MKL1888:Zirkel (Personenname)

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Meyers Konversations-Lexikon
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Seite mit dem Stichwort „Zirkel (Personenname)“ in Meyers Konversations-Lexikon

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931

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Zirkel (Personenname). In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1888–1889, Bd. 16, S. 931. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=MKL1888:Zirkel_(Personenname)&oldid=- (Version vom 02.05.2015)

Zirkel, Ferdinand, Mineralog, geb. 20. Mai 1838 zu Bonn, widmete sich zuerst der bergmännischen Laufbahn, studierte in Bonn, ging 1860 mit Preyer nach Island, hielt sich dann zwei Jahre am Hofmineralienkabinett und an der Geologischen Reichsanstalt in Wien auf, wurde 1863 Professor an der Universität zu Lemberg, 1868 zu Kiel und 1870 zu Leipzig. Größere geologische Studienreisen unternahm er nach Schottland, den Pyrenäen und (1874) nach Nordamerika behufs Untersuchung der bei der „geologischen Durchforschung des 40. Breitengrads“ gesammelten Gesteine. Z. lieferte zahlreiche mikroskopische Untersuchungen von Gesteinen und trug wesentlich dazu bei, die Mikroskopie der Mineralien und Gesteine zur selbständigen Wissenschaft zu entwickeln. Er schrieb: „Reise nach Island im Sommer 1860“ (mit Preyer, Leipz. 1862); „Lehrbuch der Petrographie“ (Bonn 1866, 2 Bde.); „Untersuchungen über die mikroskopische Zusammensetzung und Struktur der Basaltgesteine“ (das. 1869); „Die mikroskopische Beschaffenheit der Mineralien und Gesteine“ (Leipz. 1873); „Microscopical petrography“, im „Report of the U. S. geological exploration of the fortieth parallel“ (Washingt. 1876). Auch veröffentlichte er nach Naumanns Tode die neuen Auflagen von dessen „Elemente der Mineralogie“.