mit den Franzosen den Rückweg über den Pragelpaß zu erzwingen.