Manche parfümirte Dame würde sich wundern

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Textdaten
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Autor: unbekannt
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Titel: Manche parfümirte Dame würde sich wundern
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube
Herausgeber: Ferdinand Stolle
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1853
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[74] Manche parfümirte Dame würde sich wundern, wenn sie wüßte, woher der Inhalt ihrer Riechfläschchen kommt. Ein Bericht der Sachverständigen über die Londoner Ausstellung hat darüber merkwürdige Aufschlüsse gegeben. Fuselöl, sagt Dr. Plagfair, dient zur Fabrication von Cognac und Whiskey. Mit Schwefelsäure und essigsaurem Kali destilliert giebt es Birnöl; mit Schwefelsäure und doppeltchromsaurem Kali, Apfelöl, Ananasöl, das vielfach zur Fabrication der Ananasöle dient, wird genommen aus einer Mischung von faulem Käse und Zucker; das künstliche Mandelöl, von Conditoren und Seifenfabricanten vielfach gebraucht, aus Salpetersäure und Steinkohlentheer. Manche schöne Stirne reibt sich mit Eau de mille fleurs ohne zu wissen, daß der Hauptbestandtheil desselben aus der Jauche der Kuhställe gewonnen wird. – Wir haben uns deswegen nicht über Betrug zu beklagen, sondern über die Entwickelung der Chemie zu freuen. Diese künstlichen Fabrikate enthalten ganz dieselben Stoffe, die man früher aus den Früchten und Blumen zog. Aus der Zersetzung der letzteren hat man die Zusammensetzung der ersteren gelernt.